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ASPHALTKINDER - Nur ein Traum |
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| Das Jugendstück
von Karlheinz Scherfling setzte die 7. Klasse des Einstein-Gymnasiums
Angermünde überzeugend um.
Ein lustiges Stück mit einem ernsten Hintergrund,
in dem es um Weglaufen, Alkohol, Liebe, Diebstahl und
Prostitution geht. Es zeigt, wie Jugendliche enden können,
wenn sie von zu Hause ausreißen und das man in
der neuen Umgebung schnell abrutschen kann.
Doch es war, Gott sei dank, nur ein Traum!
Die Sichtweise der Schauspieler ist folgende: Wir
wollen mit Asphaltkinder anderen zeigen,
wie die Realität aussieht und wir wollen nicht
enden wie die Jugendlichen im Stück. - das
konnte man im anschließenden Aufführungsgespräch
erfahren. Bemerkenswert ist, dass die 7. Klasse Asphaltkinder
in der Freizeit (!) einstudiert hat und das in diesem
Stück 25 Schüler vor und 3 Schüler hinter
den Kulissen mitwirkten.
Tina Darge / Ines Pierau
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AUFRUF DER BACKENHÖRNCHEN
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| Ein spontaner
Lückenfüller war dieser Auftritt von zwei Schülern
(Sebastian Beuster und Nicole Busch) des Einstein-Gymnasiums
Angermünde aus der 11. Klasse.
In ihrer Rede wurden Anspielungen auf das politische
Geschehen der letzten Monate humorvoll verpackt: Das
Ziel: Die Weltherrschaft!
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Beide Darsteller hatten sich als texanische Backenhörnchen
verkleidet und durch ihre lustige Sprechweise zogen
sie das Publikum auf ihre Seite.
Tina Darge / Ines Pierau
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HAB MICH LIEB |
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| In Hab mich
lieb wird gezeigt, wie Kinder mit sexuellem Mißbrauch
konfrontiert werden und wie sie versuchen dieser ausweglosen
Situation zu entfliehen. Thea wählte den Tod. Ihre
Schwester Ute gibt uns nun mit Hilfe eines Tagebuches
einen Rückblick auf Theas Leben...
Hab mich lieb befasst sich mit einem Thema,
dass in der heutigen Zeit leider oft vorkommt.
Tina Darge / Ines Pierau
Die richtige Lösung?
Das Thema sexueller Missbrauch innerhalb der Familie
ist ein schwieriges, aktuelles und wichtiges Thema.
Ein Thema, mit dem sich nicht nur betroffene auseinandersetzen
müssen. Besonders die präventive Arbeit muss
hier im Vordergrund stehen. Durch verstärkte Medienberichte
kommen immer wieder Vorfälle ans Licht der Öffentlichkeit
und die Dunkelziffer der nicht angezeigten Straftaten
ist sehr hoch. Aus der Statistik geht hervor, das jedes
Jahr etwa 16.000 Kinder in irgendeiner Form sexuell
Missbraucht werden. Es sind überwiegend Mädchen
und die Täter in Regel Männer.*
Es kann also nicht verkehrt sein, wenn eine Schultheatergruppe
versucht, auf diesem Gebiet Aufklärungsarbeit zu
leisten. In welcher Form das geschehen kann ist jeder
Gruppe selbst überlassen. Der Kurs WP Darstellen
und Gestalten, Klasse 9, der Gesamtschule Biesenthal
wählte eine Szenenfolge, einen Tagebuchabriss.
Zwei Schwestern, die vom Alter her unterschiedlich sind,
leben in einer normalen Familie. Die jüngere
der beiden wird von ihrem Vater sexuell missbraucht.
Sie zerbricht daran und nimmt sich das Leben. Die ältere
Schwester versucht nachzuvollziehen, was in ihr vorging
und wie das geschehen konnte. Mit Hilfe des Tagebuches
ihrer Schwester rekonstruiert sie Situationen aus deren
Leben, die beispielhaft für den Missbrauch stehen.
Da ist die Tatsache, das sich der Vater mehr mit der
Jüngeren beschäftigt, zärtlicher zu ihr
ist. Die Tatsache, das die schulischen Leistungen abfallen
und die Tatsache, das sie immer verschlossener wird
und ihrem Vater gegenüber eine Wand aufbaut. Auch
als sie sich ihrer Mutter anvertraut glaubt die ihr
nicht. Erst im Gespräch mit einer Freundin erkennt
die Mutter, das da mehr sein muss als nur väterliche
Zuwendung.
