Sonnensegel Ausgabe 2.7.2010
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Bild: Der vergessene Stern / Theatergruppe der Integrationskindertagesstätte Regenbogen der Lebenshilfe e.V., Kreisvereinigung UckermarkDer letzte Tag des STF begann mit der Vorstellung der Theatergruppe der KITA „Regenbogen“: Im Rahmen eines Projektes haben sich die Kinder mit Sonne, Mond und Sternen beschäftigt. Daraus entstand das kleine Theaterstück über den „Vergessenen Stern“. Die Sternschnuppe Blinki hat beim Putzen der Sterne einen vergessen. Deshalb schickt der Mond das Wolkenschaf durch das Universum, um Blinki zu suchen.
Die 15 Minuten dauernde Aufführung war leider viel zu schnell vorbei und man wünschte sich, dass sie noch mehr Zuschauer gehabt hätte - vor allem aus den Reihen der älteren Spieler und der Spielleiter. Denn bei den Kleinsten hätte man sich Etliches abschauen können: Das Problem, so viele kleine Darsteller zu organisieren, zum Beispiel wurde gelöst, indem auf dem Boden runde und rechteckige Filzplatten in verschiedenen Farben lagen, die den Kindern bei der Orientierung halfen. Wenn ein Kind versehentlich mit dem Rücken zu den Zuschauern landete, wurde es von den anderen unauffällig wieder in die richtige Richtung gedreht. Alle waren um das Gelingen der Vorstellung bemüht und achteten aufeinander. Dabei waren sie vor der Vorstellung schrecklich aufgeregt gewesen und hatten teilweise in der vorhergehenden Nacht kein Auge zugetan.
Das Spiel wurde durch kleine Tänze und ein gemeinsames Lied zum Finale ergänzt, dass die Botschaft des Stückes noch einmal zusammenfasste: Habt Zeit für mich.
Die Zuschauer hatten viel Spaß und applaudierten herzlich. Sandra
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Bild: Die pfiffigen Fünf / Kindermusicalprojekt der LordsPowerKids Prenzlau„...macht mal so weiter, was Kinder so machen!“ empfiehlt die charmant-diebische Frau des Bürgermeisters den 5 Nachwuchsdetektiven. Und so machen die Prenzlauer Kinder der „LordPowerKids“ mit sichtlicher Spielfreude weiter, was Kinder so machen.
Sie ertanzen und ersingen sich inmitten der phantasievollen Marktkulisse auf der Bühne die Sympathien der kleinen und großen Zuschauer. In liebevoll und zeitgemäß zusammengestellten Kostümen und einer farbenfrohen, bespiel- und begehbaren Kulisse entwickelt die Story der 5 Freunde ihren zügigen Gang:
Es ist wohl an die 100 Jahre her. Der städtische Marktplatz in Prenzlau ist Mittelpunkt des Geschehens. Straßenkehrer, Händler und Spielleute bevölkern den Platz am Morgen. Als das Stadtoberhaupt als Attraktion die Kronjuwelen der Königin präsentieren will, sind diese gestohlen. Nun gibt es viel zu tun für unsere 5 Jungkriminalisten.
Den beiden Gelegenheitsarbeitern ist die vermutete Unschuld nachzuweisen. Die gewiefte Gattin des Bürgermeisters wird des Raubs überführt und einer gerechten Strafe zugeführt. 500 Stunden Straße kehren! Mit Genugtuung macht sich die gesamte Stadt über sie lustig: „Cool, cool, cool nach außen hin - leer, leer, leer da innen drin.“ trällert es ihr hämisch entgegen.
Trotz ganz leichter Längen in der Mitte des Stücks waren große Spiellust, Rollenspaß, gekonnte Gestik und Mimik der 7- bis 12-jährigen Kinder zu bewundern. Vereinzelte Texthänger konnten von den 4 ehrenamtlichen Spielbetreuerinnen sofort behoben werden. Zum guten akustischen Verständnis trug die hervorragende technische Ausstattung mit Kopfmikros für jeden Darsteller erheblich bei.
