Zwischen Kunst am Plattenbau und verpassten Gelegenheiten – Schwedter über ihre Stadt

Zwischen November 2011 und Februar 2012 führte Birgit Bruck im Auftrag der Uckermärkischen Bühnen Interviews mit 14 Schwedterinnen und Schwedtern, die zur Grundlage des Stückes „Die Spur der Steine in Schwedt – (k)ein Märchen!“ wurden.

Am 12. Mai lasen Rita Dominik, Petra Meihsner, Michael Grötzsch, Manfred Schulz und Daniele Veterale zusammen mit Heike Schmidt Ausschnitte aus diesen Interviews. Mehr als 60 Zuschauer besuchten die Lesung, der sie fast 2 Stunden konzentriert folgten. Angeregte Gespräche danach sowohl mit Birgit Bruck als auch mit einigen der interviewten Schwedterinnen und Schwedtern lassen vermuten, dass dieses Thema niemanden in Schwedt richtig kalt lässt. Im Vorfeld der Lesung wurde eine ehemalige Ausstellung wiedereröffnet, die sich mit dem Aufbau des Erdölverarbeitungswerkes Ende der 50er bis Ende der 60er Jahre befasst (Redaktion: Sandra Pagel, Gestaltung: Siegfried Mehl).

Interviewt wurden: Edith Gelhaar, Werner und Udo Krause, Eckehard Tattermusch, Gerhard Bowitzky, Lucas Metze, Liane Morgner, Michael Jürgensen, Peter Schauer, Irmtraud Schauer, Fabian Bruck, Mike Bischoff, Michaela Bax und Hans-Rainer Harney.

Ausschnitte aus einigen Interviews:

Udo Krause, Grafiker und Fotograf an den ubs, geboren 1959.
Hattest Du nie den Wunsch, hier weg zu gehen?

Ich hab für mich sehr zeitig gemerkt, dass Schwedt mit einer der besten zentralen Punkte sein kann, den man sich zum Leben aussuchen kann. Schwedt kann ganz ruhig sein, also kann einen überhaupt nichts ablenken von dem, was man gerade macht. Kann dich aber auch sofort einladen und mitreißen, Dinge in der Gegend oder in der Stadt wahrzunehmen und zu leben.

Werner Krause, Jahrgang 1928, ehemaliger 1. Sekretär der SED Kreisleitung von 1969-1979.
Als das Kulturhaus eröffnet wurde, waren Sie ja noch hier. Wie haben Sie das erlebt?

Der Bau des Kulturhauses – das war für mich aber auch so ein Gefühl des Stolzes. Ich habe nicht nur eine Parteistrafe für den Bau erhalten, weil wir ihn illegal weiter geführt haben, was ja eigentlich nicht sein durfte. Ich hab eine Verwarnung gekriegt, Dieter Hahn hat eine Rüge gekriegt und der Bartel vom BMK hat auch eine Verwarnung gekriegt. In meinen kühnsten Träumen hatte ich keine Vorstellung von dem Haus, was hier mal entstehen würde.

Axel Schulz, bildender Künstler, geboren 1937, gestorben im März 2012.
Der erste Eindruck konnte Sie nicht abschrecken, nach Schwedt zu gehen?

Nö, da war ja ‘ne große Hoffnung, die hatten beschlossen, eine Papierfabrik zu bauen und ein riesen Erdölwerk und Monumentalkünstler wurden gebraucht, um die Stadt zu verschönern. Sofort, als ich 62 oder 63 hier war, ist mir versprochen worden, ich krieg ein wunderbares Atelier und ‘ne Wohnung. Sie wollten natürlich einen richtigen Künstler haben, also einen gestandenen, der schon zwanzig Jahre oder so gearbeitet hat. Hatten sie sich aus Dresden jemanden ausgeguckt. Ich war dann so ein bisschen der Notbehelf.

Peter Schauer, geboren 1940, Bürgermeister von Schwedt von 1990-2005.
Können Sie sich an Ihre erste Fahrt nach Schwedt erinnern?