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Aber eine wirkliche
Lösung des Problems führt auch sie nicht herbei,
und so bleibt dem Mädchen nichts weiter als die Flucht
in den Tod.
Das ist eine interessante Geschichte, wenn gleich es auch
der Gruppe nicht immer geglückt ist, im selbsterarbeiteten
Text die richtigen Worte zu finden. Mir schien, das die
Gruppe im gemeinsamen Spiel noch nicht so sehr gefestigt
ist. Es war die erste größere Aufführung,
der erste Kontakt der Schüler mit Theater. Das war
zu merken und das war in Ordnung. Manchmal mangelte es
eben einfach nur an Ernsthaftigkeit.
Vielleicht wäre bei diesem Text eine szenische
Lesung interessanter gewesen. Die Wichtigkeit auf den
Text gelegt und weniger auf die szenische Umsetzung.
Wenn die Schüler weiter beim Darstellenden Spiel
bleiben, hoffe ich doch, das wir sie im nächsten
Jahr wiedersehen. Vielleicht dann mit einem Stück,
das noch besser zu ihnen passt. Und vor allem: Ist der
Suizid die richtige Lösung? Wäre nicht ein
anderer, hoffnungsvoller Weg in Frage gekommen?
Roy Blacha
* Quelle: Deutscher Bundestag, Drucksache 14/8181
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DIE PHYSIKER oder wer war verrückt?
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| Der DS-Kurs,
Klasse 13, des Gauß-Gymnasiums Schwedt, spielte
Die Physiker. Von Dürrenmatt. Ein harter
Brocken, hat jeder doch schon mindestens eine andere Version
davon gesehen. Fast jedes Jahr spielt eine Gruppe diesen
Klassiker. Und so ist vorweg schon der Mut
zu loben, sich an dieses Stück zu trauen. Viel, viel
Text, der kaum Möglichkeiten zum Spielen bietet will
erst einmal bewältigt werden.
Um die drei Morde aufzuklären, die an den Krankenschwestern
der Anstalt verübt wurden kommt der Kommissar Voß
(Lars Radke) ins Haus und findet sich bald nicht mehr
zurecht in den Aussagen der Patienten und der Leiterin.
Aber er behält die Ruhe und leitet alle notwendigen
Maßnahmen ein um weitere Morde zu verhindern.
So werden die Fenster vergittert und das Pflegepersonal
gegen Wachmänner ausgetauscht. Es bleibt keine
Zeit: die drei Physiker müssen handeln. Und ab
da beginnt das Stück. Newton (Sebastian Boy) gibt
sich als Agent zu erkennen, der hinter dem Physiker
Möbius her ist und diesen mitnehmen will. Einstein
(Markus Illner) ist auch ein getarnter Agent und hat
das gleiche Ziel. Nur Möbius (Toni Neumann) scheint
der einzig wirkliche Physiker und Verrückte zu
sein. Aber es kommt alles anders. Die Flucht kann nicht
durchgeführt werden und so beschließen sie
eben für immer in der Anstalt zu bleiben. Weiter
Verrückte spielend. Spielend?
Oder ist vielleicht die Irrenärztin Fräulein
Doktor Mathilde von Zahnd, die Leiterin der Klinik,
die einzig wirklich Verrückte? Man könnte
es glauben, spielt doch Anna Hoppe diese Rolle sehr
überzeugend. Sie steigert sich im Laufe der Inszenierung
und man kann mitverfolgen, wie sie sich entwickelt.
Letztendlich kommt heraus, das sie alle Unterlagen des
Physikers Möbius gestohlen hat und so versucht
ein Imperium aufzubauen. Was für ein wahnsinniger
Plan.
Leiter Dirk Fenske hat die Darsteller so besetzt, wie
die Rollen es verlangen genau richtig. Und er
hat sich Gäste aus der 10ten Klase geholt (die
drei Buben), die nur durch ihre Anwesenheit das Bühnenbild
bereicherten.
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Im Ernst: eine ideale Besetzung. Die drei nervenkranken,
oder auch nicht nervenkranken, Physiker spielen ihre
Rollen durchgängig und mit dem Gefühl für
die Rolle, das ich erwarte. Die langen Dialoge im letzten
Teil des Stückes wurden dadurch auch nicht langweilig
es herrschte gespannte Stimmung auf der Hinterbühne.
Das Bühnenbild war mehr als spärlich eingerichtet
und die wenigen Requisiten wurden geschickt eingebaut.