Auch die passenden Lieder und Tänze, die das Stück inhaltlich gut vorantrieben, begeisterten das Publikum und lassen ohne Frage die Bezeichnung des Stücks als Kindermusical zu.
Katrin Palow
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Bild: Wettlauf zwischen Hase und Igel / Schüler der Klasse 5/6 der Grundschule GramzowSchüler der Klassen 5 und 6 der Grundschule Gramzow zeigten am Donnerstagvormittag die Geschichte vom „Wettlauf zwischen Hase und Igel“. Sie haben das Stück einstudiert, um es im August den ABC-Schützen zu zeigen, die in ihre Schule eingeschult werden.
Die Schüler spielten vor farbenfrohen Kulissen und in phantasievollen Kostümen. Beides haben sie selbst gebastelt. Um allen Mitgliedern der Gruppe eine schöne Aufgabe geben zu können, war die Geschichte von Hase und Igel um viele andere Tiere bereichert worden: Es gab Hund und Katze, einen Hahn und einen Esel, Mäuse, Schweinchen und eine Schnecke. Im anschließenden Gespräch wurde den Kindern vorgeschlagen, doch während der Ferien einmal die Tiere, die sie darstellen zu beobachten, um sie und ihre Eigenarten noch genauer nachmachen zu können.
Doch schon jetzt bereiteten die jungen Darsteller ihrem Publikum viel Freude. Am Ende stand der bedauernde Ausruf eines kleinen Zuschauers im Raum: „Nur so kurz!“
sz.
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Bild: Flugzeugabsturz im Dschungel / Theatergruppe der Freien Schule TemplinDie Handlung des Theaterstückes „Flugzeugabsturz im Dschungel“, einer Eigenproduktion der Theatergruppe der Freien Schule Templin, ist schnell erzählt: Frau Merkel, Herr Putin und Herr Sarkozy (natürlich samt Gattin) fliegen zum Klimagipfel, ihr Flugzeug stürzt über dem südamerikanischen Regenwald ab und durch die Erlebnisse mit den Ureinwohnern beschließen die drei Regierungschefs tief greifende Maßnahmen zum Erhalt des Regenwaldes, finanziert durch Mittel aus dem Rüstungshaushalt.
Soweit der Inhalt. Was ich besonders interessant finde, ist zum einen der Weg, den die Gruppe gegangen ist: Alle Schüler der 4. bis 6. Klassen haben das Stück in einer dreiwöchigen Projektzeit erarbeitet. Zum anderen erscheint der Anteil, den die Schüler an der Inszenierung haben, sehr groß – was ja durchaus nicht in jeder Theatergruppe so ist und bei Schülern in diesem Alter sicher auch nicht einfach ist.
Ausgangspunkt waren verschiedene Geschichten, die im Deutschunterricht zum Thema „Klimawandel“ geschrieben wurden. Gemeinsam wurde entschieden, welcher Ansatz in Spiel umgewandelt werden sollte. Es siegte oben beschriebener nach langer Diskussion.
In die Arbeit wurden alle Fächer einbezogen. Die Schüler bauten aber nicht nur Kulisse, Requisiten, Kostüme und was man noch so braucht, wenn man spielen will, sie recherchierten zum Thema in verschiedene Richtungen. Das wird zum Beispiel deutlich, wenn ein Kinderreporter (aus biologischer Sicht) erklärt, warum der Schlangenbiss für Herrn Putin so gefährlich ist und womit die Indios ihn behandeln. (Selbstverständlich wird Herr Putin gerettet.) Ich als Zuschauerin fand solche „Belehrungen“ nicht aufgesetzt und gut in die Handlung integriert. Toll war auch das Dschungelbühnenbild – ein großes Netz, an dem lange (Stoff-)Lianen hingen -, natürlich die Idee eines Schülers. Und auch die Technik managten zwei Schüler während der Vorstellung.
Wenn auch bei der Aufführung nicht alles glatt lief, können die Schüler stolz auf das Ergebnis sein.
