Schauspiel Premieren - Spielzeit 2003/2004 (11)

25. September 2003

Klamms Krieg

Monodrama von Kai Hensel
Premiere!

 

21. Oktober 2003

DER HAUPTMANN VON KÖPENICK

Schauspiel von Carl Zuckmayer

Eine Koproduktion mit dem Kleist Forum Frankfurt (Oder)

Ohne Papiere keine Arbeit, ohne Arbeit keine Papiere! Dabei will der Schuster Wilhelm Voigt nach 15 langen Zuchthausjahren wegen eines kleinen Diebstahls durchaus ein anständiger Mensch werden. Der Irrsinn preußischer Bürokratie erweist sich aber für ihn als unüberwindbare Hürde, so dass er schließlich mit einem ehemaligen Komplizen eine Polizeistation in der Hoffnung überfällt, sich auf diesem Weg endlich einen Pass zu verschaffen. Mit dem Pass klappt es nicht, statt dessen wandert er für weitere 10 Jahre ins Zuchthaus.
Zwei Dinge hat der Schuster Voigt in den wenigen Jahren seiner Freiheit vor allem aber während seines sehr langen Zuchthausaufenthaltes gelernt und begriffen: Die Regeln des militärischen Umgangs und die Macht der Uniform...

 

24. Oktober 2003

Marlene

Ein Stück mit Musik von Pam Gems


Der Zufall wollte es, dass die englische Autorin Pam Gems die weltberühmte Filmdiva Marlene Dietrich bei ihren Vorbereitungen auf eines ihrer legendären Konzerte beobachten konnte. Was sie dort in der Gasse der Bühne, sah entsprach so überhaupt nicht der Aura von Glanz und Glamour, die die weltberühmte, unnahbar wirkende Filmdiva ansonsten umgab.
Ängstlich zitternd bangte Marlene ihrem Auftritt entgegen. Der Widerspruch zwischen der glanzvollen, gefeierten Perfektionistin, die das Publikum in einen einmaligen, fast mystischen Bann zog und dem verunsicherten Wesen vor dem Gang auf die Bühne regte Pam Gems zu ihrem Stück „Marlene“ an, das 1977 in London seine gefeierte Uraufführung erlebte.
Premiere

 

26. Oktober 2003

Swinging St. Pauli

Musical von Martin Lingnau, Thomas Matschoß, Heiko Wohlgemuth, Edith Jeske


Hamburg im Herbst 1941. Eine Gruppe Jugendlicher trifft sich regelmäßig in „Leos Bar“ auf dem Hamburger Kiez, um dem von den Nazis verbotenen Swing zu huldigen. Der Inhaber Oscar Leonhardt ist den nationalsozialistischen Ordnungskräften nicht nur ein Dorn im Auge, weil er dieses „sittenwidrige“ Treiben unterstützt, sondern auch weil er schwul und politisch nicht einwandfrei ist. Er versteckt die Jüdin Emma bei sich und unternimmt Schritte, sie außer Landes zu bringen. Doch die Sängerin Alberta, die ihren Freund vor dem drohenden Fronteinsatz bewahren möchte, verrät Oscar an den Obersturmbannführer ...
Nach der aufsehenerregenden Uraufführung in „Schmidts Tivoli“ in Hamburg sind die ubs. das dritte deutsche Theater, das „Swinging St. Pauli“ zur Aufführung bringt. Den leidenschaftlichen Rhythmus dieser Geschichte bestimmt der Swing, den in der Schwedter Inszenierung die Band takayo und Freunde und der Choreograph Winfried Schneider lebendig werden lassen.
Premiere

 

26. November 2003

Der kleine Muck

nach dem Märchen von Wilhelm Hauff


Der kleine Muck hat sich nach dem Tod seines Vaters auf den Weg in die Welt gemacht, um sein Glück zu finden. Als er auf das Haus der Frau Ahavzi trifft, die eben die Katzen und Hunde der Nachbarschaft zum Abendessen herbeiruft, bittet auch er um ein Plätzchen an dieser merkwürdig besetzten Tafel. Und obwohl sie die Menschen nicht mag, nimmt Frau Ahavzi den kleinen Muck in ihren Dienst. Für die schwere Arbeit verweigert sie ihm jedoch den versprochenen Lohn und so macht sich Muck wieder auf den Weg - in Begleitung eines Zauberstöckchens und der Zauberpantoffeln aus dem Besitz der Frau Ahavzi, die er als Lohn für seine Mühen an sich genommen hat. Als er das Geheimnis der Pantoffeln entdeckt, schlägt Muck den Oberleibläufer des Kalifen im Wettlauf und wird nun seinerseits Oberleibläufer bei Hofe. Er glaubt sich am Ziel seiner Wünsche, doch muss er schon bald feststellen, dass ihm das Leben am Hofe des Kalifen kein Glück bringt ...
Premiere

 

5. Dezember 2003

DER NACKTE WAHNSINN

Komödie von Michael Frayn


Eine Gruppe Schauspieler befindet sich nach 14-tägiger Probenzeit in der Generalprobe des Stücks „Nackte Tatsachen“, mit dem sie durch die Provinz tingeln will. Das Chaos der Probe lässt das Schlimmste befürchten. Nichtsdestotrotz beginnt die Tournee. Bei einer Nachmittagsvorstellung einen Monat später gehen die Darsteller dann allerdings nicht nur hinter der Bühne aufeinander los, während die Vorstellung mit einigen Irritationen weiterläuft. Die gegenseitige Eifersucht der Schauspieler führt zu Handgreiflichkeiten, Gewaltandrohungen und beinahe zur überstürzten Abreise einer jungen Aktrice. Wider Erwarten kann der Tourneebetrieb dennoch noch einige Wochen aufrechterhalten werden. Doch die letzte Vorstellung beginnt wegen erheblicher Differenzen zwischen den Darstellern nicht nur mit Verspätung, sondern die Auseinandersetzungen spitzen sich während des Abends tatsächlich unüberbrückbar zu.
1.Premiere