Ich bin im Sommer 1964 das erste Mal hier gewesen, als Praktikant der TU Dresden, ich wusste überhaupt nicht, wo Schwedt liegt, geschweige denn, wie man hinkommt. Da hab ich in Ostbahnhof in Berlin jemanden gefragt, wie man nach Schwedt kommt. „Na Männeken, da vorne fährt die S- Bahn.“ – Ja, und dann stand ich wieder hilflos da. Da hab ich mich dann durch gequält bis Schwedt mit so ‘nem Vorortbummelzug und bin dann ausgestiegen, an dem Hauptbahnhof. Da stand eine alte, zig Mal geteerte, schwarze Holzbaracke. Ganz schräg. Das einzige, was mir noch einfällt, da stand oben dran „Fahrradaufbewahrung“. Und als der Bahner meinen konsternierten Blick gesehen hat, hat er zu mir gesagt: „Steig mal aus, an den Anblick gewöhnste dich schnell.“ Es war furchtbar! Dann hab ich meine sechs Wochen Praktikum gemacht, hab dort gewohnt in einem Wohnwagen, wo Bauarbeiter jeden Abend gesoffen haben bis in die Puppen, und ich stand da drinne und wollte meine wissenschaftlich interessierten Dinge tun. Von dort fuhr ein Zug der Stadt bis rein ins PCK, direkt vor die Anlagen. Da war dann ‘ne Haltestelle, der Zug hieß im Volksmund der „Robert“ und der „Robert“ bestand aus ‘ner Diesellok und mehreren ausrangierten D-Zug-Wagen: eingeschlagene Fenster, aufgeschlitzte Sitze, das war wie in Texas. Draußen stand über die ganze Länge des Zuges ein riesenlanger Satz: „Mit dem ersten Schwedt-Benzin zum Deutschlandtreffen nach Berlin.“

Fabian Bruck, Jahrgang 1991, Student in Leipzig.
Mit welchen Farben und Gerüchen verbindest Du Schwedt?

Grün. Weil, Schwedt liegt nun mal mitten im Grünen. Man kann wirklich auch einfach mal am See ein Feuerchen machen und schön grillen und quatschen und Sonnenuntergang. Ja, Grün auf jeden Fall. Aber manchmal stinkt’s auch. Ein kleiner Anteil grau. Es gibt so Tage, sonntags ist Schwedt grau. Dunkelblau. Samstagabend 20 Uhr, Bordsteine sind hochgeklappt. Schwedt riecht nach Sehnsüchten, die nicht erfüllt wurden. Viele Leute wollen raus, aber können‘s nicht. Die träumen von etwas, aber sagen sich dann wieder, eigentlich ist es hier doch ganz schön. Das riecht nach nicht genutzten Gelegenheiten. Fehlender Mut, Träume zu verwirklichen. Das zieht einen auch runter. Darum will man raus, denn das ist gefährlich. Irgendwann ertappt man sich sonst selbst dabei.

Michaela Bax, geboren 1973, Leiterin des Besucherservice an den ubs.
Wie wichtig ist es Dir, hier Spuren zu hinterlassen?

Ich möchte einen Apfelbaum für meine Familie haben. Also ‘ne Erinnerung – wir waren hier. Weil ich mir vorstellen kann: Mein Kind kommt irgendwann mit ihrem Kind hierher und sagt: Guck mal, hier sind die Wurzeln. Hier war deine Familie, Oma, Opa, die haben alle hier gewohnt und denen ging‘s hier gut. Ich hab mir ein chinesisches Sprichwort ausgesucht: Wenn die Wurzeln tief sind, braucht man den Wind nicht zu fürchten. Das steht auf dem Stein und dann stehen die Namen von meinem Vati und meiner Mutti, meinem Bruder, von mir und Jeanina da drauf.

Hans-Rainer Harney, geboren 1937, evangelischer Pfarrer i. R.
Wie sollte sich Schwedt in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren entwickeln?

Die Stadt muss schöner werden, als sie schon ist. Das heißt aber nicht, sauberer – sie muss vielfältiger werden. Es muss viele Gemeinschaftserlebnisse geben. Das ist nicht mit Oktoberfesten getan. Sondern das erfordert Fantasie. Und das muss von uns, von den Schwedter selbst kommen. Ich wünschte mir mehr Ausländer hier, das wird jetzt schon interessant sein, wenn mehr Polen kommen. Und wenn man mit den Polen Kontakte kriegt, die dann hier wohnen und hier leben. Das könnte auch eine Chance sein.