Einen Wunsch haben sie: Vielleicht mal auf einer anderen Bühne als der Hinterbühne spielen, auch wegen der Akustik. Vielleicht mal im it … Vielleicht im nächsten Jahr …
Gabi Voß
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Bild: Breaking the Habit - Mit Gewohnheit brechen / Theater-AG, Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Eberswalde... das hat die junge Violett schon früh erkannt.
Die Eltern haben nur Augen für die kleine tolle Stiefschwester und sie ist das schwarze Schaf, weil sie nicht am laufenden Band Einsen mit nach Hause bringt.
Verzweifelt und gekränkt läuft sie von zu Hause weg.
Da ihre „Freundinnen“ sie niemals verstehen würden und sie einen Ort sucht, an dem sie niemand so schnell findet, flüchtet sie zu Corey.
Er ist in der Klasse als Freak verschrien, da er anders ist und nie jemand seine Eltern gesehen hat.
Trotz seiner dunklen Vergangenheit nimmt er sie auf und versteckt sie.
Und ab dem Punkt verwandelt sich das „Aschenputtelmärchen“ in eine amerikanische Krimiserie, in der die Polizei nach Violett sucht und Coreys Delikte natürlich aufgedeckt werden.
Respekt dafür, dass die Eberswalder Gruppe das Stück in kompletter Eigenregie geschrieben und inszeniert hat.
Sie haben versucht, dem Zuschauer parallele Bilder zu bieten, was fast immer gut gelang.
Einzig die Organisation auf der Bühne ist noch ausbaufähig und vielleicht würde mehr Ruhe in das Spiel kommen, wenn weniger Requisiten und mehr Schauspiel eingesetzt würden.
Für diese große Eigenleistung jedoch Hut ab! und macht weiter!
Lia Bertram
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Bild: I am a Gypsy / Mädchenforumtheatergruppe WeddingWas passiert, wenn die Darstellerin nicht mehr weiter weiß und das Publikum aktiv werden muss? Im konkreten Fall nicht viel. Die Mädchenforumtheatergruppe Wedding unter der Leitung von Christoph Leucht brachte am letzten Tag des siebzehnten Schultheaterfestes ein Stück in besonderer Form auf die Hinterbühne. Erst erzählten die fünf weiblichen Darsteller die Geschichte einer jungen Zigeunerin, die sich outet und erst danach erfährt, warum viele Gleichgesinnte vermeiden, dies zu tun. Weder von der Mutter noch von der Lehrerin erhält sie Hilfe. Sogar ihre beste Freundin hat nicht den Mut, zu ihr zu stehen. Ihr Argument: Alle anderen sind ja auch weggegangen. So steht die junge Anita letztendlich alleine da.
Nun ist das Publikum gefragt: Was hättet ihr anders gemacht? Wer eine Idee hatte, sollte auf die Bühne kommen und es vorspielen. Ideen gab es bestimmt viele, aber die Wenigsten hatten den Mut, nach vorn zu kommen. Die, die ihn hatten, zeigten ihre Lösungsansätze. Zum Beispiel wurde auf die Mutter eingeredet, die sich für ihre Herkunft und ihr Volk schämt. Am Ende war diese bereit, an der Seite ihrer Tochter zu kämpfen. Auch der besten Freundin wurde ins Gewissen geredet, die anderen wurden konfrontiert mit ihren Vorurteilen.
An und für sich war die Form des Forumtheaters gewagt und neu. Sie fand aber nur spärlichen Anklang. Doch damit ist nicht gesagt, dass diese Form der falsche Weg sei: Es gibt schließlich keine allein gültige Form des Theaterspielens. Allein das Zugucken hat Spaß gemacht und manch einer ärgert sich im Nachhinein vielleicht doch, dass er seine Idee nicht vorgebracht hatte.
Fabian Bruck
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Bild: Gottes Plan B / Die SodbrennerGott schafft es nach sage und schreibe 2000 Jahren doch mal wieder, auf die Erde hinunter zu blicken, und fällt fast aus allen Wolken.
