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In eigener Sache
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| Bei allem guten
Willen wird es uns vielleicht auch in diesem Jahr nicht
gelingen, jede während der Schultheatertage vorgestellte
Inszenierung in dieser Zeitung zu besprechen. Dies hat
nichts mit einer Mißachtung der betreffenden Produktionen
zu tun, sondern ist einfach eine Frage von Kraft und Zeit.
Auch aus diesem Grund ist jeder, der etwas für das
sonnensegel schreiben möchte, herzlich dazu eingeladen. |
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Zum Zweiten die Bitte: Redet mit uns. Auch wir sind
an einem konstruktiven Feedback, unsere Arbeit auf diesen
Seiten betreffend, sehr interessiert. Die Redaktion
des sonnensegels ist täglich unter e-mail: spagel@theater-schwedt.de
erreichbar.
Die Redaktion
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Eröffnung des 12. Schultheaterfestes an den
ubs.
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Um 15 Uhr - drei
Vorstellungen hatten bereits stattgefunden - wurde das
diesjährige Schultheaterfest durch den Intendanten
der ubs., Reinhard Simon, und die Theaterpädagogin
Waltraud Bartsch auch offiziell eröffnet.
Bei reichlich Zucker - Negerküsse tummelten sich
auf der Tafel zwischen Getränken in allen Gummibärchenfarben
- sorgten die Mitglieder des Theaters an der Wendeschleife
Cottbus für den kulturellen Beitrag zur Eröffnung:
Sie tobten als Clowns mit roten Nasen und Mützen
durch die Menge und stellten fest: Die ubs sind
an allem schuld! - Am 12. Schultheaterfest nämlich
- und den 11 vorangegangenen natürlich auch.
Und in diesem Sinne wünschen wir uns und euch in
den kommenden Tagen viele neue (und neugierige) Eindrücke.
Toi toi toi! |
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(Gar k)ein Zirkus für Kinder?
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Bereits beim Warten auf die Eröffnung der Manege
steigt die Spannung: was wird wohl mit all den interessanten
Zirkus-Utensilien, die von bunten Bällen über
riesige Reifen bis hin zu hölzernen Rollen reichen,
geschehen?
Alle Zuschauer im gut gefüllten Theatersaal halten
den Atem an, als rhythmische Trommelklänge auf
der dunklen Bühne widerhallen.
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Die 23 Akteure des Theater-Kurses der Freien Schule
Prenzlau eröffnen voller Leidenschaft ihr Programm,
das dem eines professionellen Zirkusses
in nichts nachsteht. Das Repertoire der Akteure umfasst
7 Nummern, die sich von sportlichen Clowns-Stücken
über akrobatisch-anmutige Choreografien bis hin
zu coolen Hip-Hop-Tänzen verwandeln. Somit kam
jeder Zuschauer auf seine Kosten. Sehenswerter als die
Einlagen selbst war jedoch die Liebe zum Detail, die
sich im Bühnenbild mit bunten Zirkus-Vorhängen
sowie in den Kostümen und in der professionellen
Mimik der noch sehr jungen Schauspieler widerspiegelte.
Eine exakt auf die verschiedenen Einlagen abgestimmte
Musik rundete das gelungene Arrangement ab.
Dabei erzeugte nicht zuletzt die Dressur-Nummer, in
der detailgetreu geschminkte Raubtiere akrobatisch durch
einen Reifen sprangen, die Illusion, tatsächlich
echten Wildkatzen gegenüberzusitzen. Selbst die
Altersspanne der Akteure von 7 bis 13 Jahren wurde in
der Konzeption der Stücke harmonisch miteinander
verbunden, so dass sich die Größeren
nicht schämen brauchten, im Kinderzirkus
( wenn man ihn überhaupt so nennen darf!) ihr Können
zu zeigen. Angesichts dieses großartigen Zirkus-Events
wünsche ich den verantwortlichen Leitern, dass
sie das vorhandene Potential nutzen, um die Altersklasse
nach oben zu erweitern. Somit könnten wir uns auf
eine explosive neue Show im nächsten Jahr freuen
und den ein oder anderen Star in seiner
weiteren Entwicklung bewundern.
