29. September 2010 - Elfe 12 nimmt Abschied

Mehrere Monate war Elfe 12 nun in geheimer Mission in Schwedt unterwegs: Vom Elfenkönig Oberon persönlich hatte die neugierige Azubi-Elfe den Auftrag bekommen, die Menschen und ihre Gewohnheiten zu studieren. Ob ihr für ihre diplomatischen Vermittlungsdienste zwischen Elfen- und Menschenwelt nach abgeschlossener Ausbildung das Elfendiplom verliehen wird, wird sich am 2. Oktober 2010 um 19.30 Uhr im Großen Saal der Uckermärkischen Bühnen Schwedt herausstellen, wenn es endlich heißt: „Durchgeknallt im Elfenwald“. Aber zuvor durfte Elfe Zwölf auf der Ausstattungsprobe schon einmal ihr neues Kleid anprobieren, was sie sehr stolz machte. Auch ihre Mitelfen sind inzwischen im Elfenwald angekommen und bereiten sich voller Eifer auf die Premiere des „Elfenwaldes“ vor. Gemeinsam üben sie derzeit noch täglich das Singen, Tanzen und Schauspielen für ihren Auftritt in der ubs-Musical-Revue. Etliche der Elfen und Faune kommen aus Gryfino und gehören zum Teatr Tańca Współczesnego VOGUE, zum Zeitgenössischen Tanztheater VOGUE. Deshalb hatten einige der Proben in Gryfino stattgefunden, so dass Elfe 12 sich nun nicht nur in Schwedt schon ganz gut auskennt, sondern sogar im Nachbarland. Überall wurde sie sehr freundlich aufgenommen und hat viel gelernt: Zeitung machen, Behörden besuchen, Brot backen, Blutsbrüder bezaubern, Arzt besuchen, Streife gehen, Bus fahren, Shoppen gehen, Vorfahrt gewähren, Fitnessgeräte benutzen, Elfenkonto anlegen, Betten aufschütteln, Schutzhelm tragen, Bühnenbild bauen, Cocktails mixen, Trampolin springen … Doch nun heißt es, Abschied nehmen: Elfe 12 kehrt in den Elfenwald zurück. Und auch wenn sie sich natürlich freut, Elfen, Faune und den Elfenwald wiederzusehen, ist sie auch traurig, die Menschenwelt verlassen zu müssen, in der sie viel Spaß hatte und viele interessante Bekanntschaften geschlossen hat.

17. September 2010 - Wie kommt ein Turner in den Elfenwald?

Seit vielen Wochen ist Elfe 12 in Schwedt unterwegs, um die Menschen und ihre Gewohnheiten kennenzulernen, bevor sie am 02. Oktober in der neuen Revue der Uckermärkischen Bühnen Schwedt, „Durchgeknallt im Elfenwald“, ihr Elfendiplom bekommen soll. Dabei hat die neugierige Azubi-Elfe schon viele interessante Bekanntschaften geschlossen. Vor einigen Tagen traf sie auf der großen Bühne der ubs, die sich immer mehr in einen Elfenwald verwandelt, Frank Mehl. Sie war sehr verwundert, denn bisher hatte sie nicht bemerkt, dass Menschen auch fliegen können. Aber Frank flog – und das sehr gekonnt. Elfe 12 war beeindruckt. Nachdem er gelandet war, erfuhr sie von ihm, dass er zur Abteilung Turnen des TSV Blau-Weiss 65 Schwedt e.V. gehört. Mit 1.600 aktiven Sportlern in zehn Abteilungen ist der Turn- und Sportverein eine der vielseitigsten Sportorganisationen des Landes Brandenburg und der mitgliederstärkste Verein in Schwedt. Geturnt wird in Schwedt seit 1965. Nicht wenige hochkarätige Sportler stammen aus der Stadt an der Oder, die es zum Teil bis in die deutsche Nationalmannschaft brachten und an Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympiaden teilnahmen. Die Schwedter Turner trainieren täglich in unterschiedlichen Alters- und Leistungskategorien, wobei der Spaß an Sport und Bewegung im Vordergrund steht. Frank Mehl schätzt am Turnen besonders die Show-Elemente. Er ist bereits mehrfach mit beeindruckenden aber auch lustigen Darbietungen vor Publikum aufgetreten. Und jetzt ist er mit anderen Turnern im Elfenwald dabei. Die Idee stammt von Regisseur Reinhard Simon, der nach Akrobatik und Bewegung für den bunten Elfenwald suchte, nach etwas Lustigem und gleichzeitig Überraschendem. Und so kam er auf die Trampolinspringer um Frank Mehl, die er liebevoll „Springkräuter“ nennt. Trampolinspringen ist seit einigen Jahren leider keine Disziplin im Schwedter Turnen mehr. Das Interesse ließ nach, sobald die Kinder merkten, dass es nicht nur Spaß macht, sondern auch sehr anstrengend ist. Heute dient das Trampolin nur noch der Erwärmung, bevor es an die anderen Geräte geht. Elfe 12 ließ es sich natürlich trotzdem nicht nehmen, das Trampolin selbst auszuprobieren. Mit Franks Hilfe gelangen ihr auch einige ganz annehmbare Sprünge. Als sie jedoch überlegte, die Elfenflügel gegen das Trampolin zu vertauschen, riet ihr der Übungsleiter vehement davon ab. Er meinte, dass sie mit ihren Flügeln doch sehr viel besser zurechtkäme. Das Springen auf dem Trampolin erfordere sehr viel Übung und regelmäßiges Training.