 

20. Februar 2004

NACHTASYL (Szenen aus der Tiefe )

Schauspiel von Maxim Gorki


Michail Iwanowitsch Kostylew und seine Frau Wassilissa beherbergen in ihrem Asyl diverse gestrandete Existenzen: Säufer, Zuhälter, Prostituierte, Diebe und Todkranke. Als der alte Luka im Asyl einzieht, kommt Bewegung in die bunte Truppe: Der angebliche Pilger hat die Gabe, durch seine Reden jedem Leben einen Sinn einzureden und den Menschen Hoffnung zu geben. Luka unterstützt das Werben des Diebes Pepel um Natascha, die Schwägerin Kostylews. Ihre Schwester Wassilissa, die abgelegte Geliebte Pepels, vereitelt die Hochzeit jedoch, indem sie Pepels Wut auf Kostylew provoziert: Pepel erschlägt ihn, um die Misshandlungen seiner Braut zu rächen, und wird dafür verhaftet. Der alte Luka aber verschwindet in der Aufregung um den Toten spurlos ...
Ein bewegendes Stück über Menschen, die in einer schier ausweglosen Lage die Hoffnung auf ein besseres Leben nicht aufgeben wollen. Ein Stück über die Grenzen von Hoffnung und Glauben, wenn nur noch der Kampf ums nackte Überleben Denken und Handeln bestimmt und die Wahrheit bedeutungslos wird.
Wegen Erkrankung Uwe Heinrichs auf Februar 2006 verschoben.
1.Premiere

 

18. März 2004

Misery

Kammerspiel von Simon Moore
Regie: Anke Techentin

Paul Sheldon führt das Leben eines erfolgreichen Schriftstellers ...
... bis er durch eine Kette erschreckender Zufälle die Bekanntschaft von Annie Wilkes macht.
Premiere

 

27. März 2004

LANGE SCHWEDTER THEATERNACHT

Die Aufführung am Welttheatertag, Der Nackte Wahnsinn, wird nicht so verlaufen, wie es das Publikum der Uckermärkischen Bühnen Schwedt gewohnt ist. An diesem Abend geschehen Dinge, die unsere Zuschauer noch nie erlebt haben. Spannend wird es auf jeden Fall und bestimmt auch ein wenig aufregend!
19:30 Uhr Der Nackte Wahnsinn
23:00 Uhr Ach, wie mich das aufregt - Chansonabend - Premiere

 

10. April 2004

FAUST AUF FAUST

Zum dritten Mal laden wir Sie zu einem Osterspaziergang der besonderen Art ein.
Um 14 Uhr erleben Sie Faust - der Tragödie erster Teil samt Osterspaziergang, Gretchen und Walpurgisnacht. Und nach einer Pause dann ab 17 Uhr Faust - der Tragödie zweiter Teil mit Homunculus und Co. In der Pause kann man sich im Park die Füße vertreten, einen Crashkurs in Sachen Osterspaziergang absolvieren und dem Osterhasen die Suppe versalzen, indem man die dort versteckten Eier nicht am Sonntag, sondern bereits einen Tag vorher einsammelt.
Man kann sich natürlich auch den Führungen durch die Altstadt von Schwedt anschließen oder mit dem Kremser eine Schnupperfahrt in den Nationalpark „Unteres Odertal“ unternehmen. Auf unermüdliche Faustianer warten thematische Ausstellungen, auf Schau- und Kauflustige ein Regionalmarkt. Und wer dann absolut nicht mehr die Augen offen halten kann legt sich zur inneren Einkehr aufs Sonnendeck, nicht ohne vorher dem warmen Büfett kräftig zugesprochen zu haben.

 

3. Juni 2004

Schlossparkfestspiele 2004 - Ritter Runkels große Stunde

Im Sommer 2004 schlägt hier in einem Bühnenspektakel mit viel Musik „Ritter Runkels große Stunde“. Nach langen Abenteuerjahren in der weiten Welt kehrt Ritter Runkel mit seinen treuen Knappen Dig, Dag und Digedag in die Heimat zurück. Hier will er endlich seine geliebte Adelaide heiraten. Doch der Kuckucksberger, ein finsterer Raubritter aus der Nachbarschaft, ist ebenfalls auf das Möhrenfelder Burgfräulein scharf. Er stellt Runkel eine Falle und beraubt ihn um seinen größten Schatz, die goldene Rüstung Alexander des Großen. Darin erscheint er dann vor Adelaides Eltern und erzwingt die Hand des Mädchens. Adelaide ahnt nicht, dass Runkel ganz in ihrer Nähe ist, sie glaubt ihn sogar tot und ergibt sich widerwillig ihrem Schicksal. Doch Ritter Runkel und die Digedags geben nicht auf. Sie versuchen, die Hochzeit zu verhindern und dem Kuckucksberger ein für allemal das Handwerk zu legen. Ein großer Theaterspaß - nicht nur für Fans der Digedags.
Premiere