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LADIES NIGHT
Komödie von Stephen Sinclair und Anthony McCarten
in der Fassung des Theaters Vorpommern

Man trifft sich morgens im Job-Center. Glücklich und zufrieden ist zunächst keiner der arbeitslosen Männer, an deren spektakulärer Geschichte das Publikum an den ubs. teilhaben kann. Diese beginnt mit einem Zeitungsartikel über eine erfolgreiche Show der "Chippendales", aus dem sich eine Idee entspinnt: Wenn "diese Plastikmänner" mit einem Saal voller Frauen viel Geld verdienen können, warum nicht auch sie? Wo man sich bisher traf, um vergeblich nach Arbeit zu suchen, wird nun abends heimlich trainiert, getanzt und gestrippt. Schritt für Schritt nimmt die Show formen an, der Arbeiterclub wird reserviert und Plakate aufgehängt. Schnell jedoch müssen die Männer erkennen, daß es um sehr viel mehr geht als mit den Hüften zu kreisen und sich dabei zu Entkleiden (was sich schon als schwer genug erweist).

Nicht nur die eigene Attraktivität, auch Potenz und Selbstbewußtsein werden fragwürdig. Wesley bringt es wie immer trocken auf den Punkt: "...wenn euch 500 enttäuschte Weiber von der Bühne zerren. Das wird schmerzhaft." Um das zu verhindern, müssen unsere Männer von Nebenan also mehr bieten als ihre eingeölten Vorgänger - nämlich alles! Auch die letzte Hülle soll fallen. Ganz oder gar nicht! Die Nerven der Truppe liegen blank - und der Kartenverkauf läuft wie verrückt. Die Männer bekommen Angst vor der eigenen Courage. Ganz unspektakulär jedoch verfestigen sich Männerfreundschaften, die die scheinbar so Glücklosen zu Gewinnern machen und sie schließlich doch alle gemeinsam zur großen Show ins Rampenlicht treten lassen.

Der Gastregisseur Karlheinz Liefers - dem Publikum bereits durch die Inszenierung von Arthur Millers "Hexenjagd" bekannt - setzt auf die faszinierende Kombination von Lebensnähe und Absurdität der Geschichte. Er entfaltet einen intelligent-ironischen Einblick in Handels- und Denkweisen der sechs Männer, in deren Freude und Frust man(n) sich wiedererkennen kann. All das könnte jedem passieren - Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Der Anblick des selbst auferlegten Trainingsprogramms der Strip-Amateure und der sich stetig steigernden Tanzversuche der Männer, die schließlich in die finale Stripnummer münden, dürfte dem Publikum ein zusätzliches (und sehr spezielles) Vergnügen bereiten.

 
 
Regie: Karlheinz Liefers
Bühnenbild: Martin Fischer
Kostüme: Andrea Eisensee
Choreographie: Detlef Völker

In den Hauptrollen spielen:
Craig: Bernhard Koessler-Dirsch
Barry: Uwe Heinrich
Garvin: Wolfram Scheller
Graham: Gerhard Kähling
Norman: Uwe Schmiedel
Wesley: Gerd Opitz

Premieren 17. und 20 April 2003
     
 
 

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Fotos der Hauptprobe von Matthias Bruck
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Fotos der Hauptprobe von Matthias Bruck
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