10. September 2010 - Wie ein Elfenwald entsteht

Seit vielen Wochen besucht Elfe 12 fleißig die Proben für das neue ubs-Musical „Durchgeknallt im Elfenwald“ und ganz langsam wird es ernst: Der 02. Oktober, der Tag der Premiere, an dem sie ihr Elfendiplom bekommen soll, rückt näher. Grund genug für die neugierige Azubi-Elfe sich auf die Suche nach dem Elfenwald zu machen, der für ein Musical über Elfen doch zwingend benötigt wird. Ihre Nachforschungen führten sie in die Werkstätten der Uckermärkischen Bühnen Schwedt nach Passow, wo sie Karl-Heinz Saarmann und Erik Wagner kennenlernte. Herr Saarmann, der viele Jahre die Werkstätten geleitet hat, freute sich sehr über den charmanten Besuch so kurz vor seiner Pensionierung. Dann wird Herr Wagner seine Funktion übernehmen. Beide Herren führten die staunende Elfe durch die Werkstatträume, die sich in Malsaal, Dekoration, Tischlerei und Schlosserei gliedern. Dabei entdeckte sie riesige Strohhalme, Cocktailkirschen und Olivenspießchen, die später im Elfenwald stehen werden. Auf dem Bananenbett der Elfenkönigin Titania lag Elfe 12 schon einmal Probe und fühlte sich sichtlich wohl. Am Beispiel dieses Möbels erklärte ihr Bühnenmalerin Corinn Pahl, wie in der Werkstatt aus dem Bühnenbildmodell und den Zeichnungen des Bühnenbildners ein richtiges bequemes Bett entsteht, das einer Elfenkönigin würdig ist. Ein Teil des zukünftigen Elfenwaldes war bereits aufgebaut und die vorwitzige Azubi-Elfe hatte sehr viel Spaß, als sie über Hügel sprang und auf einer Rutsche wieder herunter sauste. Sie ließ sich die einzelnen Handgriffe erklären, die jeder Werkstattmitarbeiter Tag für Tag ausführt, damit am Ende ein so schönes funktionales Bühnenbild entsteht und probierte eifrig selbst einige Arbeitsschritte aus: So zersägte die Elfe Holz und bestreute mit Feuereifer Baumstämme mit Elfenstaub. Tischler, Maler und Schlosser freuten sich über die Begeisterung ihres Gastes und Kalle Saarmann wünschte ihr, nachdem er ihren Ausbildungsnachweis ausgefüllt hatte, viel Spaß im Bühnenbild für „Durchgeknallt im Elfenwald“.

25. August 2010 - Elfe 12 geht baden

Bei den Proben für die neue Musicalrevue der Uckermärkischen Bühnen Schwedt, „Durchgeknallt im Elfenwald“, fragte Elfe 12 Tänzer, Schauspieler und Techniker, wie die Menschen ihre freie Zeit verbringen. Dabei fiel immer wieder ein Name: „Aquarium“. Also machte sich die Azubi-Elfe eines Abends auf den Weg in das Schwedter Erlebnisbad. Dort wurde sie vom Leiter der Technischen Werke Gunnar Pertermann begrüßt, der ihr erklärte, dass das Aquarium sehr viel mehr zu bieten hat als eine Badelandschaft. Sehr stolz sei er zum Beispiel auf die Saunalandschaft, die eine der schönsten in der Uckermark ist und mit der Erdsauna ein ganz besonderes Highlight zu bieten hat. Der Wellnessbereich wird demnächst sogar noch erweitert. Aber auch für die aktive Freizeitgestaltung finden sich im Aquarium viele Möglichkeiten: Herr Pertermann zum Beispiel lieferte sich mit der munteren Azubi-Elfe ein heißes Badminton-Match, aus dem Elfe 12 knapp als Siegerin hervorging. Anschließend zeigte er ihr den Frauenfitnessbereich und berichtete, dass es in naher Zukunft auch einen Männerfitnessbereich geben wird. Die zarte Elfe probierte sich zwar an einigen Geräten aus, konnte aber nicht verstehen, warum die Menschen diese Betätigung entspannend finden: Sie arbeiten doch den ganzen Tag – warum wollen sie sich da auch in ihrer Freizeit noch anstrengen müssen? Und über diesen Betrachtungen schlief sie mitten auf dem Fitnessgerät ein … Aber Elfe 12 hatte noch immer nicht gesehen, weshalb sie eigentlich ins Aquarium gekommen war: das Erlebnisbad. Das zeigte ihr Gunnar Pertermann nun und erklärte ihr auch die Unterschiede zwischen Spaß-, Sport-, Wettkampf- und Außenbecken. Die mutige Azubi-Elfe traute sich sogar mit den Füßen ins Wasser. Als aber die Spitzen ihrer Flügel nass wurden, machte sie ein erschrockenes Gesicht: Wenn die Flügel sich nämlich erst einmal voll Wasser gesogen hätten, würden sie zu schwer zum Fliegen sein und die Elfe würde tagelang zu Fuß gehen müssen. Deshalb verzichtete sie auf ein Bad und gab sich lieber mit dem Schwimmabzeichen „Zehpferdchen“ zufrieden, das ihr Gunnar Pertermann großzügigerweise verlieh. Überhaupt fand sie ihn sehr nett, weil er sich viel Zeit für sie nahm und ihr auch eine Liegeprobe unter Palmen gestattete. Auch wenn die Liegestühle wieder wenig Rücksicht auf ihre Elfenflügel nahmen, hatte sie dabei viel Spaß. Herr Pertermann und Elfe 12 beschlossen ihren Rundgang bei einem standesgemäßen Glas Wasser in der hauseigenen „WunderBar“, einem der besten Restaurants der Stadt.

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18. August 2010 - Elfe 12 auf der Suche nach der Bewegung