Und wo sie fehlten, mussten eben zwei Finger als Pistole
herhalten.
Es wurde auf Kleinigkeiten geachtet und die technischen
Möglichkeiten, die dieses Haus bietet, wurden genutzt.
Die Lichtstimmungen waren gut ausgewählt und die
Musik tötete einem den Nerv schon von Anfang an
wie es sich für eine Nervenheilanstalt gehört.
Alles in allem eine gelungene Version der Physiker,
die einem DS-Kurs gut zu Gesicht steht.
Roy Blacha
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SCHWER BEWAFFNET mit Vissflasche und Lappen
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| Die Theater AG
des Humboldt-Gymnasiums Eberswalde, unter Leitung von
Bianca Radimersky besteht aus Schülern und Schülerinnen
der Klassen fünf zwölf. Das ist eine
ziemliche Altersspanne, die erst einmal unter einen Hut
gebracht werden will. Das funktioniert nur, weil alle
Theater spielen wollen, weil alle im Rampenlicht stehen
wollen. Und dazu bekommen ziemlich viele die Gelegenheit.
Die Bühne ist nicht nur mit Darstellern voll, auch
ein umfangreiches Bühnenbild bietet dem Auge die
Möglichkeit umherzuwandern.
Eine Woche voller Samstage ist ein Kinderstück
und wurde nicht zum ersten mal aufgeführt, sondern
läuft öfter in Eberswalde. Und so war das
Spiel schon etwas routinierter als bei anderen Gruppen.
Wie gesagt: Es waren eine Menge Leute zu bändigen.
Was hinter den Kulissen, während der Umbauten nicht
ganz gelang und am Geräusch erkennbar war, was
für einen Gegenstand jeder gerade bewegte. Und
da ging die Erzählerin oft in der Geräuschkulisse
unter. Schade.
Es herrschte ein quirliges, lebendiges Spiel und man
konnte jedem Darsteller ansehen, das es ihm Spaß
machte hier auf der Bühne zu stehen. War es auch
manchmal etwas zu viel Bewegung, die vom Spiel ablenkte,
so war es doch erstaunlich, das die Kinder im Alter
zwischen fünf und sieben Jahren, die in einer langen
ersten Reihe saßen, das Spiel um die Geschichte
des Sams aufmerksam verfolgten, und sich im anschließenden
Zuschauergespräch mehrheitlich für den Eisbären
als Lieblingsfigur entschieden. Immerhin neun von 13
nannten ihn. Vielleicht sollte die Gruppe im nächsten
Jahr Der kleine Eisbär auf die Bühne
bringen...
Das Gesicht des Sams war unter einer großen,
organgenen Perücke versteckt, so das man die typischen
blauen Wunschpunkte oft nicht sehen konnte. Aber dennoch
war das Sams recht aktiv auf der Bühne und hielt
das Spiel in Bewegung. Frau Rotkohl und Herr Taschenbier
konnten in ihren Rollen ebenfalls überzeugen. Sie
ergänzten sich im Spiel um ihre Dialoge.
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Und selbst die, eigentlich böse Frau Rotkohl
fanden die Kinder toll. Wahrscheinlich auch, weil die
Gruppe (und da besonders Frau Rotkohl) den Kontakt zum
Publikum suchte, teilweise auf das Publikum reagierte.
Frau Rotkohl, immer schwer bewaffnet mit Viss-Flasche
und Putztuch, besprühte zum Beispiel die Kinder
mit Wasser. Und das finden sie, erfahrungsgemäß,
auch richtig lustig.
Es war eine rundum nette Inszenierung, die für
Kinder den Spaß bietet, den sie im Theater erwarten,
und mit dem man sie im Theater halten kann, oder noch
besser: mit dem man sie auch wieder ins Theater bekommt.
Das sind die Zuschauer von Morgen, die dann in den Stück
der 13er sitzen und oder selber spielen. Hoffen wir,
das Die Woche voller Samstage genau das
ausgelöst hat.
Roy Blacha

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DER LETZTE VERSUCH und der war geglückt
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| Es war ein Fest
für´s Auge, ein Meer aus Farben und Darstellern,
die in ihren Rollen aufgingen. Von der Idee an sich ganz
zu schweigen. Da sind drei Maler, die nicht mehr richtig
malen können und die geraten in Konflikt mit den
Frauen, oder den Farben oder überhaupt mit sich selber.
Und so entwickelt sich ein Spiel, das nicht nur Tränen
in die Augen trieb, sondern auch das Nicken der Anerkennung
in den Kopf, angesichts solcher Bilder, wie die, die dort
auf der Bühne entstanden.
