was heisst hier liebe?
 
 
 
 
 
 
Was können andere besser als das Theater?
 
http://www.sexualaufklaerung.de/
http://www.loveline.de/
http://www.sexundso.de/
http://www.profamilia.de/
http://www.jugendserver.de/
http://www.herzensdinge.de/
 
Was kann das Theater besser als
Eltern und Schule?
 
"Die Schauspieler können sehr lebensnahe Probleme darstellen, die die Zuschauer als eigene Probleme wiedererkennen; zugleich ist es entlastend, dass diese Aktualisierung eben nur Theater ist, dass die Schauspieler die Sache auszubaden haben. (...)
Die gespielten Situationen werden als konstruiert erkennbar, die auch mal probeweise anders gespielt werden können. Ein Bewusstsein von Umlernmöglichkeiten kann so angebahnt werden. (...)
Die vielfältigen Formen (Kommentar, Reportage, Lautsprecherstimmen, Erzähler, Gesang) können die Story durchbrechen, kontroverse Meinungen zu Wort kommen lassen, Denkanstöße geben usw. (...)
Auch Vorführtheater ist ein Gruppenerlebnis. Die Reaktionen der Mitzuschauer vermitteln: dies ist nicht nur mein Problem, den andern geht's so ähnlich; wir könnten eigentlich viel offener miteinander sein. (...)
Das Theater kann - leichter als Schule und Elternhaus - mit peinlichen, tabuisierten und heftig umstrittenen Fragen provozierend, pointierend, witzig, lustig umgehen. Für die Sexualerziehung scheint uns das besonders notwendig zu sein, weil der "Ernst der Sache", den die offiziellen Erzieher gern hervorkehren, sich längst als unehrlich erwiesen hat.
(aus dem erziehungswissenschaftlichen Gutachten über das Theaterstück der ROTEN GRÜTZE "Was heißt hier Liebe?", ausgestellt von der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung Hamburg)
 
"Wer mehr verlangt, etwa in Richtung einer genaueren sozialen und gesellschaftlichen Determinierung des Geschehens, geht an der Absicht und den Möglichkeiten des Textes vorbei. Es will und kann nicht mehr sein als eine spielerische Lebenshilfe, an eben diesem Punkt, mit Witz und auch mit jugendgemäßen musikalischem Drive, um die so genannten Grauzonen des scheinbar Obszönen, was immer nur die Kehrseite kleinbürgerlich-spießiger Prüderie ist, heraus und ins helle Tageslicht der völlig selbstverständlichen, offenen und, der Sache gemäß, auch lustbetonten Erfahrung zu holen."
Martin Linzer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
WAS HEISST'N HIER LIEBE?
Ein Spiel um Liebe und Sexualität für Leute in und nach der Pubertät
von Helma Fehrmann, Jürgen Flügge, Holger Franke (Theater "Rote Grütze")
 
Was geht ab?
 
Paul und Paula haben Lust auf Liebe, Lust und Zärtlichkeit, aber wie lebt sich diese Lust? Wie sollen sie zwischen Elternsorgen und Schulmief, zwischen Klettes Machogehabe und Kikis Männererfahrungen, zwischen Medienideal und Minderwertigkeitskomplexen ihre Träume verwirklichen?

Das Theater macht's möglich! Da, wo in Wirklichkeit längst Schluss und Frust ist, ein Happy End zu zaubern, in dem auch das zur Sprache kommt, was sonst jeder nur mit sich selber abmacht: Im "kleinen Count-down vom Ersten Mal" sind sie für jeden wiederzuerkennen, all die Ängste und Unsicherheiten, die Fragen und Missverständnisse der ersten Liebesbegegnung: Empfängnisverhütung und AIDS-Verhütung, Potenz- und Orgasmuszwänge, Einflüsterungen von Moralaposteln und Werbefritzen und die innere Stimme: "Was denkt der wohl von mir?", "Ist mir das peinlich" - "Boah!" Das sind Probleme!
 
Alle live eingespielten Titel wurden komponiert und arrangiert von Nadine Panjas, Monika Radl, Peter Benjamin Eichhorn und Stephan von Soden.
 
Warum schon wieder?
 