Die Sodbrenner, die allen bekannt sein sollten, beweisen in ihrem dritten Programm Idee, Witz und Mut. Ein Fußballspieler, ein Offizier und ein Matratzensportler bilden das neue Jüngste Gericht und bringen die neue Apokalypse. Anfangs scheinen die drei noch etwas überfordert, doch viel zu schnell finden sie Gefallen an ihrer Aufgabe. Als dann der vermeintliche Halbbruder Jesus‘, Mario-Hana, auftritt, sind die drei aus dem Rennen. Sie wollen aber wirklich wissen, ob es der wahre Sohn Gottes ist und nageln ihn an das Kreuz.
Immer wieder fliegen flotte Sprüche von der Bühne, die das alles auflockern und den Zuschauern so manches Grinsen ins Gesicht zaubern. Mutig war die direkte Einbeziehung des Publikums. So war auch Gottes zweiter Sohn, Mario-Hana, kein geringerer als ein Zuschauer, der spontan das Spiel mitspielte.
Letztendlich kann man den arroganten Ankündigungstext der Gruppe aus dem Programmheft nur belächeln. Die drei Sodbrenner haben ohne Frage Lust und Mut für das gewagte Spiel. Zu Halbgöttern macht sie das aber noch lange nicht. Doch sie sollen ruhig noch so lange weitermachen, wie sie können und wollen. Lustig ist es immer!
Fabian Bruck
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Bild: Spiel der Götter / Theater Stolperdraht, Kinder- und Jugendtheater in Schwedt e.V.Die Angst beherrscht Nadja Tag und Nacht. Denn sie hat mit Julian geschlafen, ihm vertraut und ist nun allein mit den Gedanken an diesen schrecklichen Fehler und die mögliche Folge: AIDS. Die Furcht vor dem Todesurteil wird größer und erschreckender. Und nicht einmal das Gericht der Götter kann zugunsten der jungen Frau entscheiden - zuletzt bestimmt das Glück den Ausgang des Geschehens. Ich habe für sie gehofft und mit ihr gezittert. Doch jetzt bin ich beruhigt, denn am Ende stand ein Lächeln.
Suche Stück „Thema AIDS, nicht ganz ernst", so hat alles angefangen.
Die Schwedter Theatergruppe „Stolperdraht" begeistert uns jedes Jahr wieder mit einem neuen Schmuckstück der Schauspielerei und gehört so immer zu den Highlights des Schultheaterfestes. So lautete einstimmig die Meinung am KriTisch, wo in diesem Falle nur gelobt werden konnte. Eine junge Geschichte, ambitionierte Darsteller und eine wunderbar dynamische Bühne, das alles angetrieben durch schnelle, moderne Beats. Außerdem fand jeder eine liebevoll gestaltete Broschüre zum Thema und zum Stück auf seinem Platz - was begehrt das Zuschauerherz denn mehr. Siehe da, man kann auch ohne mahnenden Zeigefinger Aufklärungsarbeit leisten. Fazit: Für mich das eindeutig schönste Götter-Stück dieser Woche.
Kora
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Bild: Raub der Sabinerinnen / Kurs Darstellendes Spiel, Kl. 12, C.-F.-Gauß-Gymnasium SchwedtDas letzte Stück nach vier Tagen Schultheaterfest, noch einmal Applaus und dann fällt der Vorhang.
Unter der Leitung von Simone Grieger wagten sich die 12er des DS-Kurses vom Gauß-Gymnasium an die Form der klassischen Komödie. Der Raub der Sabinerinnen ist ein Stück im Stück, eine Tragödie in einer Komödie. Doch die hat es in sich, knapp 1 1/2 Stunden spielte die Gruppe und hatte dafür viel Text zu lernen. Den alten Stoff hat die Gruppe leicht modernisiert, aber glücklicherweise nicht übertrieben.
Weil jeder auf die Bühne wollte, wurden zusätzlich noch Rollen hinzugefügt oder geändert, und so fanden alle des erstaunlich großen Kurses ihren Platz. Die Handlung, anfangs noch recht einfach, wurde immer verzwickter. Jeder hatte irgendein Geheimnis und verstrickte sich in seinen Aussagen. Da war der Professor, dessen in jungen Jahren geschriebenes Theaterstück uraufgeführt werden sollte, wovon aber die liebe Gattin nichts erfahren durfte. Die Theater liebende Haushälterin kam nicht ins Theater und die arrogante Gattin des Professors samt Tochter viel zu früh aus dem Urlaub. Alle hatten irgendwie miteinander zu tun. Am Ende klärte sich alles auf und das Schlusswort überließ man dem Papagei.
