Schauspiel Premieren - Spielzeit 2006/2007 (12)

14. Oktober 2006

My Fair Lady

Der große Traum des Gossenmädchens Eliza Doolittle ist es, Verkäuferin in einem Blumenladen zu sein. Ihr Aussehen und der derbe Dialekt, den Eliza spricht, lassen sie keine Anstellung finden. So verkauft sie weiter Blumen auf der Straße – bis sie eines Tages dem Sprachforscher Prof. Henry Higgins in die Hände läuft. Er wettet, Elizas Traum verwirklichen zu können. Mehr noch: Nach sechs Monaten Sprach- und Anstandsunterricht will er sie der Welt als Herzogin präsentieren. Die Dressur gelingt: Ein paar gut und korrekt ausgesprochene Vokale und schon hält eine oberflächliche Gesellschaft die Blumenverkäuferin von der Straße für eine Grande Dame. Doch während sich Eliza tatsächlich zur selbstbewussten Frau entwickelt, hinterlässt der Erziehungsprozess bei Henry Higgins deutliche Spuren. Aus dem bekennenden Junggesellen ist ein Mensch geworden, dem es plötzlich nicht mehr egal ist, ob eine Frau ihn verlässt oder bei ihm bleibt und der sich sogar zu einer Liebeserklärung hinreißen lässt: „Eliza, wo zum Teufel sind meine Pantoffeln“ !
PREMIERE

 

24. November 2006

MOZART BIST DU

Schauspiel mit Musik von Matthias Dix

Was hatte Mozart von sich selbst? Nicht viel wie wir wissen. Am Ende seines kurzen dramatischen Lebens ein „einfaches allgemeines Begräbnis“ auf dem Wiener Friedhof St. Marxer. Dort beginnt das Stück von Matthias Dix mit einem verblüffenden Kunstgriff: Er lässt den toten Mozart aus dem Sarg steigen und behaupten „Genie ist Krankheit“. Der Schöpfer unsterblicher Musik, das unwiederholbare Genie hadert mit seinem Leben, möchte ein anderer sein, frei vom Zwang zu komponieren, ein Kaufmann vielleicht, ein besserer Ehemann, Doktor oder Anwalt. Auf keinen Fall Wolfgang Amadeus Mozart. Für dieses spielerische Experiment hebt Dix für seinen Mozart das Gesetz der Unwiderruflichkeit von Geschehenem auf und schickt ihn auf der Bühne in einen ebenso erhellenden wie amüsanten biografischen Rücklauf vom frühen Tod in Wien bis zur Geburt in Salzburg. Wichtige Stationen seines Lebens passieren in diesem Spiel mit der Zeit Revue und vor allem Menschen, die Mozart entscheidend geprägt haben. Da sind der übermächtige Vater, der für Mozart gleich nach Gott kommt, seine widersprüchliche Frau Constanze, der Komponist und große Widersacher Salieri, dem man unterstellt, das Genie Mozarts begriffen zu haben, und Schikaneder, der Librettist der „Zauberflöte“, der 20 Jahre nach Mozarts Tod im Irrenhaus krepierte. Udo Schneider spielt Wolfgang Amadeus Mozart und da ein Mozart-Stück ohne Musik undenkbar ist, singt Jean Rades Mozart-Melodien, am Klavier begleitet von Frank Petzold.
PREMIERE

 

27. November 2006

Rückkehr in die Smaragdenstadt

nach Alexander Wolkow
für die Bühne eingerichtet von Sandra Pagel und Gösta Knothe

Erinnert Ihr Euch noch an das Mädchen Elli-Dorotka im Wunderland Oz? Sie war gemeinsam mit ihren Freunden, dem Scheuch, dem Eisenmann und dem feigen Löwen in die Smaragdenstadt gezogen, um vom Zauberer Goodwin ihre sehnlichsten Wünsche erfüllt zu bekommen. Der Zauberer entpuppte sich als liebenswerter Schwindler und er verließ daraufhin die Smaragdenstadt. Aber der Scheuch wurde ihr kluger Herrscher, der Löwe zum König der Tiere, der Eisenmann regierte das Blaue Land und Elli-Dorotka kehrte nach Kansas zurück.
Fortan wollten alle glücklich und zufrieden leben. Doch der böse Tischler Urfin, ein zanksüchtiger Wunderlandbewohner, schafft sich mit Hilfe eines Zauberpulvers eine lebendige Holzsoldatenarmee, die ihm helfen soll, die Smaragdenstadt zu erobern. Durch Verrat gelingt es ihm, in die Stadt einzudringen und den Scheuch und den Eisenmann zu überwältigen. Höchste Zeit, die mutige Krähe Kaggi Karr zu Elli-Dorotka nach Kansas zu schicken. Diese macht sich mit ihrem Onkel Charlie Black auf den Weg ins Wunderland ... Wird sie es erneut schaffen, ihren Freunden zu helfen?

