Schauspiel Premieren - Spielzeit 2005/2006 (9)

1. Oktober 2005

Mauerkinder

Musical

Regie: Frieder Venus
Tom und Suse – beide Ende 20 – leben, lieben und arbeiten in Berlin, der Hauptstadt der DDR. Der Archäologe Tom zählt in Brandenburg die Findlinge, weil er als leiblicher Sohn eines amerikanischen GIs das kleine Land zwischen Elbe und Oder nicht verlassen darf. Um das zu ändern, will ihn sein Stiefvater überreden, in die Partei einzutreten – vergeblich, wie sich bald zeigt. Die Logopädin Suse hingegen erschwindelt eine Wohnungszuweisung für Marzahn, um ihrer Beziehung zu Tom endlich eine Perspektive zu schaffen. Als ihr Schwiegervater den Betrug meldet, soll sie nicht nur die Wohnung zurückgeben; ihr drohen wegen Urkundenfälschung außerdem ernsthafte Schwierigkeiten. In dieser Situation entschließt sich das Pärchen zur Flucht. Auf getrennten Wegen verlassen Suse und Tom die DDR: Sie kommt durch, er wird gefasst. Während Suse in Westberlin auf Tom wartet, sitzt der in Ostberlin in Untersuchungshaft. Als sie davon erfährt, kommt sie zurück in die DDR. Zur gleichen Zeit lässt Tom sich von seinem Stiefvater zur Abschiebung in den Westen überreden...


Werner Karma wurde in der DDR durch seine Songtexte für Pension Volkmann, electra und Silly bekannt; seit 1989 schrieb er auch für City, die Puhdys, die Zöllner und Veronika Fischer. Mit Arnold Fritzsch arbeitete Karma erstmals Ende der 1980er Jahre zusammen. Fritzsch hat sich als Sänger der Gruppe Kreis und Komponist einen Namen gemacht.

PREMIERE

 

8. Oktober 2005

Dinner for one - Dinner for you

Ein ganz besonderer Abend an den ubs.
Regie: Gösta Knothe
Mulligatawny-Suppe mag Miss Sophie besonders gern und den trockenen Sherry dazu: “The same procedure as every year, James.” Und wie jedes Jahr sind auch die längst verstorbenen Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom Gäste dieses skurril-komischen Geburtstagsmahls der alten Dame.
Seit Jahrzehnten amüsieren sich Millionen rund um den Erdball über James, den Butler, das Tigerfell und Miss Sophie bei ihrem Dinner zum 90. Geburtstag.
Wir servieren Ihnen diese köstliche Geschichte in unserer Theaterklause, entführen Sie danach in Gefilde der Uckermärkischen Bühnen, die Sie vielleicht noch nie gesehen haben. Wenn Sie dann mit neuen Einblicken zurückgekehrt sind, schlafen Miss Sophie und James längst und die Tafel in der Theaterklause ist nun für Sie gedeckt.
Dinner for you!
Genießen Sie ein Menü mit fünf Gängen und erlesenen Weinen und lassen Sie sich dabei mit Liedern, Gedichten und Balladen rund um die Genüsse der Sinne auf das Beste unterhalten.

PREMIERE

 

24. November 2005

Die Schneekönigin

nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen

Regie: Lutz Gotter
Die Kobolde haben heimlich Schabernack getrieben. Sie wollten den Engeln den Zauberspiegel des Teufels zeigen. Dabei ist er heruntergefallen und die Scherben flogen ringsumher in die weite Welt. Nun kann jede einzelne Scherbe gute Menschen in böse verwandeln, wenn sie sich in deren Herzen oder Augen bohrt.
Zwei dieser Scherben fallen mit den Schneeflocken auf den Jungen Kay. Er vergisst, was ihm lieb und teuer ist und folgt der Schneekönigin in ihr Reich, um herauszufinden, wie weit die Welt ist. Nachbarstochter Gerda, die ihn sehr vermisst, macht sich auf die Suche nach ihm. Auf ihrer langen Reise lernt sie die sonderbare Blumenfrau kennen, einen Raben und eine Krähe, eine Prinzessin und einen Prinzen, eine Räuberbande und ein Rentier, eine finnische Fischköchin und die Schneekönigin selbst. Diese hat Kays Herz erfrieren lassen.
Gerdas Liebe zu Kay vermag sein Herz zu rühren und die Schneekönigin zu besiegen.
Am Ende weiß Kay, dass die Welt so weit ist, wie die Sehnsucht reicht.

