Workshop Schauspielertraining

Für alle, die nicht genug bekommen konnten von Theater, Schauspielerei und Körperbeherrschung, leitete Janusz Janiszewski, Regisseur des Stückes „Abteil 30“ vom Vortag, den Schauspieltraining-Workshop am traurig-letzten Schülertheatertag.
Mit einer zauberhaft charmanten Art beseitigte Janusz alle Verständigungsschwierigkeiten, indem er sich mit den Teilnehmern durch einen erfrischenden Mix aus Deutsch und Englisch verständigte. Es beteiligten sich Schüler der Klassenstufen 10 bis 12, die schon nach wenigen Minuten alle Scheu verloren und sich aktiv an allen Übungen erprobten.
Begonnen wurde mit Erwärmung des gesamten Körpers, Dehn- und Lockerungsübungen – allerdings mal ganz anders als man es als Schüler wahrscheinlich aus dem Sportunterricht kennt. Nach einer kurzen Pause ging es dann in der zweiten Hälfte noch intensiver weiter: Nachdem der Körper erwärmt worden war, ging es nun an das Training der Stimme. Zahlreiche Übungen dazu boten nicht nur Gelegenheit, das vorhandene Potential zu testen, sondern schulten auch das Gehör für eigene Laute und Töne, um das jeweilige Können zu erweitern. Zuletzt forderte uns die Improvisation – wer sich nicht innerlich blockierte, stellte schnell fest, wie einem kreative Ideen nur so in den Kopf schossen. Ganz ungeplant entstanden kleine Geschichten, die dann schließlich in einem beeindruckendem „Körperkonzert“ endeten: Ausrufe, Zischlaute, Klatschgeräusche, Schnipsen oder Schnalzen – eine kleine Rhythmussinfonie mit Urwaldflair, die den krönenden Abschluss bildete.
The Anne

Puppentheater mal anders

Die Geschichte ist schnell erzählt: Die Oma hat Geburtstag und die Kinder wollen ihr einen Kuchen backen. Da kommt der Räuber Rußwurz ins Spiel und will den Kuchen haben. Statt dessen klaut er einen Korb voller Würste aus der Vorratskammer der Oma. Doch der Dorfpolizist kann den Dieb fangen und einsperren, so dass am Ende alles gut wird und Geburtstag gefeiert werden kann.
Die Idee zum Stück entstand aus der Arbeit der „Lesemutter“ Frau Kublik, die regelmäßig mit den Kindern der Grundschule Schmölln las und eines Tages wollten die Kinder dann den Text auch spielen. Das Problem war nur: es war ein Puppentheaterstück. Also wurden kurzerhand die Schüler der vierten Klasse zu den Puppenfiguren. Und dass das eine gute Idee war, zeigten sie uns gestern. Eine kleine Gruppe mit so viel Energie! Ganz coole Kinder, die fast ohne Lampenfieber auf der Bühne standen, sich anstrengten und die allergrößte Mühe gaben. Man konnte richtig nachvollziehen, wie sehr sie sich freuten, auf der Bühne zu stehen und den Kindern im Saal etwas vorzuspielen. Sie ließen sich nicht ablenken und spielten mit voller Konzentration die Rollen, die sie sich selber ausgesucht hatten.
Im Aufführungsgespräch war man sich dann einig, dass diese Arbeit unbedingt weitergeführt werden muss, und die Kinder wollten das auch, hatten sie doch viel Spaß bei der Arbeit. Und ich bin sicher, dass wir sie im nächsten Jahr wiedersehen werden.
Roy Blacha