Wir erzählen Die Rückkehr in die Smaragdenstadt frei nach dem Kinderbuchklassiker Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten als abenteuerliche Geschichte für deutsche und polnische Kinder ab 5 Jahre in der Fortsetzung unseres vor zwei Jahren auf die Bühne gebrachten Märchens Der Zauberer der Smaragdenstadt.
PREMIERE (Uraufführung)

 

1. Dezember 2006

Der doppelte Sachsendreier

Ein Lene-Voigt-Theaterabend mit Live-Musik von „takayo“

Liebes Publikum, liebe Freunde in der Uckermark! Wir, die Band Takayo aus Leipzig, weisen Sie darauf hin, dass Sie im Folgenden das für Sie sprachlich gewohnte Terrain der rauen Härte des annähernd Hochdeutschen zugunsten der weichen Geborgenheit des sächsischen Dialektes verlassen werden....
1. PREMIERE

 

2. Februar 2007

Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern

Komödie von Peter Hacks
nach Johann Wolfgang von Goethe

Auf dem Jahrmarktsfest zu Plundersweilern treiben sich allerhand amüsante, obskure, gewitzte und bigotte Gestalten herum: Strolche, verkrachte Künstler, lüsterne Damen, Zaungäste, Schausteller und ein ganzes Theater, das – mit dem Bänkelsänger um die Gunst der geneigten Zuschauer konkurrierend – die Geschichte des Buches Ester aufführt: König Ahasveros lässt sich von Haman, dem höchsten Regierungsbeamten seines Reiches, einreden, dass der Onkel seiner Frau Ester ihm nach dem Leben trachte. Ahasveros verfügt die Hinrichtung Mardochais, der daraufhin seine Nichte und Adoptivtochter Ester anfleht, bei Ahasveros für sein Leben zu bitten. Widerstrebend läßt Ester sich darauf ein, das Gebot des Königs zu übertreten, dass niemand vor ihm erscheinen dürfe, den er nicht selbst gerufen habe
Premiere

 

15. Februar 2007

Animal Farm

THE AMERICAN DRAMA GROUP EUROPE – Gastspiel in englischer Sprache

Seit einigen Jahren präsentieren die ubs große Werke der englischen Literatur in Zusammenarbeit mit THE AMERICAN DRAMA GROUP EUROPE in Schwedt. Im Februar 2007 gastiert die renommierte Theatergruppe mit George Orwells Animal Farm, einem Meisterwerk der politischen Satire, 1945 entstanden.


Auf der Farm von Mr. Jones kommt es zum Aufstand der Tiere gegen ihren Herrn. Sie wollen in Zukunft frei leben. Der revolutionäre Plan, die Farm gemeinsam zu führen, scheitert jedoch. Die intelligentesten der Tiere, die Schweine, übernehmen das Kommando. Die erkämpfte Demokratie wird so wieder in Frage gestellt. Und die anderen Tiere müssen erleben, wie die wichtigste Regel ihrer selbst aufgestellten Verfassung All animals are equal schon nach kurzer Zeit einen Zusatz bekommt: All animals are equal, but some are more equal than the others.


Ein Lehrstück über Demokratie und Herrschaftsmodelle in unserer heutigen Zeit.

 

3. März 2007

Faust. Der Tragödie erster Teil

Entdecken Sie die alte in der neuen Inszenierung, entdecken Sie einen neuen, frischeren Schwedter Faust in der Regie von Schauspieldirektor Gösta Knothe und entdecken Sie den alten Mephisto im neuen Faust – Uwe Heinrich, Publikumsliebling der Schwedter Faust-Inszenierung, wechselt die Rollen und damit die Seiten.