Neun Farben, neun junge Frauen nicht nur jede
in einem andersfarbigen Kostüm, sondern auch jede
in ihrer Art verschieden. (Die Besetzung erfolgte übrigens
genau gegen die Art der jeweiligen Darstellerin.) Eine
im wahrsten Sinne des Wortes bunte Mischung. Sie johlten,
kreischten, weinten, strampelten, lachten und hatten
Wutausbrüche. Zorn, Trauer, Enttäuschung,
Liebe als das war zu sehen in Gesichtern, die
alle ständig bei der Sache waren und unentwegt
in ihrer Rolle lebten. Nichts lenkte ab und die Konzentration
blieb immer bei den Hauptakteuren. Drei ganze Kerle
(unter anderem auch der Jupiter aus den Fliegen),
die sich gegenseitig nicht nur das Wasser sondern auch
die Pinsel reichten. Jeder ein Typ für sich und
doch genau der Typ, den man von einem extravertierten
Maler erwartet.
Zum Beispiel der Frauenheld. Keine Bilder malen können,
aber so viel Charisma haben, das ihm die Frauen zu Füßen
liegen. Und ich muss sagen, das die Ich-leg-sie-alle-flach-Szene
wohl die beste Idee in der Inszenierung war. Bis hin
zur Zigarette danach. Oder der Einblick in die Haushaltsführung
der Drei-Maler-WG. Klischees wurden bedient und das
geschickt. Dialoge wie: Machst du die Spüle?
? Na, wenn ich mal nicht
mehr bin! toll. Aber auch jede einzelne
Farbe war ein (ich schreib es ruhig mal so) farbiger
Fleck, der die Inszenierung rund machte. Eine Einzelne
hervorzuheben wäre ungerecht, denn alle waren etwas
besonderes. Aber dennoch blieb mir Grau in bester Erinnerung,
nicht nur, weil sie von den Farben die Führungsrolle
hatte, sondern auch, weil die Besetzung genau richtig
war, und genau gegen die Erwartungen des Publikums spielte.
Oder Rosa, ein kleiner Wirbelwind, oder Rot die die
Liebe treffend verkörperte wenn man das
so schreiben kann. Ach, es wäre müßig
alles aufzuzählen.
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Stimmig auch der Einsatz der gut ausgewählten
Musik, der Rhythmus der Inszenierung und das Tempo.
Schade eigentlich, das man dieses Stück nicht noch
einmal sehen kann, war doch Der letzte Versuch
die letzte Vorstellung dieser Gruppe aus Frankfurt (Oder),
unter der Leitung von Kerstin Hanne.
Roy Blacha
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DIE OMA INS HEIM vom Kaffeetisch weg
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| In vier kurzen
Szenen zeigten uns die Prenzlauer Schüler des Kurses
Darstellendes Spiel, Klasse 11, des Städtischen Gymnasiums,
Situationen aus dem Alltag, in denen zu sehen ist, wie
wir mit anderen umgehen.
Mit der Schwester oder Oma zum Beispiel. Die eine Schwester
bekommt von der Oma Geld, die andere nicht, dafür
diese von der Mutter, was die andere nicht gut findet.
Die eine raucht, die andere verpetzt es. Nun ja, was
daraus für Konflikte entstehen, wissen wir, besonders
wenn der Vater nur den Tisch verläßt um mal
mit den fünf Fingern auf den Tisch zu hauen. Aber
was aus dieser Situation entsteht ist eine schöne
Idee. Da muss nämlich die Oma für alles bluten.
Diese wird nämlich vom Tisch weg in ein Heim verfrachtet.
Das geht, weil die Koffer schon gepackt sind. Vielleicht
Alltag, vielleicht auch nicht, aber rührend gespielt
von den Prenzlauern.
Diese standen zum ersten Mal auf der Bühne und
in dieser Besetzung. Die Szenencollage haben sie selber
geschrieben und bearbeitet. Immerhin 20 Darsteller versammelten
sich im Foyer der ubs., der denkbar schlechtesten Spielstätte,
aber für dieses Stück, auf Grund der Breite
der Bühne, genau richtig. Und, es war die Premiere.
Dann kam die Szene mit der neuen, türkischen Mitschülerin,
die natürlich in Konflikt mit einer ausländerfeindlichen
Schülerin gerät. Aber, hier wendet sich alles
zum Guten, und vielleicht sind sie heute ja schon die
dicksten Freundinnen.