In den vergangenen Wochen ist Elfe 12 Bus gefahren und hat die Fahrschule besucht, aber wie die Menschen es schaffen, dass kleine und große Autos sich von einem Ort an einen anderen bewegen, hatte sie immer noch nicht heraus bekommen. Der aufmerksamen Azubi-Elfe waren aber wiederholt Menschen aufgefallen, auf deren Jacken zu lesen war: „Wir bewegen Berlin und Brandenburg!“ Und Elfe 12 gelangte zu der Überzeugung, dass die das Geheimnis kennen mussten. Und so folgte sie ihnen eines Abends und landete in der PCK Raffinerie GmbH. Dort gefiel es ihr ausnehmend gut, weil die vielen Lichter im Dunkeln so schön glitzerten. Aber selbst eine Elfe kann in ein so großes Werk nicht einfach hinein spazieren. Deshalb nahm Ina Frischmuth sie an der Wache in Empfang und führte sie durch die geheimnisvollen Wege des großen Betriebes, der immer noch ca. 1300 Mitarbeiter beschäftigt. Von Frau Frischmuth erfuhr Elfe 12, dass in den vergangenen Monaten die Produktion abgestellt war, um die großen Anlagen warten und viele notwendige Erneuerungen durchführen zu können. Und eben deshalb „glänzt jetzt wieder alles schön“. In der Zentralmesswarte stellte Ina Frischmuth der aufgeregten Elfe den Schichtführer, Herrn Baumüller, vor. Er erklärte ihr, wie aus Rohöl Benzin wird, das die Autos letztlich fahren lässt. Von Herrn Baumüller erfuhr die wissbegierige Azubi-Elfe aber auch, dass während des Produktionsvorgangs viele weitere Nebenprodukte gewonnen werden, zum Beispiel Flüssig- und Heizgas. Der Schichtführer zeigte ihr, wie die Anlagen von Kameras überwacht und von riesigen Computern mit vielen Monitoren die Regelventile gesteuert werden. Besonders interessant fand Elfe 12 eine große rote Lampe, die geleuchtet hatte, als sie in der Zentralmesswarte angekommen war. Herr Baumüller erklärte ihr, dass diese Lampe anzeigt, wenn Grenzwerte berührt werden und an den Einstellungen etwas korrigiert werden muss. Und dann stellte er ihr das Maskottchen vor, das seit 40 Jahren im PCK lebt: Deshalb weiß auch niemand mehr, dass es ein Nilpferd ist. Die Mitarbeiter einer japanischen Firma hatten es nach dem Bau einer Anlage zurück gelassen. Inzwischen habe es aber die deutsche Sprache gelernt, stellte Elfe 12 fest. Nach einem herzlichen Abschied von den Mitarbeitern der Zentralmesswarte, die alle versprachen zur Premiere der neuen Musicalrevue „Durchgeknallt im Elfenwald“ am 02. Oktober 2010 zu kommen, zeigte Ina Frischmuth der Azubi-Elfe noch einige Außenanlagen. Elfe 12 war sehr beeindruckt und freute sich, als sie von Frau Frischmuth auch noch ein Malbuch geschenkt bekam, in dem sie noch einmal in Ruhe nachschauen konnte, wie aus Rohöl Benzin entsteht.

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11. August 2010 - Eine Elfe im Storchennest

Seit Elfe 12 jeden Tag für die ubs-Musical-Revue „Durchgeknallt im Elfenwald“ übt, die am 02. Oktober Premiere haben wird, hat sie nicht mehr viel Zeit für ihre nächtlichen Ausflüge. Doch in der vergangenen Woche traf sie auf einem frühmorgendlichen Spazierflug eine Storchenfamilie. Sie folgte den Störchen bis zu deren Nest. Dort musste sie jedoch feststellen, dass sie sich verflogen hatte und nicht mehr wusste, wo sie war. Heike Moritz klärte sie darüber auf, dass sie auf dem Hof der Pension Moritz in Meyenburg gelandet war. Die neugierige Azubi-Elfe erfuhr, dass seit siebzehn Jahren Störche auf dem Hof leben und dass die Pension selbst seit fünfzehn Jahren besteht. Das interessierte sie: Was ist eine Pension? Von Frau Moritz erfuhr sie, dass Menschen manchmal – aus beruflichen oder aus freizeitgestalterischen Gründen – fern von zu Hause übernachten müssen. Dann brauchen sie ein Zimmer mit einem Bett und das bekommen sie zum Beispiel in der Pension Moritz. Nicht ohne Stolz berichtete die Pensionswirtin, dass das mit Abstand am häufigsten nachgefragte Zimmer dasjenige sei, das direkt aufs Storchennest hinausgehe. 80 Prozent ihrer Gäste sind Dienstreisende, aber auch die nehmen regen Anteil an den tierischen Hofbewohnern, zu denen neben der Storchenfamilie auch Katzen und ein Hund gehören. Die übrigen Pensionsgäste sind meist Radfahrer, von denen es infolge des Hochwassers und des vorübergehend gesperrten Radwanderweges in diesem Sommer leider nur wenige gibt. Sie alle schätzen an der Pension Moritz und dem angeschlossenen Hofladen das Angebot regionaler Produkte: Dazu gehören neben Marmeladen, eingelegten Kräutern und selbst gebackenem Brot der Hausmarke „Uckermärker Landhexe“ auch Hemme-Milch, Uckerkaas und Klosterfelder Senf. Und wie es der Zufall wollte, war gerade Marmeladenkochtag. So lernte Elfe 12 an diesem Tag nicht nur Betten machen und Wäsche aufhängen, sondern auch Marmelade rühren. Eine weitere Besonderheit der Pension Moritz machte der aufgeweckten Azubi-Elfe ebenfalls viel Freude: Im ganzen Haus traf sie Marienkäfer in den unterschiedlichsten Formen und besonders die aus Schokolade, die Heike Moritz jedem Gast aufs Kopfkissen setzt, faszinierten sie. Elfe 12 fühlte sich auf dem Hof der Pension Moritz sehr wohl und hofft, Frau Moritz und die sechsköpfige Storchenfamilie bald einmal wieder besuchen zu können.

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4. August 2010 - Elfenshopping im Oder-Center

Nachdem Elfe 12 in den vergangenen Wochen in Schwedt ihr erstes Geld verdient und ein Konto eröffnet hat, wollte sie nun erfahren, wofür die Menschen dieses Geld eigentlich brauchen. Die Azubi-Elfe machte sich auf den Weg in das größte Einkaufsparadies der Stadt: ins Oder-Center. Zufällig traf sie dort genau den richtigen Mann für ihre vielen Fragen: Center-Manager Norbert Fels. Er nahm sich viel Zeit für die wissbegierige Elfe und erläuterte ihr, dass im Oder-Center in 66 Geschäften alles angeboten wird, „was die Elfe braucht“: Kleidung, Schuhe, Schmuck und vieles mehr. Und natürlich kann man auch kaufen, was eine Elfe nicht braucht: Lebens- und Genussmittel. Elfe 12 traf auch auf alte Bekannte: Auf eine Filiale der Bäckerei Schäpe und auf die Märkische Oderzeitung, die gleich in mehreren Geschäften verkauft wird. Von Herrn Fels erfuhr die Azubi-Elfe, dass 10 bis 20 Prozent der Besucher des Oder-Centers aus dem polnischen Nachbarland kommen, weshalb Hinweisschilder und Informationstafeln im Center zweisprachig sind. Doch Elfe 12 wurde auf ein Wort aufmerksam, das in vielen Schaufenstern zu lesen war und das weder deutsch noch polnisch war. Auch danach fragte sie Herrn Fels, der ihr erklärte, dass „Sale“ allen Menschen und Elfen sofort signalisieren soll, dass sie hier noch günstiger einkaufen können. Als Hausaufgabe bekam die Azubi-Elfe den Auftrag, „Sale“ in die Elfensprache zu übersetzen. Nach dem gemeinsamen Schaufensterbummel versuchte sich Elfe 12 probeweise als Model. Mit viel Freude machte sie die typischen Bewegungen der Schaufensterpuppen (die natürlich nur von Elfen gesehen werden) nach. Herr Fels wies sie darauf hin, dass sie – sollte sie diese Fähigkeit vervollkommnen – sehr viel Geld verdienen könne. Aber Gott sei dank sind Elfen an dieser Art Zahlungsmittel nicht wirklich interessiert, so dass Elfe 12 eine Modelkarriere nicht ernstlich ins Auge fasst und auch weiterhin zu den Tanzproben für die neue Musicalrevue der Uckermärkischen Bühnen „Durchgeknallt im Elfenwald“ gehen wird, die am 02. Oktober Premiere hat. Zum Abschied bescheinigte der Center-Manager der jungen Azubi-Elfe, dass sie sich „sehr clever angestellt“ habe und sicher eine gute Kundin werden wird.

