Projekt: POLEN OFFEN - OTWARTA POLSKA
 
  1. Brandenburgisch- Polnisches Schülertheaterfestival
Zeit und Ort: 4.-8. Mai 2004 in Schwedt (BRD) und Chojna (Polen)
Schirmherr: Steffen Reiche, Minister für Jugend, Bildung und Sport des Landes Brandenburg
 
     
 
 
     
 
Ab 1. Mai 2004 ist Polen "offen". Hat sich was verändert? Wie gehen die Menschen damit um? Und welche Möglichkeiten gibt es, Eindrücke, Erfahrungen künstlerisch umzusetzen?
Begreifen, was ist, heißt gerade für Jugendliche die Situation von Polen und Deutschen speziell im grenznahen Räumen in die eigene Lebenssicht einzuordnen und die Schnittstellen zur Sicht anderer Personen und zu ihren Mythen und Ideologien abzugrenzen. Es heißt auch, das eigene Bild der Anderen zu untersuchen.
Anlässlich der EU-Erweiterung wollen fast 80 SchülerInnen zwischen 14 und 18 Jahren aus dem Land Brandenburg und den benachbarten polnischen Landkreisen Gryfino und Szczecin mit theaterspezifischen Mitteln vor allem dem Rechnung tragen, dass auch junge deutsche und polnische Menschen zu wenig Kontakte haben und voneinander wissen. Das Festival lädt zu gemeinsamen Arbeitstagen unter Anleitung erfahrener Theaterpädagogen ein. Die weitere Zusammenarbeit soll nachdrücklicher Sinn des Festivals sein.

Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt werden das "Basislager" bieten, Probenräume zur Verfügung stellen, die gemeinsamen Essenszeiten organisieren und kultureller und geselliger Treffpunkt sein. Einige dieser Treffen sind öffentlich und führen junge Leute aus der Region und das zukünftige Mitspielpublikum mit den Teilnehmern des Theatertreffens zusammen.
  Die besondere Theaterform, mit der wir in diesen Tagen arbeiten wollen, ist das "Unsichtbare Theater". Unsichtbares Theater ist eine Theaterform, die politisches Theater in der Realität, im öffentlichen Raum, installiert, dadurch Perspektiven verändert, provoziert, berührt und Wirkung erzielt.
Die als Ergebnis gezeigten Strassentheateraktionen an vorher ausgewählten, besonderen Orten entlang der deutschen und polnischen offenen Grenze haben den Anspruch, das Thema "richtig rüberzubringen" und es wirklich zum Thema der jungen Menschen und des Publikums zu machen. Die jungen Schauspieler kommen zu ihren Zuschauern. Die anwesenden Zuschauer haben sich die Aktion nicht ausgewählt, sie sind Teil der Aktion. Diese Aktion will zu mehr Eigenengagement und politischer Reflexion anregen. Sie konfrontiert Menschen mit Situationen, die nicht nur ihre Stellungnahme fordern, sondern sie auch zum Handeln veranlassen. Im Workshop wird der Prozess vorgestellt vom Kennenlernen der TeilnehmerInnen untereinander über die Szenenfindung bis zum Schritt an die Öffentlichkeit.
 
     
 
 
     
 
Die F. C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz fördert dieses Vorhaben gemeinsam mit dem Ministerium für Jugend Bildung und Sport, Land Brandenburg.  

Projektträger:

Uckermärkische Bühnen Schwedt
Tel.: 0049 (0) 3332 5380
Fax: 0049 (0) 3332 538164

Ihre Ansprechpartnerin: Waltraud Bartsch

Uckermärkische Bühnen Schwedt
Waltraud Bartsch
Berliner Str. 46-48
16303 Schwedt