- lola -
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And When The Angels Come Down
Fast wie Romeo und Julia
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Am Anfang war
beruhigende Musik zu hören, als die Schüler
der 10. Klasse der Angermünder Ehm-Welk-Gesamtschule
die Bühne betraten. Gespannt wartete das Publikum
auf den ersten Auftritt der Schüler bei den Schultheatertagen.
Die erste Szene spielte auf einem Jahrmarkt und als Requisiten
waren nur Stühle auf der Bühne. Der Anfang war
ein wenig unübersichtlich, als die Schauspieler über
Jugendliche und deren Probleme mit der Liebe sprachen.
Doch plötzlich wechselte der Schauplatz und man machte
eine Reise in die Vergangenheit, nach Verona, dem Ort
der wohl berühmtesten Liebestragödie. Die Schauspieler
befanden sich immer noch auf dem Markt und Montagues und
Capulets standen sich feindlich gegenüber. In relativ
kurzen Szenen wurde gezeigt, wie eine junger Fürst
Julia, die Tochter des Capulet-Oberhauptes, heiraten will.
Doch diese verliebt sich auf einem Maskenball in den jungen
Montague Romeo. Ihre Liebe ist jedoch von Anfang an zum
Scheitern verurteilt. Das wird jedoch erst beschrieben,
als sich die Schüler schon wieder in der Gegenwart
befinden. Durch das Zusammenspiel von poetischen und umgangssprachlichen
Texten kam die Geschichte gut rüber, trotz einiger
sprachlicher Ungeschicklichkeiten, wie zu schnelles oder
undeutliches Sprechen. Das Stück wurde von Spielleiterin
Astrid Maschke aus einer modernen Übersetzung von
Romeo und Julia und einem Jugendstück entworfen,
was ihr gut gelungen ist.
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Auch die musikalische Untermalung war treffend und erregte
das Interesse des Publikums. Alles in allem war es eine
gute Leistung der jungen Schauspieler aus Angermünde
und trotz zeitweiliger Unübersichtlichkeit und
einiger sprachlicher Mankos eine neue, relativ kurze,
aber interessante Darstellung des Shakespeare-Klassikers.
Alex
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Aikido-Workshop
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Aikido, so erklärte uns Steffen Rose, ist mehr
als nur pure Selbstverteidigung, sondern eine wirkliche
Kampfkunst.
Mit Meditation lernt man, sich selbst vollkommen wahrzunehmen,
damit man auch weiß,
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was man verteidigt, meinte
er. Beim Training spürt man von Anfang an den Partner
und das sei das Faszinierende.
Beeindruckend war auch, dass die Handlungen wie ein Tanz
aussahen und nur allein durch Aussehen und erst später
beim Probieren durch Wirkung überzeugten.
Leider konnten die Gebiete, die Aikido umfasst, wenn überhaupt,
nur angeschnitten werden, und doch regte sich Begeisterung
bei denen, die bis zum Schluss durchgehalten haben, denn
mehr als die Hälfte gab leider mittendrin auf, als
sie bemerkten, dass es eine Menge an Körperbeherrschung
abfordert. Verblüffend war festzustellen, wie deutlich
die zwei Prinzipien in allen Handlungen wiederzufinden
sind: Die Kraft des Anderen zu nutzen und diese gegen
ihn zu verwenden, ist die Grundlage aller Aktionen, so
konnten auch Größenunterschiede ohne Probleme
nach Probieren überwunden werden.
Innere Kampfkünste, zu denen Aikido gehört,
sollen zeigen, dass mit Verstand und innerem Gleichgewicht
Siege errungen werden, und nicht durch Kraft und Wut,
dies versuchte er, uns an Hebeltechniken deutlich zu machen.
Zwar sah man den Rollen, die geübt wurden, mit Zweifeln
entgegen, was diese denn bringen mögen, doch bewies
er, dass es die notwenigen Grundlagen sind und man langsam
an sich arbeiten müsse, um, so wie er es schafft,
einen Salto aus der Luft auf blankem Parkett ohne weiteres
mit Arm und Schulter abzufangen.
Zwei Teilnehmerinnen meinten im Nachhinein, dass es einfach
nur beieindruckend war, dies anzusehen und selbst auszuprobieren.
So waren sie motiviert und hoffen nun auf den nächsten
Workshop in Schwedt.