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28. Juli 2010 - Das erste Schwedter Elfenkonto

Nachdem Elfe 12 in der vergangenen Woche ihr erstes Geld verdient hatte, machte sie sich auf den Weg zur Sparkasse. Man hatte ihr nämlich erklärt, dass sie für dieses Geld ein Konto bräuchte. Die neugierige Azubi-Elfe wusste zwar noch nicht, was das ist – ein Konto, aber sie wollte unbedingt eins haben, wo die Menschen doch auch alle eins brauchen. In der Sparkasse traf sie Jürgen Dybowski. Er ist Mitglied des Vorstands der Sparkasse und ihn überfiel sie auch gleich mit ihren vielen Fragen. Doch Herr Dybowski konnte sie beruhigen: Sie sei genau an der richtigen Adresse. Die Schwedter Sparkasse sei eine der 50 vertriebsstärksten Sparkassen in Deutschland und im Osten des Landes mit über 80 Prozent der Giromarktanteile sogar Marktführer, wofür sie erst vor kurzem zum wiederholten Male ausgezeichnet worden ist. In der Schwedter Sparkasse werden 26.000 Konten verwaltet – da würde auch ein Konto für eine Elfe kein Problem darstellen. Herr Dybowski bat also die Kundenbetreuerin Katja Anker, sich der Elfe anzunehmen. Frau Anker erklärte ihr erst einmal den Sinn dieser geheimnisvollen Erfindung, die die Menschen „Konto“ nennen: Dass man sein Geld dort deponiert, um es nicht die ganze Zeit mit sich herumtragen zu müssen, und dass man es jederzeit vom Konto abheben kann, wenn man es benötigt. Bis dahin passt die Bank auf das Geld auf. Nachdem das geklärt war, eröffnete Frau Anker für Elfe 12 ein Konto mit einer besonders schönen Kontonummer und forderte sie dann auf, ihr Barguthaben in der Kasse einzuzahlen, damit es dem Konto gutgeschrieben werden könnte. Das fand die wissbegierige Azubi-Elfe sehr spannend. Von Herrn Dybowski erfuhr sie außerdem, dass die Sparkasse ihren Kunden auch noch weitere Dienstleistungen anbietet: Sie vermittelt zum Beispiel Immobilien, schließt Bausparverträge ab, bietet Finanzierungen und Altersvorsorgemodelle an. Und als Kunde der Sparkasse hat man die Möglichkeit, ein Schließfach zu mieten. Weil die neugierige Elfe das genauer wissen wollte, zeigten Frau Anker und Herr Dybowski ihr die Kundenschließfachanlage im Keller des Sparkassengebäudes. Sie reservierten ihr sogar ein Schließfach und erklärten ihr, dass sie einfach Bescheid sagen solle, wenn sie es nicht mehr benötigen würde – „so in 200 Jahren“. Die Vorstellung, ein Fach zu haben, von dem nur sie selbst wusste, was sich darin befindet, gefiel Elfe 12.

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21. Juli 2010 - Elfe 12 in der Cocktailbar

In den vergangenen Wochen hat die aufgeweckte Azubi-Elfe, die ab dem 02. Oktober in der neuen ubs-Musical-Revue „Durchgeknallt im Elfenwald“ zu sehen sein wird, gelernt, dass man in der Menschenwelt unbedingt Geld braucht: Wenn man zum Arzt geht, wenn man Brot kaufen oder Bus fahren will. Elfe 12 hatte schon erfahren, dass die Menschen arbeiten, um Geld zu verdienen. Das wollte sie ausprobieren. Und deshalb besuchte sie eines Abends Kerstin Lade im fey in der Helbigstraße 6. Kerstin suchte nämlich eine Aushilfskellnerin, weil der Inhaber der Cocktailbar, Lutz Tabor, vorübergehend einem Freund an der Ostsee aushalf. Zuerst einmal musste die Azubi-Elfe angelernt werden: Kerstin Lade zeigte ihr den Cocktailtresen und die Cocktailstation. Und die muntere Elfe freute sich riesig, als sie entdeckte, dass Barhocker elfenflügeltauglich sind und sie endlich ein menschliches Sitzmöbel ohne Schwierigkeiten nutzen konnte. Dann lernte Elfe 12, ihren ersten Cocktail zu mixen: einen Swimmingpool. Da sie inzwischen wusste, dass ihr Chef, der Elfenkönig Oberon, den Alkoholgenuss konsequent ablehnt, nippte sie nur heimlich an dem blauen Getränk, das mit einer großen Melonenscheibe dekoriert war. Aber kosten musste sie ja schließlich, wenn sie den Wert ihrer Arbeit einschätzen wollte! Und dann übte sie mit dem Swimmingpool das Servieren, nachdem Kerstin es ihr gezeigt hatte. Das Studium der übrigen 79 Cocktails, die auf der Karte des fey stehen, wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, um die Aufnahmefähigkeit des jungen Elfenhirns nicht über zu strapazieren. Elfe 12 lernte stattdessen, Bier zu zapfen und Gläser zu spülen. Sie erfuhr, dass es neben Cocktails und Bier vom Fass im fey ausgesuchte Weine und Longdrinks gibt – und eine Tanzfläche, deren Tauglichkeit sie natürlich sofort testete. In der Cocktailbar, die mittwochs bis samstags ab 20 Uhr geöffnet ist, finden in den Wintermonaten regelmäßig Tanz- und Mottopartys statt. Im Sommer lädt die gemütliche Terrasse zum Verweilen ein. Außerdem bietet das fey seinen Gästen an, Familien- und Firmenfeiern bis zu hundert Personen mit Büfett und DJ auszurichten. Es herrscht eine angenehme, lockere Atmosphäre, in der auch immer Zeit für einen Spaß ist. Elfe 12 fühlte sich sehr wohl und war wahnsinnig stolz, als sie nach fleißig durchgearbeiteter Nacht von Kerstin Lade zwanzig Euro ausgehändigt bekam.