Fast 30 Jahre nach der Uraufführung und 13 Jahre nach der Schwedter Erstaufführung wagen wir eine Neuinszenierung von WAS HEISST HIER LIEBE?
Weil das Thema Liebe immer aktuell ist.
Und weil Sehnsucht keine Mode kennt.
Weil wir Liebe und Sexualität allzeit wichtig finden!
Weil Theater spielen, Leben üben bedeuten kann.
Weil die Jugendlichen des dritten Jahrtausends genau solche Probleme haben wie die Jugendlichen der Siebziger, Achtziger, Neunziger!
Weil es immer noch nicht so einfach ist, mit der Lust umzugehen, denn ALLER ANFANG IST SCHWER.
Weil heute die Tabus wieder im Vormarsch sind.
Weil wir das Schlimmste verhüten wollen!
Weil es offensichtlich noch immer kein
wirksameres Theaterstück zum Thema Erste Liebe gibt!
 
Warum immer noch Aufklärung mit WAS HEISST HIER LIEBE?
 
Sexualforscher Kluge hat einen Verdacht, der freilich Tausende Eltern, Erzieher und staatlich subventionierte Sexualberater in Erklärungsnöte bringt: Kinder und Jugendliche in Deutschland würden, so Kluge, "nicht ordentlich aufgeklärt - vor allem nicht früh genug." Weil Kinder aus biologischen Gründen immer früher geschlechtsreif werden, müssten allerspätestens Viertklässler bestens Bescheid wissen -"Aber da gibt es riesige Vorbehalte und Versäumnisse". (Spiegel 39/2002)
 
Die sexuelle Revolution hat, so scheint es eine Generation später, in Wirklichkeit nicht stattgefunden. Eltern finden Gespräche über Sex und Verhütung immer noch peinlich. Fast ein Viertel der Eltern geben offen zu, dass ihnen die Aufklärung ihrer Kinder schwer gefallen ist. Aufklärung findet nicht wirklich statt, nur weil sie inzwischen als selbstverständlich gilt. Trotz millionenschwerer Aufklärungskampagnen, trotz Schulaktionen und bunter Broschüren in Massenauflage sind die Veränderungen Minderjähriger seit Anfang der achtziger Jahre enttäuschend gering", konstatieren die Autoren einer Studie über Jugendsexualität der BzgA. Doch die Sex-Anfänger werden immer jünger. 1980 Geborene hatten im Schnitt mit 13,7 Jahren das erste Mal Geschlechtsverkehr, beim Jahrgang 1977 lag das Durchschnittsalter dagegen noch bei 15,6 Jahren.
 
Jede Geschichte hat eine Geschichte
 
WAS HEISST HIER LIEBE entstand in den Jahren 1974-76 in kollektiver Arbeit der Westberliner Theatergruppe ROTE GRÜTZE, wurde und wird mir großem Erfolg von vielen Theatern im In- und Ausland nachgespielt und trifft nach wie vor auf reges Interesse von Jugendlichen und Erwachsenen. Nicht das Thema Aufklärung in Sachen Liebe und Sexualität allein erklären die überaus starke Resonanz des Publikums. Vielmehr die genauen Recherchen, die zur Realisierung des Projektes führten und die damit verbundene, sehr intime Kenntnis der Konflikte, Probleme, Umgangsformen und Lebensweise der heranwachsenden Jugendlichen und die witzige, spektakelhafte aber auch sehr sensible Form, die darüber hinaus möglichst jede belehrende Distanz zwischen Zuschauern und Spielern niederreißt und fast so intim wie ein Campingwochenende zwischen wirklich guten Freunden daherkommt, machen den großen Reiz dieser Spielvorlage aus.
 
Anmache
Wie komm' ich nur an sie ran?
 
Stell dir vor, du siehst sie (zum ersten Mal oder ständig in deiner Klasse, im Bus, beim Sport oder sonst wo). Dein Herz fängt an zu klopfen, deine Hände werden feucht, du hast natürlich mal wieder nicht die beste Meinung von deiner eigenen Erscheinung, überlegst dir wilde Einleitungen, um sie anzusprechen.
Bemerkt sie dich überhaupt?!