Das Stück brachte einen zum Schmunzeln, was die Schauspieler ein wenig irritierte. Bei ihrem ersten Auftritt in der Schule wurde mehr gelacht - war ja auch ein Heimspiel. Dem Publikum hat es gefallen und vielleicht sehen wir die Gruppe ja beim 18. Schultheaterfest im nächsten Jahr noch einmal.
Lorenz
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Bild: KriTisch zu Gottes Plan B / Die Sodbrenner33 Vorstellungen und KriTische mit 550 theaterspielenden Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Angermünde, Bad Freienwalde, Beeskow, Berlin, Cottbus, Eberswalde, Gramzow, Finowfurt, Frankfurt, Italien, Kleinmachnow, Nauen, Neuenhagen, Neuzelle, Polen, Potsdam, Prenzlau, Schwedt und Templin. 11 Gruppen waren zum ersten Mal beim Schultheaterfest dabei. Das war eine besondere Freude. Die jüngsten Teilnehmer waren 3 Jahre alt. Die älteste Spielerin in einem der Mehr-Generationen-Projekte 66. 550 strahlende Gesichter mit hohem Zukunftspotential und phänomenaler Sozialkompetenz, die sich auch darin zeigte, dass man (einander) auch ohne fließende Italienisch- oder Polnischkenntnisse gut verstand. Insgesamt sollte das Fest den Schwedter Altersdurchschnitt nach unten gedrückt haben.
Die Begegnungen waren so mannigfaltig, dass es wohl nicht gelingen kann, an dieser Stelle allen zu danken, die neben einem zuverlässigen ubs-Kollegium, freiwillig oder „fürs Essen“ das Fest bereichert haben. Kommt die Kommunikation durch den prallen Spielplan zu kurz, können sich alle Gruppen gut vorbereiten, haben wir einen angemessenen Spielort für sie gefunden? Das sind Fragen, die mich beschäftigen. Eine erste Antwort gibt es: Ich hätte keine Gruppe, keine Aktion, kein Gespräch missen wollen.
Die 13 Werkstätten wurden von vielen Spielleitern betreut. Auch wenn es nur „Kostproben“ waren, habe ich danach bei den Teilnehmern leuchtende Augen gesehen. Dafür besonderen Dank an Micha?, Frank, Gabriel und Benjamin, Madlen und Marco, Ines, Peter, Janusz, Trine, Vanessa und Oliver, Simone und Andreas. Warum haben so wenige Spielleiter das Treffen und die eigens für sie eingerichtete Werkstatt genutzt? Ich hätte es mir gewünscht, auch, um sich gegenseitig als Spielleiter kennenzulernen.
Zu später Stunde am Mittwoch haben Benjamin Kern und Gabriel Schekatz ihren Dokumentarfilm vom 16. Schultheaterfest vorgestellt. Den sollten sich noch viele „Ehemalige“ anschauen, um sich zu erinnern. Der aufwendige Schnitt wurde von Benjamin in nächtelanger Arbeit für „ein Essen“ geleistet. - Von diesen freiwilligen Leistungen lebt das Schultheaterfest und wenn während des Dankes die Frage kommt: „Dürfen wir im nächsten Jahr wieder mithelfen?“, finde ich das zum Heulen toll.
Danke, Sonnensegel, dass es dich gibt! Theater ist ein schillernder Ort der Vielfalt, das hat unser Fest eindrücklich gezeigt. Man kann über Formen und Inhalte streiten. Und das macht Theater auch spannend.
Nicht nur die ubs-Sonne hat in diesen Tagen für theaterspielende Kinder und Jugendliche ohne Unterlass geschienen. Aber zumindest sie wird im nächsten Jahr wieder für alle scheinen, die beim 18. Schultheaterfest vom 20.-23. Juni dabei sein wollen. Ich freue mich.
Waltraud Bartsch
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