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14. Juli 2010 - Elfe am Steuer …

Nachdem Elfe 12 bei der UVG wegen Nichtvorhandenseins einer Fahrerlaubnis nicht gestattet werden konnte, einen Bus zu fahren, wollte die wissbegierige Azubi-Elfe es wenigstens im Kleinen versuchen: Sie wollte eine Fahrprüfung ablegen, um einen Kleinwagen fahren zu dürfen – wenn schon keinen großen Bus. Sie machte sich also auf den Weg zur Fahrschule Fischer. Dort wurde sie von Frau und Herrn Fischer und dem Fahrlehrer Herrn Tiersch begrüßt, denen sie ihr Anliegen vortrug. Zuerst einmal musste die Elfe mehrere Formulare ausfüllen. Dabei half ihr Frau Fischer. Herr Fischer prüfte dann Zwölfis vorhandenes Wissen, indem er ihr ein Vorfahrtsproblem schilderte. Da die Elfe seit der Blutsbrüdertour Motorradfahrer sehr gern mag, wollte sie diesen dem dargestellten PKW gegenüber bevorzugen. Das aber hatte einen – gottseidank nur virtuellen – Unfall zur Folge. Elfe 12 lernte in ihrer ersten Fahrschullektion, dass leichtsinnige Entscheidungen schwerwiegende Folgen haben können. Ihr Mut sank infolgedessen ein wenig. Von Herrn Fischer erfuhr sie, dass sie vor der theoretischen Fahrprüfung zehn Lektionen Grundlagen und zwei weitere, speziell für PKW ausgelegte Lektionen absolvieren müsste. Weil Elfen aber sehr wenig Zeit und noch weniger Geduld haben, kürzte er das Verfahren dieses Mal ausnahmsweise ab: Elfe 12 bekam einen Fragebogen mit dreißig Fragen vorgelegt, von denen sie mindestens zwanzig richtig beantworten musste, um für die Straße tauglich zu sein. Mit gesundem Elfenverstand gelang es ihr sogar, 26 Fragen richtig zu beantworten. Damit hatte sie zumindest die theoretische Prüfung bestanden. Nun lud Herr Tiersch Elfe 12 zu ihrer ersten Fahrstunde ein: Die Azubi-Elfe durfte tatsächlich auf der Fahrerseite ins Auto steigen. Das aber war wieder einmal nicht einfach: Die Elfenflügel mussten erst schmerzfrei verstaut werden. Nachdem das gelungen war, konnte es los gehen! Der Fahrlehrer erklärte seiner Schülerin die Position und Bedeutung von Kupplung, Bremse und Gas und schon hüpfte das Elfenmobil über den Parkplatz vor der Fahrschule. Sehr viel weiter ging die Reise dann auch nicht: Ein gelassener Fahrlehrer und eine blass gewordene Elfe entstiegen dem fahrschuleigenen PKW. Auch wenn Herr Tiersch den ersten Fahrversuch der Azubi-Elfe durchaus optimistisch beurteilte, entschied diese sich, sich in Zukunft lieber wieder auf Elfenweise fortzubewegen: nämlich zu fliegen und das Fahren mit irgendwelchen merkwürdig aussehenden Blechapparaten lieber den Menschen zu überlassen. Bis Elfe 12 am 02. Oktober erstmals in der neuen Musicalrevue der Uckermärkischen Bühnen Schwedt, „Durchgeknallt im Elfenwald“, zu sehen sein wird, hat sie sich aber hoffentlich wieder von ihrem Schock erholt.

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12. Juli 2010 - Eine Elfe wird berühmt

Nachdem Elfe 12 seit mehreren Wochen in Schwedt unterwegs ist, um die Menschen und ihre Gewohnheiten kennenzulernen, haben auch schon viele Menschen sie kennen gelernt. Und da die Menschen die aufgeweckte Azubi-Elfe mögen, hatte Intendant und Regisseur Reinhard Simon die Idee, ein Plakat von Elfe 12 herstellen zu lassen. Er beauftragte Theaterfotograf und Grafiker Udo Krause, ein Plakat für die neue Musicalrevue „Durchgeknallt im Elfenwald“ zu entwerfen, auf dem Elfe 12 zu sehen ist. Udo Krause machte sich viele Tage lang Gedanken. Und dann verabredete er sich mit Elfe 12 zum Fotoshooting, bei dem beide trotz aller Anstrengungen viel Spaß hatten. Udo Krause ließ die neugierige Elfe schweben, zaubern, lächeln und tanzen. Er machte sehr viele Fotos von ihr, mit denen er sich dann mehrere Tage in seinem Labor einschloss. Was dort geschah, ist ein wohl gehütetes Geheimnis. Als der Fotograf und Grafiker nach nächtelangen Arbeitssitzungen wieder ans Tageslicht kam, hatte er jedenfalls drei Plakatentwürfe unter dem Arm: Drei mal Elfe 12. Und jeder, der sie sah, war begeistert. Dennoch musste eine Entscheidung getroffen werden: Nur einer der drei Entwürfe kann realisiert werden. Deshalb bitten wir Sie – das Publikum – um Hilfe: Beteiligen Sie sich an unserem Voting und geben Sie Ihre Stimme für einen der drei Plakatentwürfe von Udo Krause ab!

