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 von Uwe (14. Februar 2010 17:21 Uhr)
Wen könnte man sich wohl besser in der Rolle des Willy Lowman an den UBS denken als Uwe Heinrich? Herr Heinrich spielt ihn nicht er ist Willy Lowman und das ist dann einer der seltenen Fälle die auf der Bühne passieren können. Auf diesem Gesicht Verzweiflung, Ausweglosigkeit und immer wieder die Hoffnung auf den „American Dream“ zu sehen das ist schon was! Seine Frau Linda wird kongenial von Elisabeth Zwieg gegeben.Die Regie zeigt für mein Verständnis in der Deutlichmachung der unterschiedlichen Zeitformen (Gegenwart – Vergangenheit) deutliche Schwächen. Für den nicht mit der Prosa vertrauten Zuschauer wird die zeitliche Zuordnung der Begegnung Willy – Biff – Frau in einem Bostener Hotel, die entscheidend für das Verhältnis Vater – Sohn und den Werdegang des Sohnes ist, nicht verständlich. Alles wirkt auf der Bühne wie aufeinanderfolgende Ereignisse. Arthur Miller hat ganz klare Vorstellungen zur Gestaltung des Bühnenbildes in seiner Prosa dargelegt. Das fehlende Bühnenbild ist zwar super hip aber in diesem Zusammenhang das entscheidende Manko. Aufwallende Dämpfe können hier auch nichts erklären. Alles in allem und obwohl es eigentlich ein zutiefst amerikanisches Stück ist – unbedingt ansehen!!!!Sprechtheater für Erwachsene ist am UBS leider eh schon zur Seltenheit geworden.


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