Kleines Rotkäppchen ganz groß

Die polnische Spielgruppe „Eichhörnchen“ aus der Grundschule in Barlinek nahm dieses Jahr zum ersten Mal am STF teil, um uns „Rotkäppchen – ganz anders“ vorzustellen. Die Fünftklässler lernen erst seit fast zwei Jahren Deutsch, was bei ihrer klaren Aussprache mit einem niedlichen polnischen Akzent kaum zu glauben ist. Die Gruppe trifft sich nachmittags nach dem Unterricht ein bis vier Mal die Woche und probte so erst seit zwei bis drei Monaten an ihrem Stück. Diese Tatsachen versetzen einen wirklich in Erstaunen, da ihr Stück einwandfrei war: Trotz der fremden Sprache hatten die Schüler keine textlichen Schwierigkeiten, sie nahmen mit Freude an ihrem Schauspiel teil und es zeigte sich auch die Liebe dieser Gruppe zum Detail sowohl in den Kostümen als auch im selbst gestalteten Bühnenbild. Das Stück stellte nicht nur eine besondere Möglichkeit für Kinder dar, unsere Sprache zu erlernen; die Kreativität und Begeisterung, mit der sie an ihr Werk rangingen, war schier ansteckend. Daher ist es auch kein Wunder, dass das Schauspiel ein echter Erfolg war. Unterlegt wurde das Ganze dann noch mit passender Musik – wie zum Beispiel der Titelmelodie von James Bond beim Auftreten des Jägers oder der beschwingte Abschluss durch den Cancan. Ebenso musikalisch stellten sich auch die Vögel vor mit dem Lied „Alle Vögel sind schon da“ und tanzten auch gleich noch dazu. So bildete das Schauspiel eine rundum gelungene, wunderbare Aufführung. Der Leiterin Mariola Maciejewska kann man daher in ihrer Aussage nur Recht geben: „Jedem Lehrer wünsche ich solche Kinder ... das sind besondere Kinder!“
Stefanie Rasch

Die „große Freiheit“ von heute?

Was sind Jugendliche bereit, für Geld zu tun? Ist Kriminalität der Preis vom „Coolness-Wahn“? Schüler der 12. Klassen des Gauß-Gymnasiums unter der Leitung von Simone Grieger inszenierten unter diesen Aspekten das Stück „Großstadtratten“ – ein sozialkritisches Jugendstück nach Petra Seedorf.
Eine Gruppe Jugendlicher hat die Schule satt. Spießertum der Erwachsenen ödet sie an – sie wollen etwas erleben! Von Meißen zieht es sie nach Berlin, wo sie sich zu verkrachten Existenzen entwickeln, die sich und ihre Handlungen nur noch schwerlich kontrollieren können. Im Mittelpunkt steht Alex – seine Schwester verurteilt sein Verhalten schon lange und nutzt ihre jetzige Chance, ihm den sonst selbstverständlichen Geldnachschub zu verwehren. Im Original geht die Geschichte wesentlich dramatischer aus: Die Mutter stirbt an einer Überdosis Pillen, Alex stürzt sich aus dem Fenster. Um das Ende nicht gar zu perspektivlos zu gestalten, hatten die Schüler sich für eine offene Variante des Stückes entschlossen.
Besonders positiv fiel die Rahmenerzählerin auf, die - mit tadelloser Artikulation - die Handlung unterbrach, wertete, kommentierte, kritisierte oder auflockernde Worte einstreute. Getadelt wurde im Anschluss die Thematik an sich, da sie schon ein wenig abgedroschen schien. Doch dadurch allein wäre kaum Kritik entstanden, hätten die meisten Darsteller sich inniger mit ihren Rollen beschäftigt, um diese auf der Bühne intensiver zu präsentieren. Es wurde die unzureichende Körpersprache bemängelt – bei den Gesprächen gaben die Schüler aber auch zu, dass sie nicht sehr überzeugt von der Wahl des Stückes waren. So wurde viel vom Originaltext gestrichen, die Thematik eingeengt und wirkte somit auf einige der Zuschauer zu trivial.
Potential bewiesen letzten Endes aber alle Darsteller – mit mehr investierter Zeit (den Schülern standen nur drei Probenmonate zur Verfügung) und durchdringenderer Erarbeitung könnte dies eine vielversprechende Inszenierung werden.
Annuschka

Zu zahme Großstadtratten

Es ist die einfachste Lösung: Wenn nichts mehr Sinn macht, wenn die Schule und die Eltern zu viel verlangen und einem alles über den Kopf wächst, dann gibt es nur eins: Abhauen aus der Kleinstadt und ab nach Berlin! Natürlich nach Berlin – dem großartigen Kessel Kultur, dem Niemandsland für Abgehauene, dem Eldorado der Glücksucher. Aber so einfach ist es dann doch nicht und entweder geht man an dieser Stadt zugrunde oder man kehrt zurück in die Arme der Kleinstadt. Und so war es auch im Stück des DS-Kurses der Klasse 12 des Gauß-Gymnasiums Schwedt.