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10. Juli 2010 - Eine Elfe allein im Bus

Bei ihren nächtlichen Streifzügen durch die Uckermärkischen Bühnen Schwedt stieß Elfe 12 in der vergangenen Woche auf die Anzeigentafel der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft mbH, die an der Theaterkasse über den Bus-Fahrplan informiert. Das interessierte die neugierige Azubi-Elfe: Was ist ein Bus? Wie sieht er aus und wie macht man das: Bus fahren? Woher weiß der Bus, wann man mit ihm fahren möchte? Da Elfe 12 inzwischen gelernt hat, dass sie die befriedigendsten Antworten auf ihre vielen Fragen immer vor Ort bekommt, machte sie sich also auf den Weg zur UVG. Dort traf sie Manuel Neteck, der an diesem Abend die Spätschicht fuhr, und erzählte ihm von ihrem Anliegen: Bus fahren wollte sie! Der junge Busfahrer erklärte der Azubi-Elfe, dass sie zuerst einmal einen Fahrschein erwerben müsste, der es ihr dann erlauben würde, den Bus zu benutzen. Das beunruhigte die Elfe jedoch, denn für den Erwerb eines Fahrscheins fehlte ihr das nötige Geld, wie sie erfahren musste. Herr Neteck drückte ein Auge zu und fuhr mit der aufgeregten Elfe eine kleine Extrarunde. Dabei stellte Elfe 12 aber wieder einmal fest, dass Sitzplätze für Menschen keine Rücksicht auf die besonderen Anforderungen von Elfenflügeln nehmen: Sie brauchte mehrere Anläufe, bis sie sich endlich bequem auf einen Fahrgastplatz setzen und den Blick aus dem fahrenden Bus genießen konnte. Anschließend durfte sie sich auch einmal hinter das Steuer des Busses setzen, aber natürlich nicht fahren: Schließlich konnte die Azubi-Elfe, die seit einigen Wochen das Leben der Menschen in Schwedt studiert, keinen Führerschein vorweisen. Manuel Neteck war so freundlich, ihr auch die Werkstatt zu zeigen und mit ihr unter einen Bus zu schauen, da es die Elfe sehr interessierte, was denn nun wirklich alles nötig sei, um so einen großen Bus in Bewegung zu setzen. Was ihr besonders gefiel, war, dass es einen ganz besonderen Bus gibt: Den Theaterbus, der die Theaterbesucher, die nicht aus Schwedt sind, an bestimmten Tagen vor der Vorstellung ins Theater und nach der Vorstellung wieder nach Hause bringt. Das wird ja dann auch diejenigen Zuschauer betreffen, die sie selbst ab dem 02. Oktober in der neuen Musicalrevue der Uckermärkischen Bühnen „Durchgeknallt im Elfenwald“ besuchen werden! Und vielleicht wird auch Elfe 12 dann noch einmal mit dem Bus fahren ...

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30. Juni 2010 - Elfe 12 auf Streife

Seit einigen Wochen spaziert Elfe 12, die ab dem 02. Oktober in der neuen Musicalrevue der Uckermärkischen Bühnen „Durchgeknallt im Elfenwald“ auftreten wird, allnächtlich durch die langen Gänge des Theaters. Bei ihren Wanderungen hat die wissbegierige Azubi-Elfe Carmen Haase von der WDU Dienstleistung GmbH kennen gelernt, die an der Pforte des Theaters arbeitet. Von ihr hat sie erfahren, dass ein Pförtner sehr viel mehr tut, als darauf aufzupassen, wer ein Gebäude betritt. Zumindest an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt ist er auch die zentrale Telefonvermittlung, ein Informationsbüro und trägt sehr viel Verantwortung für den Schutz des großen Objektes. Besonders beeindruckt zeigte sich Elfe 12 davon, dass alle Mitarbeiter des Sicherheitsservice der WDU Dienstleistung GmbH eine Uniform zu tragen haben. Und weil sie immer alles ganz genau wissen will, hat die Azubi-Elfe persönlich in der WDU Dienstleistung GmbH vorbeigeschaut. Dort erfuhr sie von Marcel Weiß, dass das Unternehmen nicht nur Sicherungsleistungen für Personen, Gebäude, Veranstaltungen und vieles mehr anbietet, sondern auch Transport- und Reinigungsdienstleistungen. Am meisten interessierte sich Elfe 12 aber immer noch für die Uniformen der Mitarbeiter: Ihr erschien es völlig abwegig, dass mehrere Menschen exakt dieselbe Kleidung tragen, damit sie für andere Menschen auf den ersten Blick als Mitglieder einer bestimmten Berufsgruppe erkennbar sind. Im Elfenwald ist Individualität in Flügel- und Kleiderwahl oberstes Gebot: Es gibt keine zwei gleich aussehenden Elfen – niemals. Und deshalb wollte Elfe 12 zu gern ausprobieren, ob auch sie wie ein richtiger Security-Mitarbeiter – oder eine Security-Elfe – aussieht, wenn sie eine solche Uniform trägt. Sie durfte auch wirklich eine anprobieren. Die war zwar etwas groß und Elfe 12 musste natürlich zwei Löcher für die Flügel in Hemd und Pullover schneiden. Aber dann sah sie Herrn Weiß schon ein wenig ähnlich. Sehr interessant fand die Azubi-Elfe auch, dass die Bewachung von Personen und Objekten ein Ausbildungsberuf ist. Das erfuhr sie von Marcel Weiß während einer gemeinsamen Objektbegehung auf dem Betriebsgelände der WDU Dienstleistung GmbH, bei der Elfe 12 alle Aufgaben einer richtigen Security-Kraft zu erfüllen hatte. Aber die sind streng geheim!

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23. Juni 2010 - Elfe 12 in der Notaufnahme