Wie küsst Man(n) fünf Frauen gleichzeitig? Unser erstes Probenwochenende am 24. und 25. März

Die Probenatmosphäre ist locker. Immer wieder müssen die fünf Damen Franzi, Tabea, Evelyn, Sabrina und Claudia über die Bühne laufen und ihren Helden begrüßen. Der Held der Arbeit alias Sozialismus alias Daniel Heinz und die Stadt Schwedt begegnen sich zum ersten Mal. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Und das ist ja bekanntlich verzaubernd.

Aber wie soll das auf der Bühne stattfinden? Zumal die Stadt Schwedt von fünf Damen gespielt wird, der Held jedoch (nur) von einem Schauspieler?

Ein interessantes Phänomen, das Regisseurin Ulrike Völger geschickt meistert. Die Mädchen schwärmen aus. Sie umkreisen ihren Liebsten, er versucht jede Einzelne von ihnen zu „verführen“. Ein vielschichtiges Bild wie eine Tanzformation entsteht, das sicher manchen Mann dazu verführen könnte, sich seine Herzallerliebste auch fünf- oder vielfach vorzustellen.

Chorisches Arbeiten ist nicht einfach. Das müssen unsere 23 Spielerinnen und Spieler mehr denn je gerade an diesem ersten Probenwochenende erfahren. Endlich, endlich ist das umfangreiche Textbuch komplett, sind alle Aufgaben verteilt. Texte können gelernt werden. Die Schauspielkollegen wie Daniele Veterale, Daniel Heinz und Uwe Schmiedel kommen schon dazu. Und doch wird die Arbeit nicht einfacher. Obwohl mittlerweile die Kostüme feststehen, erste Bühnenbildelemente vorhanden sind.

Wie ist es zum Beispiel, wenn die Oder mit dem Poldergeist Kaffee trinkt. Ja, kann ein Fluss denn Kaffee trinken? Er kann – auf dem Theater geht alles, wenn es nur interessant ist und neugierig macht. Also müssen fünf Tassen für die Oder plus noch eine für den Poldergeist aufgebaut und vor allem von den vier Kobolden auch schnellstens wieder abgebaut werden.

Dieses erste Probenwochenende schweißt die Gruppe zusammen. Es sind nicht nur die ungewohnten und interessanten Proben, die für alle ein neues Terrain bedeuten, es sind auch nicht nur die ersten Gespräche mit jemandem, den man sonst nie näher kennen gelernt hätte – einfach, weil die Lebensbereiche zu weit auseinander liegen. Es ist aber möglicherweise die Verzauberung, die Theaterspielen wie ein Netz über alle wirft. Plötzlich erkennt man sich selbst nicht wieder, plötzlich erlebt man eine Verwandlung, die man gern mit nach Hause nehmen würde.

Die Probenzeit ist kurz, die Premiere rückt unaufhörlich näher. Noch liegen weite Teile des Stückes relativ unbearbeitet vor allen Akteuren und trotzdem entstehen schon erste wichtige Eckpunkte, so dass plötzlich ein Schimmer eines möglichen Endresultats sichtbar wird.

Wir freuen uns, dass alle Spurensucher bei der Stange geblieben sind außer Tine, die uns leider – sicher aber auch zu ihrem persönlichen Glück – verlässt, weil sie in Hamburg eine neue Bleibe findet. Für sie ist Sabrina eingestiegen und so ist die Schwedter Stadt wieder komplett mit fünf Damen besetzt. Und der Held wird weiterhin fünf attraktive Schwedterinnen im Alter von 14 bis 30 (auf der Bühne!) verführen dürfen.

Und so fühlt es sich an, auf der Bühne zu stehen!

