Schauspiel Premieren - Spielzeit 2008/2009 (10)

18. Oktober 2008

Nicht schummeln, Liebling!

„An diesem Tag ist alles dran,
heut hat die Sonne
heiße Höschen an ...“

Nach dem gleichnamigen DEFA-Film von Joachim Hasler und Heinz Kahlow in einer Bühnenfassung der Uckermärkischen Bühnen Schwedt.

Nach „Sonnenallee“ bringen wir für Sie wieder eine Filmadaption auf die Bühne, die alles hat, was Sie sich wünschen: eine urkomische Siebziger-Jahre-Story, ganz viel mitreißende Musik mit hohem Suchtfaktor, Fußballeuphorie wie zur EM und ein Happy End mit Gänsehautgarantie.
URAUFFÜHRUNG

 

27. November 2008

Aschenputtel / Kopciuszek

Während Stiefschwester Pimpinella von ihrer Mutter für den königlichen Hofball herausgeputzt wird, muss Aschenputtel auf dem Gutshof schwere Arbeit verrichten. Kater Karli und Katze Kasia sind ihre einzigen Freunde.
Auch Prinz Adrian vom Küstenland hat so seine Sorgen: Auf dem Hofball soll er eine Gemahlin wählen, obwohl er viel lieber noch Abenteuer erleben und träumen möchte. Der königliche Herold Volker hat alle Hände voll damit zu tun, auf den Prinzen aufzupassen. Als dieser entwischt und zufällig Aschenputtel trifft, finden beide Gefallen an ihrem gemeinsamen Spiel. Doch Aschenputtel schämt sich, weil sie arm und schmutzig ist, und flieht.
Es scheint so, als ob sich die beiden nie wiedersehen werden. Doch glücklicherweise helfen Kater Karli, Katze Kasia und die Zaubertäubchen in der Not...
PREMIERE

 

12. Dezember 2008

Der Gott des Gemetzels

(Le Dieu du Carnage)

Zwei Elternpaare sitzen bei Kaffee und Kuchen zusammen, um „vernünftig“ und „pädagogisch“ im Clinch ihrer beiden Söhne zu vermitteln. Doch je länger das Gespräch dauert, desto chaotischer beginnen sie, sich zu gebärden. Aus verbalen Attacken werden Handgreiflichkeiten. Das ursprünglich so betont gesittete Gipfeltreffen entartet zur alkoholgeschwängerten Saalschlacht, in der jeder gegen jeden kämpft, und das mit allen verfügbaren Mitteln.
1.PREMIERE

 

13. Februar 2009

EiferSucht

Drei Frauen durchleben alle Höhen und Tiefen der Eifersucht. Ihre Lebensgeschichten werden miteinander verwoben durch einen Mann: den Anwalt Lazlo Staviski. Der Mittfünfziger ist mit Helen, ebenfalls Mitte Fünfzig und Anwältin, glücklich verheiratet. Doch eines Tages bekommt Helen ein Fax von einer gewissen Yana Stern, 40 Jahre, Architektin, die im selben Hochhauskomplex wie die Staviskis ein Penthouse bewohnt. Yana informiert Helen darüber, dass sie mit Lazlo ein Verhältnis habe. Sie fordert von der älteren Rivalin, ihren Mann freizugeben. Lazlo zieht vom 24. in den 30. Stock; aus dem Bett von Helen in das von Yana. Ein halbes Jahr später wendet sich das Blatt: Nun ist es Helen, die ein Fax an Yana schreibt und ihr mitteilt, dass Lazlo sich nunmehr im 19. Stock mit der 25jährigen Studentin Iris vergnügt. Die Geschichte scheint sich zu wiederholen: Lazlo zieht aus dem Penthouse aus und in die Einraumwohnung der Studentin ein. Jetzt ist es Yana, die wutentbrannte Faxe an Iris schickt, während Helen die ganze Geschichte aus ironischer Distanz kommentiert. Doch nach einem weiteren halben Jahr mischen sich die Karten abermals neu: Nun ist es die Buddhistin Iris, die sich den Tücken der Eifersucht ausgesetzt sieht ...
1.Premiere

 

20. Februar 2009

Noch ist Polen nicht verloren

Schauspiel von Jürgen Hofmann nach Melchior Lengyel

Posen, 1939. Im Stadttheater wird das Stück „Gestapo“ geprobt. Doch die Premiere und alle weiteren Vorbereitungen werden vom Staatsschutz wegen des „Zurschaustellens von Uniformen und Symbolen des deutschen Nationalsozialismus“ verboten. Statt dessen wird nun jeden Abend „Hamlet“ gespielt – mit Josef Tura in der Titelrolle. Dessen Frau Maria, Darstellerin der Königin, pflegt während seines Monologs „Sein oder Nichtsein“ ein Verhältnis mit dem jungen Fliegeroffizier und polnischen Patrioten Andrzej Stasnik, der sich im polnischen Untergrund engagiert. Als er aus London brisante Informationen mitbringt und die Gestapo auf ihn aufmerksam wird, holen die Turas und ihre Kollegen noch einmal Bühnenbild und Kostüme des verbotenen Stückes hervor, um der Politik mit den Mitteln des Theaters beizukommen. Doch dann fällt der eifersüchtige Tura aus seiner Rolle eines Gestapo-Gruppenführers ...