Nachdem die Azubi-Elfe aus der neuen Musicalrevue der Uckermärkischen Bühnen „Durchgeknallt im Elfenwald“ sich nun schon seit einigen Wochen unter den Schwedtern bewegt und ihre Gewohnheiten kennen lernt, war sie zu dem Schluss gekommen, dass sie auch so schöne runde Ohren haben möchte wie die Menschen. Elfe 12 machte sich also auf den Weg in die Notaufnahme des Asklepios Klinikums. Dort traf sie zuerst auf Schwester Carolin. Die junge Schwester ließ die Elfe ein Anmeldeformular ausfüllen und erklärte ihr, dass sie sie – da sie keinen Ausweis einer gängigen Krankenkasse vorweisen konnte – nur als Privatpatientin aufnehmen könne und sie deshalb die Behandlungskosten selbst tragen müsse. Sie zeigte der ängstlichen Elfe die vier Räume der Rettungsstelle und erklärte ihr die einzelnen Geräte, die der Lebensrettung dienen. Dann wurde Elfe 12 in das Behandlungszimmer zum Dienst habenden Arzt geführt. Dr. Rieger befragte die Elfe zum Grund ihres Kommens. Als sie ihm aber beichtete, dass sie gern so runde Ohren hätte wie die Menschen, schüttelte er den Kopf: „Mit Ihren Ohren können Sie hören, was die Menschen zwischen den Zeilen sagen. Die sind viel zu schön, als dass wir sie Ihnen abnehmen sollten. Viele Menschen wären froh, wenn sie so schöne Ohren hätten.“ Stattdessen stellte der Facharzt für Orthopädie jedoch eine leichte Fehlstellung des rechten Flügels fest. Auf seine Frage, ob die Azubi-Elfe möglicherweise in jüngerer Vergangenheit einmal abgestürzt sei, verneinte diese. Das änderte allerdings nichts an seinem Urteil, dass der Flügel „ganz schief“ sei und man mit ihm „nur noch Kurven fliegen“ könne. Dr. Rieger untersuchte den Flügel, verband ihn und meinte, dass der Verband nach zwei Wochen wieder entfernt werden könne und bis dahin alles in Ordnung gekommen sein müsse. Andernfalls solle sich Elfe 12 noch einmal vorstellen. Gegen den zuvor schon festgestellten leichten Bluthochdruck verabreichte er der Elfe eine Spritze direkt in den Flügel und ermahnte sie, bei den bald beginnenden Tanzproben gut auf sich und ihre Flügel acht zu geben. In ihrem Ausbildungsnachweis bescheinigte ihr der freundliche Arzt u. a., dass sie es in dieser Nacht gelernt habe, stolz auf ihre schönen Ohren zu sein.

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16. Juni 2010 - Elfe 12 erlernt Bäckerhandwerk

In der vergangenen Woche besuchte die Azubi-Elfe aus der neuen Musicalrevue der Uckermärkischen Bühnen „Durchgeknallt im Elfenwald“ die Konditorei Schäpe. Elfe 12 wollte herausfinden, wie Brot und Brötchen entstehen, nachdem sie beobachtet hatte, dass die Menschen davon jeden Tag große Mengen verzehren. Das Thema interessierte sie sehr, da Elfen sich ausschließlich von Blumennektar ernähren und ihnen feste Nahrung völlig unbekannt ist.

In der Konditorei begrüßte sie Bäckermeister Frank Schäpe persönlich. Er zeigte der neugierigen Elfe die Backstube und erklärte ihr, wie Teig geknetet wird und daraus Brot und Brötchen entstehen. Diesmal durfte Elfe 12 sogar selbst mit anpacken und musste dabei feststellen, dass das Bäckerhandwerk durchaus anstrengend ist und viel Kraft erfordert: Nicht nur das Teigkneten gestaltete sich für die zarte Elfe schwierig, auch das Ziehen der vollen Backbleche aus dem Ofen war eine echte Herausforderung. Gott sei dank stand Frank Schäpe ihr stets mit Rat und Tat zur Seite und erklärte ihr auch gern einen Arbeitsgang ein zweites Mal. 25 Brötchen- und 20 Brotsorten neben zahlreichen preisgekrönten Kuchen und Torten werden jede Nacht in seiner Backstube gebacken und am nächsten Morgen in insgesamt vier Filialen in der ganzen Stadt verkauft. Und so erklärt sich auch, dass die Bäcker keineswegs eine Pause haben, wenn die gefüllten Backbleche endlich im Ofen sind, wie Elfe 12 feststellen musste: Wenn ein Arbeitsgang erledigt ist, wartet auf die Bäcker schon der nächste.

Mehrere Arbeitsgänge laufen stets parallel, was in der engen Backstube ein gut eingespieltes Team voraussetzt. Die Azubi-Elfe jedenfalls war sehr beeindruckt von den schnellen und sicheren Handgriffen der Bäcker. Ihr eigener Einsatz überzeugte den strengen Bäckermeister hingegen nicht so ganz: Immer wieder musste er nacharbeiten, damit der hohe Qualitätsstandard, den er sich gesetzt hat, gewahrt blieb. Trotzdem hat am nächsten Morgen wenigstens ein Kunde der Konditorei Schäpe ein „Elfenbrot“ gekauft, worauf Elfe 12 dann doch nicht wenig stolz war. Sie wird sich von ihren kleinen Missgeschicken jedenfalls nicht entmutigen lassen und sich auch weiterhin in der Stadt umsehen, um die Menschen und ihre Gewohnheiten kennen zu lernen.

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12. Juni 2010 - Elfe 12 unter Bikern

Am frühen Abend des 12. Juni wurde Elfe 12, die ab dem 2. Oktober 2010 in der neuen Musicalrevue der Uckermärkischen Bühnen „Durchgeknallt im Elfenwald“ auftreten wird, empfindlich in ihrer Ruhe gestört. Da sich die Azubi-Elfe sehr für das Leben der Menschen interessiert, machte sie sich auf die Suche nach der Ursache der ohrenbetäubenden Geräuschkulisse. Ihre feinen Ohren führten sie zum Asklepios Klinikum, wo sie sich plötzlich unzähligen Menschen gegenüber sah, die alle ähnlich gekleidet waren und sich auf merkwürdigen Maschinen bewegten. Elfe 12 ließ sich erklären, dass sie hier eine ganz besondere Spezies Mensch vor sich habe: Biker. Und dass diese Biker sich von ihren gleichgesinnten Artgenossen noch dadurch unterschieden, dass sie das Angenehme mit etwas Gutem und wirklich Nützlichem verbanden: Sie spendeten Blut. Allein an diesem Tag wurden 92 Freiwillige zur Blutspende zugelassen. Dieses Engagement imponierte der Azubi-Elfe. Ebenso angetan war sie von der freundlichen Aufnahme unter den Bikern. Besonders die Männer vom ATROX MC Eckernförde kümmerten sich aufmerksam um Elfe 12 und trugen sie im wahrsten Sinne des Wortes auf Händen. Allerdings soll auch nicht verheimlicht werden, dass die junge Azubi-Elfe bei dieser Gelegenheit ein wenig über die Strenge schlug: Infolge Alkoholkonsums – wenn auch in geringen Mengen – zog ihr Elfenkönig Oberon als verantwortlicher Ausbilder und bekennender Feind stimulierender Getränke einen Punkt auf dem Weg zum Elfen-Diplom ab. – Da Elfe 12 mit diesen Konsequenzen aber erst später konfrontiert wurde, hatte sie zuvor noch viel Spaß unter den Bikern: Nachdem sie zum Beispiel den Wunsch geäußert hatte, selbst einmal auf einem „Bike“ zu fahren, fand sie auch bald einen netten Herrn, der sie auf eine Spritztour mitnahm. Da das Gefühl beim Motorradfahren dem beim Fliegen vergleichbar ist, machte das der jungen Elfe unglaubliches Vergnügen.