„Mein Leben ist ein freundliches Märchen“, sagte der dänische Dichter Hans Christian Andersen, der vor 200 Jahren, am 2. April 1805, zur Welt kam. Es war in der Tat so. Seine Geschichten, Gedichte, Reiseberichte und vor allem seine Märchen machten den armen Schusterjungen aus Odense weltberühmt und unsterblich.

PREMIERE

 

2. Dezember 2005

Lügen haben junge Beine

Komödie von Ray Cooney
Regie: Gösta Knothe
Gavin Smith (16) und Vicki Smith (15) haben sich im Chatroom kennen gelernt und sich zum Tee verabredet. Sie finden es sehr amüsant, dass ihre Väter außer dem Nachnamen noch etliche Gemeinsamkeiten mehr haben: den gleichen Vornamen, das gleiche Alter, den gleichen Beruf ... Sie ahnen noch nicht, dass sie den selben Vater haben, der seit beinahe 20 Jahren ein Doppelleben als glücklicher Bigamist führt. John Smith – erwähnter Bigamist – realisiert allerdings sehr schnell, in welcher prekären Situation er sich befindet, als er erfährt, dass Vicki Gavin zum Tee eingeladen hat. Von nun an haben all seine Handlungen nur noch ein Ziel: Seine Sprösslinge voneinander fern zu halten. Um das zu erreichen, ist er auf die Unterstützung seines Untermieters und einzigen Freundes Stanley angewiesen ...


Nachdem die Inszenierung „Außer Kontrolle“ in der Spielzeit 1997/98 ein überwältigender Lacherfolg wurde, kehrt der englische Komödienautor Ray Cooney auf die Bühne des intimen theaters zurück.

1.PREMIERE

 

24. Februar 2006

Nachtasyl.

(Szenen aus der Tiefe) Schauspiel von Maxim Gorki
Regie: Gösta Knothe
Michail Iwanowitsch Kostylew und seine Frau Wassilissa beherbergen in ihrem Asyl diverse gestrandete Existenzen: Säufer, Zuhälter, Prostituierte, Diebe und Todkranke. Als der alte Luka im Asyl einzieht, kommt Bewegung in die bunte Truppe: Der angebliche Pilger hat die Gabe, durch seine Reden jedem Leben einen Sinn einzureden und den Menschen Hoffnung zu geben. Luka unterstützt das Werben des Diebes Pepel um Natascha, die Schwägerin Kostylews. Ihre Schwester Wassilissa, die abgelegte Geliebte Pepels, vereitelt die Hochzeit jedoch, indem sie Pepels Wut auf Kostylew provoziert: Pepel erschlägt ihn, um die Misshandlungen seiner Braut zu rächen, und wird dafür verhaftet. Der alte Luka aber verschwindet in der Aufregung um den Toten spurlos ...


Ein bewegendes Stück über Menschen, die in einer schier ausweglosen Lage die Hoffnung auf ein besseres Leben nicht aufgeben wollen. Ein Stück über die Grenzen von Hoffnung und Glauben, wenn nur noch der Kampf ums nackte Überleben Denken und Handeln bestimmt und die Wahrheit bedeutungslos wird.

1.Premiere

 

24. Februar 2006

Für Männer verboten

Eine Comedy-Show mit Livemusik von den „Pantoffelhelden“ (alias „takayo“)


Strickmuster und Kochrezepte sind nicht unser Thema – in unserer Show erfahren Sie alles über die artgerechte Haltung von Männern. Wir führen Sie ein in die merkwürdigen Zusammenhänge zwischen Auto, Fußball und Bett und geben Ihnen diesen und jenen nützlichen Tipp zur geschickten Steuerung
dieser ... Menschenart.

Drei Ladies ziehen dreist und komödiantisch zugleich über die Männerwelt her und liefern Ihnen auf amüsante Weise Erkenntnisse über die verschlungenen Wege der Evolution. Sie sind dabei, wenn sich unglaubliche männliche Gehirnleistungen bei einem schlichten Ölwechsel entfalten und erfahren, was Männer und Hunde auf den ersten Blick nicht unterscheidet.
„Mann“ bekommt also einiges um die Ohren. Mit der Musik von den „Pantoffelhelden“ (alias „takayo“) ist ein amüsanter Abend garantiert.
Männer haben natürlich nur Zutritt mit weiblicher Begleitung.