Apropos Freundinen: Vier Freundinen und ein Junge.
Einer von ihnen ist mirt ihm zusammen und die anere
verliebt sich ausgerechnet in diesen Jungen. Probleme
sind da garantiert, noch dazu wo alles auffliegt, und
sie beste Freundin und neuen Freund verliert. Das Ende
hingegen ist tragisch: Sie wählt eine handvoll
Schlaftabletten um diesem scheinbaren Dilemma zu entfliehen.
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Auch hier, wie bei Hab mich lieb frage
ich mich: Kann es keine positive, optimistische Lösung
dafür geben? Immer gleich der Tod?
Und die terrorrisierte Klasse und Lehrerin kommen zu
einem guten Ende. Es wird sogar nach dem Unterricht
die Friedenspfeife oder -zigarette geraucht. (In dieser
Szene besonders bemerkenswert: Der gebastelte Zigarettenautomat!
Echt gut.)
Zwischen den Szenen stellten die Prenzlauer das Gedicht
Augen in der Großstadt von Kurt Tucholsky,
das sie spielten.
Für alle Darsteller wäre es ein Gutes, wenn
sie im nächsten Jahr beim Darstellenden Spiel bleiben.
Nicht nur um mehr zu lernen von Theater und Bewegung
auf der Bühne, sondern auch, weil sie sich mit
alltäglichen Themen auf diese Weise auseinandersetzen
können. Dieses Stück war ein Anfang.
Roy Blacha

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TILL EULENSPIEGEL |
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Mittwoch früh 11.oo Uhr - auf der Hinterbühne
waren wohl die jüngsten Teilnehmer desdiesjährigen
Schultheatertreffens zu Gast - Schüler/Innen der
Kreismusikschule Prenzlau,Nebenstelle Angermünde
mit ihrer Lehrerin Frau Glös.
Die kleinen Mädchen und Jungen vom Chor erzählten
in ihren Liedern kleine Geschichten über den bekannten
Schalk aus dem Mittelalter.
Musikalisch unterstützt wurden sie von einem kleinen
Orchester.Es herrschte große Aufregung, jeder
von den Sängern wollte sein Bestes geben.
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Dass dabei manchem Sänger andere Dinge wichtiger
wurden, (ein heruntergefallener Button oder daseigene
T-Shirt) hatte wohl mit dem Lampenfieber
zu tun. Der Till, ein fröhlicher Junge, mit kräftiger
Stimme war gut besetzt. Die kleinen Spielszenen unterstützten
den Gesang und sind durchaus ausbaufähig.Eine Erzählerin
(hier kam eine Mikro zum Einsatz) half, die Geschichte
verständlich zumachen, da mancher Text der kleinen
Sänger nicht so deutlich zu verstehen war.Insgesamt
eine tolle Leistung der jüngsten Teilnehmer - macht
weiter so!
Betty
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SCHWARZ UND WEISS |
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| Es gab in der
Fülle der Stücke in diesen Tagen nur einmal
den Versuch von Kabarett und Comedy: von FKK, der Kabarettgruppe
des Gymnasiums Eberswalde Finow. Es scheint wohl eine
Theaterform zu sein, die die wenigsten Gruppen in Betracht
ziehen für ihre Projekte, dabei wäre es für
manche Gruppe die bessere Lösung gewesen.
Die Eberswalder hatten sich Texte aus allen möglichen
Themenbereichen ausgesucht. Da ging es um das Atombombenbastelset
von Aldi, um die Müllabfuhr, und sich überscheidende
Radiosendungen oder um Alltagsgeschichten. Eine bunte
Mischung. Die Schüler haben Bühnenerfahrung,
waren sie doch schon im letzten Jahr mit von der Partie.
Natürlich auch mit einem Kabarettprogramm. Eine
gute halbe Stunde brauchte man nicht drüber nachzudenken,
wo der Sinn des Stückes lag, denn die Texte sollten
wohl in erster Linie zum Lachen anregen und das taten
sie auch. Interessante junge Menschen, die sich da in
dieser Gruppe zusammengefunden haben und die gemeinsam
etwas machen wollen. Es fehlte aber ein bisschen der
Zynismus und die Bissigkeit von Kabarett und Comedy.
Vielleicht lag es an den Texten oder der Musikauswahl:
ein bisschen mehr Frische und Lockerheit hätten
die Sache runder gemacht.