Am 18. Januar trafen sich über 30 Schwedterinnen und Schwedter zwischen 14 Jahren und Ende 70, um das Stück „Die Spur der Steine in Schwedt – (k)ein Märchen“ in Angriff zu nehmen. Mit Ulrike Völger, der Regisseurin aus Berlin, und Gislén Engelmann, der Assistentin, lernten sie die nunmehr führende Crew des Projektes kennen.

Chefdramaturgin Heike Schmidt stellte den Stand der Arbeit vor, der bereits zu einem ersten Stückentwurf geführt hat. Unter dem Dach einer poesievollen Märchengeschichte finden sich Figuren wie die Stadt Schwedt als Mädchen und Frau, der Poldergeist, die Mutter Oder und die Freier Held der Arbeit und Kapitalo zusammen. Sie erzählen eine fantasievolle Liebesgeschichte von Stadt und Gesellschaft und zeigen in der Entwicklung eines jungen, schönen, aber armen Mädchens zu einer reifen, attraktiven Frau die Entwicklung der Stadt Schwedt.

Alle Mitmachenden waren aufgerufen, in einem Kennenlernspiel die ersten Schritte auf der Bühne im Kleinen Saal zu wagen, der dann im Juni auch der Premierenort sein wird. Das Eingangslied zur Melodie von „Im Grunde der Moldau“ wurde mit neuem Text versehen von den Spielerinnen und Spielern unter Anleitung von Gislén bereits ein erstes Mal geübt.

Die weiteren Proben finden voraussichtlich immer um 17.00 Uhr am Mittwoch statt. Noch steht es allen Beteiligten offen, für sich zu entscheiden, mitzumachen oder Andere dafür zu begeistern. Mitte Februar wird es dann verbindlicher werden. Zu den wöchentlichen Probentagen werden unter anderem einige Arbeitswochenenden kommen. Die Endprobenzeit im Sommer im Vorfeld des 17. Juni wird ebenfalls arbeitsreicher sein.

Ulrike Völger versprach allen Beteiligten ein hohes Maß an Spaß, Weiterentwicklung und Spannung, denn das Stück wird letztlich erst durch die Arbeit auf der Bühne seinen letzten Schliff erhalten. Mit Daniele Veterale ist bereits ein Darsteller aus dem festen Schauspielensemble der ubs in die Probenarbeit mit eingestiegen; weitere werden folgen.

14. Dezember 2011: Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Partnervereine, Freunde und Interessierte in und außerhalb Schwedts,

das Sammeln und Auflisten von Ereignissen, Erfahrungen und Lebensberichten aus den letzten 50 Jahren Schwedts ist nunmehr so gut wie abgeschlossen.

Dank sagen die Beteiligten der ubs und auch die Journalistin Birgit Bruck all denjenigen, die tatkräftig einen Fragebogen ausgefüllt, aus ihrem Leben erzählt bzw. sich bei dem einen oder anderen gemeldet haben, um evtl. ab Januar spielend weiter zu machen.

Es sind viele Lebensgeschichten und Eindrücke zusammen gekommen, die nun in einem anderthalbstündigen Stück aufbereitet werden, um auf die Bühne zu kommen.

Die Spur der Steine in Schwedt – (k)ein Märchen! soll das Stück vorläufig heißen. Dass es bereits so weit gediehen ist, daran hatten die vielen Beteiligten einen regen Anteil!

Nun geht es in die zweite Phase des von der Kulturstiftung des Bundes im Fonds Heimspiel geförderten Projektes. Ab 18. Januar 2012, immer mittwochs zunächst um 16.30 Uhr, treffen sich alle Spielbegeisterten von 15 bis 85 unter der Leitung der Regisseurin Ulrike Völger und proben an den schon bestehenden und ständig weiter zu entwickelnden Szenen.

Dazu laden wir noch weitere SchwedterInnen ein, die sich trauen, „auf den Brettern, die die Welt bedeuten“ (können), zu stehen. Keine Angst – jeder probiert einmal den ersten Schritt aus.

Auch wer nicht mitspielen möchte, aber weiterhin an der Geschichte und ihrer Realisierung bis zur Premiere am 17. Juni 2012 interessiert ist, kann sich unter dem Titel belesen bzw. in Kontakt mit den ubs kommen.