Faust wird wiederum zum Gegenstand der Wette zwischen Gott und Teufel. Er wird sich wiederum dem Teufel in seiner wechselnden Gestalt in die Hände geben und in Gretchens Armen eine Welt finden. Das Mädchen wird diese Liebe abermals erst mit dem Verstand, dann mit dem Leben bezahlen müssen, ...

PREMIERE

Weitere Termine: 20. März 2012 / 21. März 2012 / 22. März 2012 / 7. April 2012

 

24. März 2007

Faust. Der Tragödie zweiter Teil

... bevor Faust seine Reise durch Länder und Zeiten fortsetzt: am Kaiserhof das Papiergeld in Umlauf bringt, in seinem alten Laboratorium die Werdung eines künstlichen Menschen miterlebt, im alten Griechenland das Herz der schönen Helena erobert und schließlich – schuldig geworden – auf eigenem Grund und Boden stirbt.
PREMIERE

Weitere Termine: 20. März 2012 / 21. März 2012 / 22. März 2012 / 7. April 2012

 

3. April 2007

ERSTE STUNDE

Klassenzimmerstück von Jörg Menke-Peitzmeyer
Jürgen Rickert wird gespielt von Peter-Benjamin Eichhorn
Regie: Max Beinemann

Wir spielen in einer Unterrichtsstunde für Schüler ab Klasse 8, anschließend Diskussion/Rollenspiel.
Termine können vereinbart werden unter der 03332/538129 oder  Waltraud Bartsch

 

7. April 2007

FAUST AUF FAUST

Zum nunmehr sechsten Mal zeigen die Uckermärkischen Bühnen Schwedt am Ostersamstag beide Teile des „Faust“ aufeinanderfolgend an einem Tag. In der Pause zwischen beiden Teilen des Goethe-Klassikers erwartet Sie ein umfangreiches Programm mit Abendessen vom opulenten „Faust“-Büfett, Führungen durch den Europäischen Hugenottenpark und den historischen Altstadtkern von Schwedt/Oder, Gewinnaktionen, einem Bummel über den „Faust“-Markt und nicht zuletzt Goethes „Osterspaziergang“ in seiner ganzen Länge.

 

27. Mai 2007

Max und Moritz

Theaterspaß für große und kleine Lausbuben
PREMIERE

Weitere Termine: 31. Oktober 2011

 

15. Juni 2007

Die Zähmung der Widerspenstigen

Komödie von William Shakespeare

Der Edelmann Lucentio verliebt sich Hals über Kopf in die schöne und sanfte Bianca. Doch deren Vater hat verfügt, dass zuerst Biancas ältere Schwester – die bei den Männern Paduas als streitlustig und schlagfertig bekannte Catharina – verheiratet sein müsse, bevor er einen der zahlreichen Verehrer der Jüngeren erhören könne. Lucentio tauscht daraufhin mit seinem Diener Tranio Kleider und Identität, um sich vom Vater der Schwestern als Lehrer für die Töchter engagieren zu lassen und so das Herz Biancas zu erobern. Währenddessen macht Hortensio, ein anderer Verehrer Biancas, seinem Freund Petruchio Catharina als eine gute Partie schmackhaft. Er gesteht dem potentiellen Freier zwar auch die weniger angenehmen Seiten ihres Charakters, doch zeigt sich Petruchio unbeeindruckt: Er bekennt, sich vor allem für die Mitgift und weniger für die Braut zu interessieren, und wirbt erfolgreich bei ihrem Vater um Catharina. Petruchio bezwingt denn auch den Widerspruchsgeist seiner Braut durch seine noch vehementere Dreistigkeit, ihre Wildheit durch seinen noch größeren Übermut ... Turbulent inszeniert für die Parkbühne mit einem stimmungsvollen Spektakel für die ganze Familie.

Eine der erfolgreichsten Komödien Shakespeares, in der kaum Jemand ist, wer er scheint, und Liebe und (weibliche) Klugheit gegen alle Widerstände den Sieg davontragen – ausnahmsweise sogar bis in den ehelichen Alltag hinein.
PREMIERE