Die vier jungen Leute, die von zu Hause auszogen, um das Glück und die Freiheit zu finden, stranden in Berlin in einem leerstehenden Haus, kommen ziemlich schnell mit Drogen und Glücksspiel in Kontakt und letztendlich auch mit dem Gesetz in Konflikt. Aber was wirklich aus den Leuten wurde, das lässt diese Inszenierung bewusst offen, lässt das Publikum allein mit der Hoffnung oder dem Niedergang der Zukunft dieser Vier. Und das alles verpackt in einer Räuberadaption, zusammengehalten von zwei Sprechern, die zwischendurch das Spiel durchbrechen.

Eine, trotz des bekannten Themas und des Ablaufs, interessante Textvorlage, die viel Raum für actionreiches Spiel und ruhige Momente bot. Nur der Kurs hat das anders gesehen. Auch wenn die Darsteller um präzises Spiel und Sprache bemüht waren, vermochten sie es nicht, die Szenen wirklich lebendig zu gestalten. Dadurch verlor das Stück an Eindringlichkeit und Tiefe. Es wurde viel verschenkt und man hatte den Eindruck, dass die Darsteller schon an ihren Grenzen waren. Es wurde einfach zu wenig gespielt und das ist wirklich schade, sind doch in diesem Kurs einige starke Spieler, die nicht zum Zuge kamen. Auch eine andere (vielleicht ruhigere) Musik hätte dieser Inszenierung gut getan, hätte vielleicht mehr Spannung zwischen die Szenen gebracht.

Aber dennoch: Sollte der Kurs im nächsten Jahr wieder in der gleichen Besetzung agieren, dann hoffe ich, dass er ein Stück findet, das seinen Fähig- und Möglichkeiten besser gerecht wird oder umgekehrt.
Roy Blacha

Frühlings Erwachen

Am Donnerstag gegen 15.45 Uhr durften wir einer öffentlichen Probe zu „Frühlings Erwachen“ beiwohnen. Das Theater Frankfurt bot uns hier einen kleinen Einblick in seinen Arbeitsalltag und spielte uns - ganz nebenbei - eine der schönsten Jugendgeschichten vor.
Die Kindertragödie spiegelt wie keine andere die zeitlose Problematik des Erwachsenwerdens wider. Egal, wie oft wir sie sehen oder lesen, immer wieder hoffen wir mit Wendla, verzweifeln mit Moritz und fürchten mit Melchior. Frank Wedekinds Werk verurteilt eindrucksvoll die Spießbürgerlichkeit und die heuchlerische Moral, die den Kindern aufgezwungen wird, auch wenn sie daran zu Grunde gehen.
Beeindruckend war vor allem, wie es der Gruppe gelang, ein solch hohes Maß an Spannung über die gesamte Zeit aufrecht zu erhalten. Sie schuf damit eine Atmosphäre, wie man sie so sonst nur von Profis kennt. Der gezielte Einsatz weniger Requisiten verlangte den Schauspielern Einiges ab, denn so wurden sie kurzerhand selbst zur begehbaren Treppe, zu Hockern oder Bäumen. Überhaupt wirkte die besondere Körperlichkeit der Darstellung fesselnd. Infolge massiver Textkürzungen präsentierte die Gruppe unter der Leitung von Frank Radüg einzelne Teile der Geschichte nur über Bewegungsabläufe. So war es den Akteuren möglich, ganze Handlungsabschnitte ohne Worte darzustellen, um so die zu vermittelnde Symbolik auf die Bühne zu übertragen. Auch die musikalische Untermalung in Form von improvisierten Klängen verfehlte ihre Wirkung nicht.
Alle Darsteller des Stückes waren ständig präsent und blieben somit für den Zuschauer gegenwärtig. Dass die Figuren nicht zwischendurch die Geschichte verlassen konnten, machte das Betrachten natürlich noch interessanter. Nichts stand still. Alles blieb im Fluss. Was durch zahlreiche liebevolle Details noch besser verdeutlicht wurde.
Die drei Schlüsselszenen ineinander übergehen zu lassen und zu einem Höhepunkt zu verschmelzen, war etwas völlig Neues, das Bewunderung verdient. Diese verdient auch die voll und ganz überzeugende schauspielerische Leistung aller Darsteller. Wenn man nun noch bedenkt, dass dies nur eine Probe war, bleibt uns nur, voller Vorfreude die Premiere zu erwarten.
Bettina Schmidt

Wie macht der Radüg das nur?