Übrigens: Sollten Sie, liebe Damen, der Meinung sein, Ihr starkes Geschlecht ist zu schwach für unsere Show, dann geben Sie „ihn“ einfach bis zum Ende der Vorstellung in der Garderobe ab. Unser Servicepersonal wird darauf achten, dass er keine Dummheiten anstellt. So leid es uns tut, nach der Show müssen Sie ihn aber wieder mit nach Hause nehmen!

1.Premiere

 

6. April 2006

norway.today

Schauspiel von Igor Bauersima
Regie: Wolfram Scheller
Vor dem Hintergrund einer realen Begebenheit erzählt der Autor die Geschichte von Julie und August: Sie lernen sich in einem Chat kennen, in dem Julie jemanden sucht, der bereit ist, mit ihr gemeinsam zu sterben. Es gibt keinen konkreten Anlass für ihre Selbstmordabsichten, aber sie hat sich das Ganze sehr genau überlegt. Sie sieht keinen Grund, „noch eine Weile die Ressourcen der Erde zu plündern und zu warten, bis (mich) Krebs oder sonst eine Seuche von der Erdoberfläche kratzt.“ Gemeinsam suchen Julie und August am Rande eines norwegischen Fjords nach dem Echten, nach dem, was nicht „Fake“ ist und halten ihren langen Abschied von diesem Leben dabei auf Video fest.


“Endspiel im Eis. Was in der verknappten Nacherzählung den Kitsch zumindest zu streifen scheint, entgeht ihm auf der Bühne anstrengungslos. So klar, so prägnant, so unsentimental lässt die Aufführung, die szenisches und filmisches Geschehen perspektivreich miteinander verzahnt, die Figuren zu Grenzgängern ihrer Wahrnehmungen und Erfahrungen werden.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung über die Uraufführungsinszenierung)

PREMIERE

 

21. April 2006

Die Ente bleibt draußen!

Loriots dramatische Werke
Regie: Gunnar Dreßler
Die absoluten Highlights aus den mehr als erfolgreichen "Loriots dramatischen Werken" kommen in der Art des legendären „Loriot-Humors“ auf die Bühne unseres Theaters. Wer kennt nicht die knall-ulkigen Figuren wie Erwin Lindemann, den "Lottogewinner", Herrn und Frau Hoppenstedt aus der „Jodelschule“. Und wie verhält man sich als kultivierter Mensch, wenn man sich in der Badewanne seines Hotelzimmers unerwartet einem nackten, offensichtlich dem gehobenen Mittelstand angehörenden Herrn mittleren Alters gegenüber sieht?
Loriots humoreske Geschichten sind die Beobachtungen von Alltagserfahrungen des deutschen Normalverbrauchers. Er moralisiert nicht und vermittelt nicht den Eindruck, es besser als die Gegenstücke seiner Sketche zu wissen. Er ist Täter, Opfer und Komiker zugleich. Das, was Loriot in diesem Land stört, hat seine Wurzeln im Volk, sagt er selbst - und ist deswegen so volksnah.

1. PREMIERE

 

9. Juni 2006

Die lustigen Weiber von Windsor

Ritter Falstaff ist alt, fett und abgebrannt. Um sich aus seiner elenden Lage zu befreien, versucht er, sowohl mit Mrs. Page als auch mit Mrs. Ford ein Verhältnis zu beginnen und sich über diesen Umweg an die Vermögen der Männer heranzumachen. Doch die empörten Frauen zeigen sich gegenseitig Falstaffs plumpe Liebesbriefe und schwören Rache… 30 Minuten vor jeder Vorstellung werden Falstaff und seine Spießgesellen eine außergewöhnliche „Fußballweltmeisterschaft“ gegen die Bürger von Windsor spielen.
Achtung: Karten für die Vorstellungen sind ausschließlich an der Theaterkasse in den ubs und nicht mehr im Park erhältlich.
Mit diesem turbulenten Theaterspaß sind wir vom 25. August bis 1. September auch auf der Prenzlauer Freilichtbühne zu Gast.

PREMIERE