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Die Darsteller spielten auch nicht wirklich miteinander
und so war es schon erschreckend zu sehen, wie der Partner
hängengelassen wird, wenn er einen Hänger
hat, der so schlimm ist, das er hinter die Bühne
gehen muss. Das ist doch bei Comedy kein Problem, das
kann man überspielen und einbauen. Aber so?
Alle Achtung aber vor dem Mut, diese Texte auf die Bühne
zu bringen. Sie waren teilweise schwer umsetzbar und
zu tiefgründig. Trotzdem hat die Gruppe es gemacht.
Hut ab. Und, es war nicht schwarz weiss, sondern wirklich
kunterbunt.
Roy Blacha
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DR. MED. HIOB PRÄTORIUS |
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| Die Handlung
ist eine kleine Kriminalgeschichte um den Doktor Prätorius,
Facharzt für Chirurgie und Frauenleiden, der eigentlich
gar kein Doktor ist, um sein Faktotum, einem Mörder,
der nach der Hinrichtung noch am Leben ist und seine Frau,
die Spanierin, die aus Halle an der Saale kommt. In diesem
Fall ermitteln Holmes und Watson. Der Fall? Prätorius
und seine Frau kommen bei einem Autounfall ums Leben.
War es ein Unfall? Es gibt eine Lösung.
Der Kurs DS, Klasse 12, des Gauß-Gymnasiums Schwedt,
unter der Regie von Simone Grieger, hat diese Komödie
von Curt Götz in Szene gesetzt. Ein Text, der viel
Wortwitz und köstliche Dialoge enthält und
so den kleinen Saal (der mal wieder überüberübervoll
war) des öfteren zum Lachen brachte. Die beschwingte
Musik sorgte von Anfang an für eine gelöste
Stimmung in den Reihen.
Holmes und Watson waren ein ideales Paar auf der Bühne
nicht nur optisch, sondern auch im spielerischen
Umgang miteinander. Sie ergänzten sich und hielten
so die Spannung in dem recht textlastigen Stück.
Überhaupt war die Besetzung geschickt ausgewählt.
Der Doktor Prätorius wurde von einem jungen Mann
gespielt, dem man den ersten Bühnenkontakt ansah,
der aber seine Rolle genauso spielte, wie man sich den
Doktor vorstellt. Etwas überheblich, etwas gefühlskalt
und immer die richtige Antwort. Und immer etwas distanziert
von den anderen. Außer bei seiner Frau, der Spanierin,
die gar keine war, sondern eine ehemalige Patientin.
Auch sie passte zum Doktor und zur Rolle. Das Stück
war stimmig. Es wurde nicht mit einem üppigen Bühnenbild
gearbeitet, sondern nur das notwendigste eingesetzt
und benutzt.
Das der Doktor das Gen der Dummheit nicht mehr zu Lebzeiten
gefunden hat, liegt an seinem Tod. Und Watson und Holmes
klären den Fall auf. Es kann bei diesen beiden
auch gar nicht anders erwartet werden. Wahrscheinlich
hatten sie den Fall schon gelöst, bevor er passierte.
Kriminalstücke, bzw. komödien sind selten
zu sehen während der Schultheatertage und so hat
die Gruppe auch mit der Wahl des Stückes die richtige
Entscheidung getroffen.
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Und trotz der 50 °C im Schatten (...kleiner Saal):
eine amüsante dreiviertel Stunde!
Roy Blacha
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VOLLEYBALLTURNIER |
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| Beim obligatorischen
Volleyballturnier kämpften sich, bei recht kühlem
Wetter und leichtem Nieselregen folgende Mannschaften
an die Spitze:
1. Platz Boykottsupporter (Oberstufenzentrum Schwedt)
2. Die um die B tanzen (Gauß Gym)
3. Monsters (Bühnentechnik der ubs.)
4. NV Bühne (Schauspieler ubs.)
Als Schiedsrichter fungierte wie immer: Karl-Heinz
Sommer, und die Konditorei Schäpe spendierte die
Siegertorte. Recht herzlichen Dank!
Weiterhin waren dabei: Isabellas Teufel (Bad Freienwalde),
die 6 Zwerge (Gauß), FKK (Eberswalde) und die
HumbiHorste (Eberswalde)
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ANMERKUNG |
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| Leider war es
nicht möglich, über alle gesehenen Stücke
etwas zu schreiben. Das hat nichts mit einer Wertung über
die Stücke zu tun, die in dieser Zeitung nicht auftauchen.
Es ist einfach eine Frage er Zeit und der Kraft. Vielleicht
wird es im nächsten Jahr anders...
Roy Blacha

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