Bereits vor drei Jahren habe ich mir gewünscht, einmal eine wirkliche öffentliche Probe im Rahmen des Schultheaterfestes zu erleben und jetzt konnte ich es. Das dabei noch eines der großen Geheimnisse der Treffen gelüftet werden sollte, machte die Sache noch spannender. Nämlich die Frage: „Wie macht der Radüg das nur?“ Nun gut, es wurde nur ein kleiner Teil des Geheimnisses gelüftet, aber es war eine echte öffentliche Probe, in der der Regisseur unterbrach, Szenen wiederholt wurden oder einfach mal die Figurenkonstellation geändert wurde. Für alle anwesenden Zuschauer sicher eine ganz neue oder andere Art von Probenarbeit. Es wurden Szenen aus „Frühlings Erwachen“ von Wedekind einer Inszenierung des Theaters Frankfurt geprobt.
Beeindruckend war die Einsatzbereitschaft der Darsteller, dieses Auf-den-Punkt-da-sein, das Eintauchen in die Rolle, in die Figur. Und so genügte manchmal nur ein kurzer Satz des Regisseurs und es änderte sich fast alles auf der Bühne, ohne dabei den Eindruck zu erwecken, dass es neu ist. Die Darsteller konnten durch ihre Bewegungen und ihre Stücksicherheit auch Pannen beziehungsweise Arrangementungenauigkeiten überspielen und es schien, als ob es so sein soll. Man kann sich denken, dass bei solch einer intensiven Beschäftigung mit dem Stück und dem Ablauf, Improvisationen auf Grund von Fehlern während einer Vorstellung kaum auffallen. Die Spieler waren nach der Probe doch sichtlich erschöpft, denn in erster Linie ist das Theater Frankfurt ein Körpertheater. Nichts ist wichtiger als der Einsatz des Körpers, dann kommt die Stimme und irgendwann auch noch ein paar Requisiten. Gerade das macht die Frankfurter Inszenierungen so interessant.
Nur ein Geheimnis wurde und konnte nicht gelüftet werden: Die Frage, wie Frank Radüg es schafft, seine Spieler derart zu motivieren, dass sie zu solchen Leistungen fähig sind - und zwar nach wenigen Wochen?! Genau diese Antwort wäre für einige DS-Lehrer sicher interessant gewesen.
Roy Blacha

Leonce und Lena

Das Theater in der Senke des Karl-Liebknecht-Gymnasiums Frankfurt führte unter der Leitung Jürgen Barbers das Lustspiel „Leonce und Lena“ auf. Prinz Leonce von Popo träumt – von Langeweile geplagt – von dem Ideal einer Frau. Prinzessin Lena von Pipi lebt für ihre Bildung. Beide sollen zwangsverheiratet werden und beide sträuben sich dagegen. Somit beschließen sie jeweils für sich, nach Italien zu flüchten, wo sie sich dann zufällig treffen und sich natürlich sofort ineinander verlieben. Durch eine List bringen sie Leonces Vater dazu, sie trauen zu lassen und stellen dabei auch noch ihre wahre Identität fest.
Da einige Schauspieler nicht erschienen, mussten die anderen Mitspieler mehrere Rollen übernehmen, die sie erst am Tag der Vorstellung einstudieren konnten – was ihnen aber so gut gelungen ist, dass die Zuschauer den Unterschied nicht bemerkten. Es waren auch einige Missgeschicke dabei, die man aber gleich mit Improvisation in die jeweilige Rolle eingearbeitet hat. So schlug zum Beispiel Leonce mit seinem Kopf gegen einen Stuhl, nutzte dies aber bei seinem zweiten Sprung gleich als zusätzlichen Witz aus. Insgesamt lebte das Stück vor allem durch seinen Humor. Unterstützt wurde die Darstellung, die sich besonders durch extreme Körperlichkeit auszeichnete, vom punktuellen Klavierspiel des Leonce-Darstellers und dem Gesang anderer Mitspieler. Nicht nur durch die enorme Spielfreude der Schauspieler, auch durch ihre Professionalität wurde deutlich, dass die Truppe nicht zum ersten Mal auf der Bühne stand. Sie führte „Leonce und Lena“ bereits zum 10. Mal auf. Hoffentlich können wir das Theater in der Senke im nächsten Jahr wieder beim STF begrüßen!
Georgi Mühlenhaupt und Stefanie Rach