Mit seiner Verfilmung der Komödie unter dem Titel „Sein oder Nichtsein“ schuf Ernst Lubitsch 1942 einen Filmklassiker, der für einen Oscar nominiert wurde und von der Bundeszentrale für politische Bildung für die Arbeit im Unterricht empfohlen wird.
Premiere

 

11. April 2009

Ostern klassisch: Faust auf Faust

Goethes Faust-Tragödien komplett an einem Tag

Zum nunmehr achten Mal zeigen die Uckermärkischen Bühnen Schwedt am Ostersamstag beide Teile des „Faust“ aufeinanderfolgend an einem Tag.

 

17. April 2009

Lieber Herr Herricht ... Lieber Herr Preil!

Wer erinnert sich nicht: „Ich will doch wieder etwas von Ihnen lernen!“ – Mit dieser Floskel brachte der naive Rolf Herricht den oberlehrerhaften Hans-Joachim Preil immer wieder dazu, dem Kleineren etwas erklären zu wollen. Diese didaktischen Erklärungsversuche, die gänzlich scheiterten, führten dann meist zu dem freudigen Ausruf Herrichts: „Jetzt spielen wir wieder!“ – was jede Szene des ungleichen Paares in absurder Komik und dem triumphalen Sieg des bauernschlauen Herricht gipfeln ließ.

Herricht und Preil – Namen, die zum Markenzeichen wurden. Fast drei Jahrzehnte führte das populärste Komikerduo der DDR gemeinsam Sketche auf, die ihre Neuauflage nun auf der Schwedter Bühne erleben.
Premiere

 

23. April 2009

Die Abenteuer des Tom Sawyer

Abenteuerstück nach dem Roman von Mark Twain
für die Bühne eingerichtet von Marco Süß

Tom Sawyer lebt bei seiner Tante Polly in St. Petersburg am Mississippi. Ein verschlafenes Nest, in dem kaum was passiert, wenn nicht gerade Tom und Huck einen Streich aushecken. Am liebsten denken sie sich Streiche aus, mit denen sie Tante Polly und die anderen Kleinstadtbewohner zur Verzweiflung bringen. Außerdem ist Tom in Becky Thatcher verliebt und stellt allen möglichen Blödsinn an, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Doch dann passiert es, Tom und Huck geraten in ein echtes Abenteuer und das völlig überraschend. Als sie sich um Mitternacht auf dem Friedhof treffen, um Toms Warze wegzuzaubern, werden sie Zeugen eines schauerlichen Verbrechens. Jetzt sind Tom und Huck in wirklicher Gefahr. Also verschwinden sie und beschließen, Mississippi Piraten zu werden. Als ihr Gewissen sie zurück treibt, erwartet sie etwas, dass sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorgestellt hatten.

Der 1876 erschienene Abenteuerroman des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain gehört zu den Klassikern der Jugendbuch-Literatur. Twain schuf mit seinen witzig, durchtriebenen Jugendfiguren ein Gegenkonzept zu den damals üblichen Kinderbüchern über Musterknaben und brave Mädchen.

Theaterspektakel mit Musik für die ganze Familie.
Premiere

 

30. April 2009

The Story of Bonnie and Clyde

Ein Roadmovie in Schwarzweißbldern, handkoloriert von Sandra Pagel

Bonnie Parker und Clyde Barrow machten in den Jahren der Weltwirtschaftskrise die Vereinigten Staaten unsicher: Gemeinsam mit Clydes älterem Bruder Buck und dessen Frau Blanche überfiel das Pärchen Lebensmittelgeschäfte und Tankstellen, raubte Banken und Waffenlager aus.
Vier junge Menschen ohne Zukunft suchen auf ihrem Weg durch ein verunsichertes Land nach ihrem Platz im Leben. Sie entscheiden sich gegen das Leben ihrer Eltern, die sie ihr Leben lang haben erfolglos schuften sehen, und für einen drastischen, wenn auch kurzen Weg: Wir würden draufgehen. Das war mal sicher. Die Frage war nur: Wann?
Regisseur Olaf Hilliger erzählt vor dem Hintergrund historischer Ereignisse eine Geschichte über junge Leute von heute.

Premiere

 

26. Juni 2009

Die drei Musketiere

Die drei Musketiere von Axel Plogstedt nach dem Roman von A. Dumas

Wir zeigen Ihnen:

die Geschichte D’Artagnans, eines Bauernjungen aus der Gascogne, der in die Welt zog, um das Fürchten zu verlernen.

Sie erleben:

wie er zuerst Anstoß erregt bei drei Musketieren des Königs, bis ein Zusammenstoß mit den Wachen des Kardinals durch einen Vorstoß D’Artagnans mit einem Stoßgebet der Kardinalswachen endet und Hauptmann de Tréville aus den drei Musketieren vier macht.
Sie werden Zeuge:
einer erregenden Liebesgeschichte zwischen der schönen Anne, Königin von Frankreich, und dem strahlenden Buckingham, Herzog der Briten.
Kein Auge bleibt trocken, wenn D’Artagnans Diener Planchet seinem Herrn beisteht.
Kein Herz bleibt ungerührt, wenn unser Held das seine an die kleine Constanze Bonacieux verliert.
Kein Nerv bleibt ruhig, wenn Mylady Winter, ein Dämon in Frauenkleidern, ihr unheilvolles Spiel treibt.
Und keine Missetat bleibt ungestraft!

Nach zehn Jahren kehren „Die drei Musketiere“ auf die Schwedter Parkbühne zurück!
Premiere, Spektakel ab 19:30 Uhr