Laura
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Und auf einmal steht es neben dir
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| Er war halb Seemann
und halb Sachse. So beschreiben Zeitgenosen den deutschen
Lyriker Joachim Ringelnatz, der über 2000 Gedichte
und Texte schrieb. Am Montag um 14.00 Uhr versuchten die
Schüler der 11. Klasse des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums
aus Schwedt das Leben des Ringelnatz einmal anhand seiner
Werke darzustellen. Es war interessant zuzuhören,
wie die Gedichte in sein Leben passten und mit welchem
Lebensabschnitt Ringelnatz man diese verbinden kann.
Durch das Stück leiteten 2 Moderatoren das Publikum
von Szene zu Szene, die ihre Sache gut gemacht haben.
Die einzelnen Gedichte wurden spielerisch dargestellt,
wobei man sagen muss, dass den jungen Schauspielern an
manchen Stellen die Überzeugung gefehlt hat. Eine
gute Idee waren die 2 Leinwände, die das Bühnenbild
verkleinerten und die Zuschauer auf das Wesentliche lenkten.
Auch der rasche Szenewechsel war hierdurch möglich.
Manchmal war es schwer, dem Stück zu folgen, da sich
nicht jeder im Publikum mit Ringelnatz Leben beschäftigt
hat, aber das Stück war auch mit vielen lustigen
Szenen versehen, wie zum Beispiel dem Betrunkenen oder
der Turnszene. Die Lichttechnik wurde teilweise falsch
eingesetzt, was für ein wenig Verwirrung sorgte,
doch die jungen Darsteller ließen sich davon nicht
beirren. Das Projezieren bestimmter Texte oder Bilder
auf die Leinwände war ein guter Weg, um das Stück
interessanter zu machen, doch leider ist es nicht allen
Schauspielern gelungen, dieses Interesse beim Publikum
zu wecken. An manchen Stellen bemerkte man, dass die Schüler
noch nicht viel Bühnenpraxis mitgebracht haben, doch
den Meisten ist es gut gelungen und so wurde Ringelnatz
Leben dem Publikum auf eine witzige Art und Weise näher
gebracht. Mal sehen, möglicherweise sehen wir diese
Darsteller im nächsten Jahr wieder und dann vielleicht
auch mit ein wenig mehr Überzeugung.
A.B.
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Musik, Tanz & Ringelnatz
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Auch das Schwedter C.-F.-Gauss-Gymnasium nahm am
diesjährigen Schultheaterfest teil. Elftklässler
gestalteten ein Programm aus Texten von Ringelnatz,
Musik und Tanz.

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Und auf einmal steht es neben dir ist
ein Zitat des bekannten Lyrikers, der sich selbst als
Artist bezeichnete, und gleichzeitig auch der Name des
Stückes, welches von Antje Mücke geleitet
wurde.
Zwei wortgewandte Moderatoren führten durch das
ganze Programm. Sie standen auf einer Bühne mit
recht einfachen Requisiten. Mit Stoff überzogene
Holzrahmen dienten nicht nur als Bühnentrennwände,
sondern auch als Projektionsfläche. Auf der wurden
Bilder von Ringelnatz gezeigt. Anfangs jedoch konnte
man während einer erheiternden Schreibmaschinenmusik
ein typisch sarkastisches Gedicht auf der Leinwand lesen.
Mit einem Schmunzeln im Gesicht wurde der Gast in das
Leben des Joachim Ringelnatz eingeführt. Interessant
war, dass Ringelnatz unter dem Namen Hans Bötticher
geboren wurde und sich erst später seinen bekannten
Namen gab. Den Lebenslauf, der mit Gedichten aus der
jeweiligen Zeit unterstrichen wurde, lockerten die Darsteller
mit Musik und Tänzen auf. So kam es vor, dass eine
Pianistin mit ihrem Stück zum Handlungsablauf beitrug
oder, dass ein Tangotanzpaar feurige Stimmung machte.
Jedoch kamen die bekannten Texte des Dichters nicht
zu kurz. Man vernahm das Gedicht über die zwei
Ameisen, die nach Amerika reisten, aber auch viele andere
Texte.
Das finale Gedicht wurde von allen teilnehmenden Darstellern
abwechselnd vorgetragen. Dieses etwas andere Theaterstück
war sehr erheiternd und wirklich empfehlenswert.