"Hey du?", klingt nicht gerade originell. Aber was sonst? Während du dir all das überlegst und versuchst, noch möglichst cool zu gucken, redet sie längst höchst interessiert mit einem anderen...
Von Jungen erwarten die meisten Mädchen immer noch, dass sie den ersten Schritt tun. Das ist wahnsinnig schwierig, denn es besteht ja das Risiko, abgewiesen zu werden und sich zu blamieren. So eine Ablehnung tut weh und drängt nicht gerade nach Wiederholung. Wenn du Angst hast rot zu werden, dann ist es eben so! Du wirst sehen, Mut zu mehr Gefühl und Offenheit führen auch zum Erfolg.

Überleg dir, was zu dir passt. Was bist du für ein Typ? Eher ein Draufgänger oder ein Zurückhaltender? Du kannst in verschiedene Rollen schlüpfen und mal ausprobieren, was du besonders gut kannst. Warum sollte man den anderen Menschen nicht zeigen, dass man sie gerne kennen lernen möchte. Denk mal daran, wie gut es dir tut, so was zu hören!!

Es hilft wenig, irgendetwas nachzuspielen, was du im Kino gesehen hast und was gar nicht zu dir passt. Menschen sind verschieden: Was zu dem einen gut passt, ist für den anderen noch lange nichts. Wenn Mädchen den ersten Schritt tun, wollen sie selber aussuchen, statt ausgesucht zu werden. Sie sind aktiv. Für Jungen ist das ungewöhnlich, aber doch meist irgendwie toll und entlastend: Echt stark!

Aber wo kann man überhaupt jemanden treffen? In der Klasse sind Mädchen und Jungen zwar gemeinsam, die jeweiligen Freizeitaktivitäten laufen jedoch meistens getrennt ab. Die meisten Mädchen sind den Jungen in ihrer Entwicklung um etwa zwei Jahre voraus und finden etwas ältere Jungen interessanter. Gut für Kontakte sind gemeinsam organisierte Feten. Ihr könnt für schummrige Beleuchtung und Super-Musik sorgen, Körperkontakt ergibt sich beim Tanzen!

Auch in Jugendgruppen kann man Leute kennen lernen. So mancher geht zum Beispiel zu den Pfadfindern, um eine Freundin oder einen Freund zu finden! Man hat gemeinsame Interessen, Diskussionen, oder auch etwas vorzubereiten und zu organisieren. Hör dich doch mal in deinem Ort um. Es gibt mit Sicherheit irgendeine Gruppe, in der du mitmachen kannst!
 
Anmache
Wie komm' ich nur an ihn ran?
 
Sieben Tipps zur "Anmache" - und dir fallen bestimmt noch mehr ein:

1. Lächle, zwinkere, lache ihm zu - Augenkontakt bringt's!
2. Geh mit ihm Eis essen.
3. Organisier 'ne Fete, lad ihn ein, oder nimm ihn zu einer mit.
4. Zeig ihm auf jeden Fall, dass du dich freust, wenn er auf dich zukommt - nicht übertreiben, aber deutlich.
5. Sag ihm, dass du mit ihm tanzen gehen möchtest.
6. Lass dir was einfallen: Mach Ballons an sein Fahrrad, oder schick ihm 'ne Rose, ohne, dass er genau weiß, wo sie herkommt - ahnen reicht.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Kontakt aufzunehmen. Jede hat ihre eigene Art, sonst wäre es ja auch langweilig.

 

Mädchen sind oft zurückhaltender als Jungen. (Finden wir übrigens nicht! Die Red.) Wartest du lieber, dass er auf dich zukommt? So kann man sich zwar keinen Korb holen, aber: Was ist, wenn du wartest und wartest und wartest..., bis die Chance vielleicht vertan ist? Wenn du es schaffst, von dir aus auf einen Jungen zuzugehen, hast du den großen Vorteil, dass du dir aussuchen kannst, wen du kennen lernen möchtest, und es kann schön sein, aktiv was dafür zu tun. Ob ein Junge das nicht auch mal gut findet, "angemacht" zu werden und nicht immer der Aktive sein zu müssen?! Natürlich gibt's Zeiten, da hat man keinen Bock, aktiv zu sein und findet warten einfach angenehmer.

Übrigens: Vielen Menschen fällt's nicht ganz leicht, Kontakt zu machen, denn es spielt die Angst mit, abgelehnt zu werden. Gerade von denen, die uns besonders wichtig sind.

 
Anmache und Anmache
 
"Wer wagt, kann verlieren...
... oder gewinnen, und dann kann es ganz toll sein..."
 
(http://www.sexundso.de)
 
 
 

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