Wir danken nochmals allen bisher Beteiligten für die erste Phase und wünschen nunmehr den SpielerInnen und Interessierten eine erfolgreiche zweite Phase bis zur Premiere!

Im Auftrag des ubs-Teams – eine friedvolle Weihnachtszeit!
Heike Schmidt

8.12.2011: Die Spurensucher fangen an zu spielen

Das Projekt der ubs: Die Spur der Steine in Schwedt sucht jetzt verstärkt Spielerinnen und Spieler. Ein erster Stückentwurf zu einem halben Jahrhundert Schwedter Geschichte liegt vor. Die Redakteurin Birgit Bruck hat längere intensive Gespräche mit Schwedtern geführt. Daraus schreibt die Autorin und Chefdramaturgin Heike Schmidt gerade ein Stück, das blitzlichtartig die verschiedensten Zeiten, Emotionen und Schicksalsschläge beleuchtet, die Schwedtern von 1962 bis heute passierten oder passiert haben könnten. Mal heiter, mal etwas nachdenklicher, mal auch auf einer märchenhaften Ebene werden Geschichten zusammengefasst und zu Szenen montiert. Nun geht es in die Phase des Spielens. Die Regisseurin Ulrike Völger sucht spielbegeisterte Schwedterinnen und Schwedter, die im Theaterstück die verschiedensten Aufgaben übernehmen könnten: von der großen über die kleine Rolle, vom Sprecher im Chor bis zum Darsteller ohne Text. Eine altersmäßige Begrenzung gibt es nicht. Wer schon immer mal auf den Brettern, die die Welt bedeuten, stehen wollte, sollte jetzt (oder nie – natürlich immer wieder) mitmachen! Immerhin ist es eine einmalige Chance für Spielbegeisterte, jetzt mit einer renommierten Berliner Regisseurin zu arbeiten.

Probentermin wird ab der zweiten Januarhälfte 2012 immer der Mittwochabend sein. Premiere ist am 17. Juni 2012 im Kleinen Saal der ubs. Die Musik macht Andreas van den Brandt, für die Bühne wird Anke Fischer verantwortlich zeichnen. Es folgen drei weitere Vorstellungen bis zum 24. Juni. Wer also Interesse hat, melde sich bitte an den ubs bei Frau Schmidt 03332/538 122 oder bei Frau Bartsch 03332/538 129. Spielbegeisterte werden dann zu einem ersten Treffen im Januar vom Regieteam eingeladen.

Das Projekt wird gefördert im Fonds Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes.

Am Mittwoch, dem 26.10.11,

wurde das Projekt „Die Spur der Steine in Schwedt“ – im Beisein eines Großteils der unterstützenden Vereine und der Presse – offiziell gestartet. Das Team, das das im Fonds Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes geförderte Projekt leitet, stellte sich vor: Die Berliner Regisseurin Ulrike Völger, die Journalistin Birgit Bruck und Projektleiterin und ubs-Chefdramaturgin Heike Schmidt. Auf der Suche nach Schwedter Geschichte und Geschichten wurden der Förderverein der ubs, die Seniorenvereine der PCK und der Stadtverwaltung, der Kunstverein, das C.-F.-Gauß-Gymnasium und viele weitere engagierte Schwedter und Schwedter Institutionen um ihre Unterstützung und Mitwirkung gebeten. In einer lebhaften Diskussion beschäftigte viele schon jetzt die Frage, welche konkrete Geschichte eigentlich auf der Bühne dann erzählt werden wird. Heike Schmidt wollte aber den roten Faden noch nicht verraten. Fest steht, dass zeitgleich mit den Fragebögen und den Interviews das Theaterstück von ihr und der Regisseurin „ausgesponnen“ wird. Mitte Januar zu Probenbeginn soll es dann zum großen Teil fertig sein. In den nächsten Wochen wird es dazu eine Vielzahl von Einzel- und Gruppengesprächen geben, in denen Fragen beantwortet und Ideen gesammelt werden. Heike Schmidt bietet im November interessierten Gruppen und Bürgern jeweils mittwochs 18 Uhr bzw. freitags 10 Uhr die Gelegenheit zum Dialog.