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10. Juni 2010 - Elfe 12 wird Schwedter Bürgerin

Seit einer Woche ist Elfe 12 in Schwedt unterwegs. Die Azubi-Elfe soll die Menschen und ihre Gewohnheiten studieren, bevor sie am 02. Oktober 2010 in der neuen Musicalrevue der Uckermärkischen Bühnen „Durchgeknallt im Elfenwald“ von Elfenkönig Oberon ihr Diplom bekommt. Doch dazu musste sich Elfe 12 erst einmal anmelden, denn ohne Meldeadresse kann sie keine Beschäftigung aufnehmen.

Also ging sie – gegen Elfengewohnheit am frühen Morgen, da sie in einer Behörde beim besten Willen in der Nacht niemanden antreffen würde – ins Schwedter Rathaus. In der Meldebehörde begrüßte sie ein verblüffter Roland Dittebrandt. Nachdem er sich von seiner Überraschung erholt hatte, klärte er die wissbegierige Elfe darüber auf, dass sie eine Adresse haben müsse, um sich anmelden zu können, und dass dies nicht die Adresse der Uckermärkischen Bühnen sein könne. Wenn das noch ein lösbares Problem war, brachte der gewissenhafte Beamte Elfe 12 doch in arge Verlegenheit, als er sie nach ihrem Pass fragte. Elfen haben schließlich keine Ausweispapiere. „Wie sind Sie denn ohne Pass nach Deutschland eingereist?“ Sie gestand, dass sie mitten in der Nacht einfach über die Grenze hinweg geflogen war.

Immerhin lernte Elfe 12 an diesem Vormittag, dass sie Ausländerin ist. Das hatte sie bisher gar nicht gewusst. Sie lernte außerdem, dass sie auch von Herrn Dittebrandt keine Ausweispapiere bekommen würde, da dafür die Botschaft des jeweiligen Herkunftslandes zuständig ist. Der freundliche Beamte erklärte Elfe 12 auch, dass der Datensatz, den er jetzt über sie angelegt habe, normalerweise fünf Jahre aufgehoben werden würde. „In diesem besonderen Fall heben wir ihn aber für immer auf!“ strahlte der gutgelaunte Herr Dittebrandt. Nachdem Elfe 12 ihren Datensatz digital unterschrieben hatte und der „Zuzug für die selektierte Person abgeschlossen“ werden konnte, begrüßte Roland Dittebrandt Elfe 12 als Neubürgerin der Stadt Schwedt/Oder und überreichte ihr das Begrüßungsgeschenk des Bürgermeisters, das jeder Neubürger bekommt. „Liebe Elfe, dann wünsche ich dir einen schönen Aufenthalt in Schwedt!“, verabschiedete sich der freundliche Beamte, für den die Anmeldung einer Elfe das kurioseste Erlebnis seiner bisherigen Laufbahn war.

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2. Juni 2010 - Elfenalarm in der MOZ!

Am vergangenen Montag wurde Redaktionsleiter Dietmar Rietz in der Schwedter Lokalredaktion der Märkischen Oderzeitung zu vorgerückter Stunde von einer außergewöhnlichen Besucherin überrascht: Elfe 12, derzeit in Ausbildung befindlich, ließ sich von ihm in die Geheimnisse des Zeitungmachens einweihen.

Die junge Elfe war erst wenige Stunden zuvor im Hauptfoyer der Uckermärkischen Bühnen gelandet. Hier wird sie ab 2. Oktober zusammen mit ihren Mitelfen in dem neuen ubs-Musical „Durchgeknallt im Elfenwald“ auftreten. Da Elfe 12 aber eine Azubi-Elfe ist, hat sie bis dahin noch sehr viel zu lernen. Dem Auftrag ihres Ausbilders entsprechend fand sie sich also sofort nach ihrer Landung in der Theaterkantine ein, wo sie die Formulare für ihre Ausbildungsnachweise in Empfang nahm. Zufällig entdeckte sie bei dieser Gelegenheit „ein großes, mehrfach gefaltetes und mit vielen schwarzen Zeichen und bunten Bildern bedrucktes Papier“, das von den Menschen offenbar rege zur Kenntnis genommen wurde und dem sie große Bedeutung beimaßen. Da ein zentraler Bestandteil ihrer Ausbildung ist, die Menschen und deren Gewohnheiten zu studieren, machte sich Elfe 12 auf den Weg, Herkunft und Bedeutung dieses Papiers zu erfragen.

So kam Elfe 12 gegen 21 Uhr in die Lokalredaktion der MOZ, wo Dietmar Rietz noch bei der Arbeit war. Er erklärte der neugierigen Azubi-Elfe nicht nur, wie die populäre Tageszeitung entsteht, sondern auch wie der Tagesablauf eines Journalisten aussieht. „Wer hier arbeitet, ist Hochleistungssportler!“ fasste er respektvoll zusammen. Er bezog sich dabei nicht nur auf die langen Arbeitstage, die um 8 Uhr beginnen und mitunter bis in die Nacht hinein dauern. Er berichtete auch von engagierten und an den berührenden und motivierenden Geschichten der Uckermärker interessierten Journalisten, die sich als Chronisten der Zeitgeschichte verstehen. Zum Abschied schenkte Rietz der Elfe die Horoskopseite, die erst am nächsten Tag erscheinen würde: „Das ist das erste Mal, dass ich einer Elfe ein Horoskop gegeben habe!“ In ihrem Ausbildungsnachweis bestätigte er der Azubi-Elfe u. a., dass sie neugierig sei und schlug ihr vor, eine eigene Zeitung für den Elfenwald zu gründen: Die Elfen-Post. Diese Aufgabe nahm Elfe 12 sofort mit Begeisterung in Angriff: Ab sofort kann man die Elfen-Post wöchentlich auf www.theater-schwedt.de lesen. Und um die neue Bekanntschaft zu pflegen, wird auch die MOZ in den kommenden Wochen von den Abenteuern der Elfe berichten.

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