Tom Wilkniß
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Erbsenzeit - eine Eigenproduktion des Theaters im Schuppen
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Das Intime Theater
betretend erwartete das Publikum das malerisch-romantische
Bühnenbild eines Baumes - an einem Fluss gelegen
- auf dem auch gleich Ariane (gespielt von Christina Hohmuth)
saß. Das Zweimannstück begann mit Matthis
(Daniel Heinz) Versuch, einen ungewöhnlich großen
Fisch zu fangen, was die Aufmerksamkeit des fünfzehnjährigen
Mädchens erregte. Von nun an bemühen sich beide,
einander näher zu kommen: Ariane auf kindlich-naive
Art, Matthis - zwar schon 23 Jahre, aber dennoch Jungfrau
wie das kecke Mädchen - hin- und hergerissen zwischen
Traum- und Erwachsenenwelt. Obwohl beide Charaktere völlig
verschiedene Interessen aufweisen, finden sie sich letztendlich
und drücken ihre Zuneigung in einen schüchternen
Kuss aus.
Der Schauspieltruppe aus dem Theater im Schuppen
e.V. Frankfurt (Oder) eilt ihr in jeder Hinsicht
sehr guter Ruf voraus, was die Zuschauer auch im Nachhinein
mit Aussagen wie: Es war das beste Stück, das
ich heute gesehen habe. bestätigten. Unter
der Regie von Frank Radüg zeigten die jungen Schauspieler
eine ausgezeichnete Leistung, die das Auditorium durch
langanhaltenden Applaus honorierte. Auch in Zukunft plant
man Großes: Im Sommersemester 2006 wird eine eigene
Schauspielschule eröffnet, um Darstellende Künstler
auszubilden.
Im Allgemeinen gingen die Zuschauer mit der simplen, aber
doch treffendsten Meinung aus dem Saal: Einfach
süß!
Anne Haller und Stefanie Rach
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Ich bin so, wie ich bin. - Warum bin ich so ...
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Im ersten Arbeitsergebnis des Theaterpräventionsprojektes
Leerstelle oder der Büffel büffelt nicht
zeigten die am Projekt beteiligten 14- bis 18jährigen
Jugendlichen, wie sie sich selbst und die Stadt, in
der sie leben, wahrnehmen.
Dieser erste Schritt auf dem Weg zum gemeinsamen Theaterspielen
besteht in einer würfelförmigen Installation
im Hauptfoyer: Auf 36 m2 haben die Jugendlichen, angeleitet
und begleitet von Ulrike Völger und Julija Schemberger,
in zahlreichen Schwarzweißfotografien und gesammelten
Interviewfetzen ein Bild um Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung
gestaltet.
Fast jedes dieser Fotos ist ein kleines Meisterwerk,
urteilte Udo Krause, Hausfotograf an den ubs.
S.P.
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Staatsbesuch und Tantrasex oder Was hat Mr. Bush mit dem
ehelichen Schlafzimmer zu tun?
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Nach einem ersten gemeinsamen DS-Kursjahr präsentierten
die spiellustigen Elftklässler des OSZ Schwedt
eine kurze und kurzweilige Mischung aus Kabarett und
Comedy und füllten damit kurzfristig eine krankheitsbedingte
Lücke im Veranstaltungsplan des Schultheaterfestes.
Über (zu) komplizierte Umbauten, die manches Mal
auch bei den Darstellern für Verwirrung sorgten,
half dem Zuschauer die offensichtliche Spielfreude der
Darsteller -

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insbesondere im zweiten Teil der Vorstellung - hinweg.
Während im ersten Teil mit herzerfrischender Ironie
ein Staatsbesuch des amerikanischen Präsidenten
bei seinem Amtskollegen Schröder ausgewertet wurde,
widmete sich das Ensemble anschließend den Fragen
des ehelichen Sexuallebens - um nach argumentenreichen
Diskussionen zum Altbwährten zurückzukehren.
J.-P.S.
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Grenzfälle
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Das Stück, das vom Theater an der Wendeschleife
aufgeführt wurde, entstand vollkommen in Selbsterarbeitung.