Linie 1

Sunny kommt früh am Morgen am Bahnhof Zoo in Berlin an, wo sie hofft, ihre große Liebe Johnny, den sie auf einem Rockkonzert in ihrem Dorf kennen lernte, zu treffen. Dort lernt sie die unterschiedlichsten Leute kennen, von Gastwirtin Trude über den Zuhälter Mondo bis hin zu einem unheimlichen Verfolger.
Das Jugendtheater des Theaters Brandenburg mit der Band Hugo Bros spielte, sang und tanzte diese Inszenierung eng an der Vorlage und schaffte damit eine interessante, einfallsreiche und humoristische Darstellung.
Durch die vielen Rollen wurde das Stück angenehm bewegungsreich und durch die raschen Kostümwechsel, welche sehr gut gemeistert wurden, entstand die Illusion einer Großstadtmenge. Auch durch die häufige Interaktion mit dem Publikum, zum Beispiel durch Konfettistreuen oder durch das Verteilen von Autogrammkarten, entstand eine zusätzliche Auflockerung, die die Zuschauer teils verunsicherte, aber zur Mehrheit erheiterte und zum Mitsingen ermunterte.
Leider sorgte jedoch die Tontechnik dafür, dass man die Sänger an vielen Stellen nicht oder nur unzureichend verstehen konnte. Als besonders schade entpuppte sich diese Problematik bei einem der Highlights des Abends: Marias Lied.
Auch wenn nicht jeder seinen Ton traf, fanden wir die Inszenierung sehr gelungen. Denn wenn man bedenkt, dass die Darsteller weder ausgebildeten Sänger noch Schauspieler sind, handelte es sich um eine kurzweilige, bemerkenswert professionelle und ambitionierte Vorstellung.
Laura

Liebe LeserInnen,

seit vielen Jahren kämpfen theaterinteressierte LehrerInnen im Land Brandenburg dafür, den positiven Auswirkungen des Spieles in der Schule und in der Freizeit eine größere öffentliche Legitimation zu verschaffen. Vor allem ihnen ist es zu verdanken, dass es seit 13 Jahren an den Uckermärkischen Bühnen ein Schultheaterfest gibt. Dieses lädt die ehrgeizigsten Theatergruppen in der vorletzten Schulwoche nach Schwedt ein, um die neuen Projekte öffentlich vorzustellen. An der Grundidee hat sich nichts geändert: Schüler spielen für Schüler Theater. Und doch hat jedes Fest seinen eigenen Reiz, so auch das 13.! Entgegen dem Motto „Jetzt schlägt’s dreizehn!“ konnte ich in den vergangenen Tagen ein überaus konzentriertes und freudvolles Treffen beobachten.
Die 22 Gruppen arbeiteten bei hochsommerlichen Temperaturen wie die Profis und stellten sich der Kritik ebenso. Das Volleyballspiel gewannen die Kollegen der Uckermärkischen Bühnen, das Theaterspiel jedoch gewannen die 22 Spielgruppen. In der Verquickung befruchtet hoffentlich das gemeinsame Fest die neue Spielzeit der ubs und das neue Schuljahr gleichermaßen.
Mir bleibt nur noch, allen Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen DANKE! zu sagen und euch zu bitten, eure Eindrücke und Anregungen auf unserer wunderbaren website www.theater-schwedt.de wiederzugeben. Der besondere Dank gebührt an dieser Stelle dem jungen sonnensegel-Team. Mögen die Inhalte dazu beitragen, dass Theater eine der schönsten Nebensachen der Welt bleibt!
Keine Frage, auch im nächsten Jahr wird es ein Fest geben. Bitte vormerken: Schultheaterfest vom 2.-5. Juli 2007 an den ubs!
Ich wünsche allen Theaterfreunden einen wunderbaren Sommer!
Eure Waltraud Bartsch

Noch einmal in eigener Sache

Das sonnensegel bedankt sich bei allen, die - genannt und ungenannt, vor und hinter den Kulissen - an seinem Entstehen mitgewirkt haben: beim Schreiben, Fotografieren, Drucken, Kopieren, Falten; bei technischen und organisatorischen Schwierigkeiten.
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