Deswegen verwundert auch die Vielschichtigkeit nicht,
die von der Kleinen Hexe über Asylproblematik
bis hin zur Thematisierung von Volksverständigung
und Völkerwanderung führt.
Clowns, die eigentlich in ihrer eigenen verspielten
Welt leben, entdecken die Erde und spielen sie nach,
wobei sie versuchen, die Grenzen zu verstehen, die Menschen
setzen, die sie selbst gar nicht kennen. Sie können
verzeihen, wenn jemand ihnen etwas böses tut, kennen
Probleme mit der Sprache nicht und behandeln sich alle
gleich. Doch wie steht es da bei den Menschen? Die haben
Angst vor ihren Nachbarn, bauen Mauern um sich zu schützen,
egal ob es die Chinesische Mauer ist, der Limes, der
Gaza-Streifen oder einfach nur der Gartenzaun. Sie führten
seit Menschengedenken Kriege, weil sie sich über
Religion nicht einig waren oder schlicht kein Ausländisch
konnten.
All das und noch viel mehr schaffen die Schauspieler
zu reflektieren in geballter Form, die keinen überfordert.
Durch viele schöne und hervorragend umgesetzte
Ideen, durch immer präsente Satire und makaberen
Witz wurde dieses Stück so überzeugend und
überraschend. Mit der Einbeziehung der Zuschauer,
die selbst eine Völkerwanderung durchleben, und
dadurch auch noch die Perspektive wechseln mussten,
wurde das Stück richtig greifbar gemacht.
Wer kann denn die Asylpolitik eines Landes verstehen,
die Menschen nicht nach Not sondern nach eigenem Nutzen
auswählt? Bewegend wurde dargestellt, wie so leidende
Menschen hin- und hergerissen sind, weil sie keine Heimat
mehr haben und auch keiner ihnen eine bietet.
Ich kann nur dem Urteil der Zuschauer zustimmen, die
das Stück in der Mehrzahl toll, spitze,
super fanden.
Laura
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Shakespeares Der Sturm
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Den ersten Tag der 12. Schultheaterfestspiele schloss
der DS-Kurs der Zwölftklässler des Frankfurter
Otto-Brenner-Gymnasiums mit einer mitreißenden
und faszinierenden Aufführung von William Shakespeares
Der Sturm, in dem es darum geht, wie wichtig
in Familienbanden Rache und Vergebung sind.
Beispielhaft wird dies durch die Figur der Prospera,
die nach Rache sinnt und dann zu vergeben lernt. Unterstützt
von den Windgeistern, die sie in der Vergangenheit einst
rettete, schmiedet sie Pläne zugunsten ihrer Tochter
und, um Gerechtigkeit walten zu lassen, lässt sie
denen am Ende das Leben, die einst ihren Tod wollten.
Unterstützt wurde das Spiel durch das Fehlen jeglicher
optischer Kulissen; dafür wurden die Szenen durch
Hintergrundklänge stimmig untermalt. Auch wenn
es im Nachhinein Diskussionen über die Lautstärke
gab, kann man sagen, dass die Umsetzung der Idee sehr
gut gelungen ist, was das Publikum im Anschluss mit
langanhaltendem Applaus bestätigte. Liebe zum Detail
und Verwirklichungen der Charaktere in Kostüm und
Maske machten Gegensätze fühl- und sichtbar:
Vom ekligen Caliban über die verrückten, tosenden
Windgeister bis hin zur erhabenen Herzogin Prospera.
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Die Persönlichkeiten der Schauspieler nahmen ebenso
Einfluss wie der Spielleiter, der den Ausschlag für
das Stück lieferte. Das zeigt sich besonders im
Spiel der Luftgeister, die tanzend, geräuschvoll
und pyramidenbauend das Umfeld gestalteten und in Bewegung
hielten.
Alles in allem überzeugten die Charaktere vollkommen,
ob als kriecherischer Wilder, akrobatischer Luftgeist
oder machtgierige Despoten.
Anne und Laura
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Impressum |
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Schultheaterzeitung "Sonnensegel" der
Uckermärkischen Bühnen Schwedt
Redaktion und Gestaltung: Sandra Pagel
Fotos: Udo
Krause, S.Pagel, L.Sternbeck, J.Zabelt
www.davidonamission.de
(der Logo-Macher)

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